Letztes Update: 05.11.2020
Die Lesezeit beträgt in etwa ~ 25 Minuten.

Bist du auf der Suche nach den besten Fotospots in Island? In diesem Artikel stelle ich dir meine 10 Lieblingsorte zum Fotografieren in Island vor. Direkt dazu gibt es viele Tipps zur Ausrüstung und Planung einer Reise zur Insel der Elfen, Feen und Trolle.

Papageientaucher Sonnenuntergang
Papageientaucher an den Klippen am schwarzen Lavastrand | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/50 Sekunde, ISO400 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Erklärung zu den verwendeten Links: Alle Produktlinks zu Amazon auf dieser Seite sind Affiliate Links. Was bedeutet das überhaupt? Wenn du über einen dieser Links etwas bei Amazon kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch natürlich keinerlei Zusatzkosten. Das hilft mir dabei, diese Seite kostenlos zu betreiben und kontinuierlich neue Beiträge für dich zu schreiben. Um keinen davon mehr zu verpassen, abonniere einfach meinen kostenlosen Newsletter und ich schicke dir alle neuen Beiträge direkt in dein Postfach.

Island – das Land aus Feuer und Eis

Mein erster Besuch in Island war im Jahr 2008 und fand im Rahmen eines Drehs für einen Canon Werbespot statt. Ich hatte diese Reise in „Europas größten Fotowettbewerb“ namens The Assignment gewonnen. Zu dieser Zeit war Island touristisch noch nicht so erschlossen wie heute und galt auch noch nicht als „tot-fotografiert“, sondern war eher noch Neuland. Dies war meine erste Reise in arktische Gefilde. Diese unglaublich frische Luft, die schroffen Berge, die weite Natur, die dünne Besiedlung und natürlich die damit verbundene Freiheit hat mich tief beeindruckt und beeinflusst. Seitdem bin ich wie infiziert vom hohen Norden und muss mit wachsender Begeisterung einfach immer wieder dorthin. Es sehen, atmen und erleben.

Hinweis: das Video ist auf Englisch (die Stimme ist nicht meine eigene)

Ich werde nie vergessen, wie unglaublich frisch, ja fast süßlich die Luft war, als ich das erste Mal in Island aus dem Flugzeug gestiegen bin. Das alleine war schon eine berauschende Erfahrung. Seit dieser Tour bereise ich den Norden Europas nahezu jedes Jahr. Bis heute bin ich einige Male kreuz und quer durch und um Island gefahren und die Magie der Insel ist für mich ungebrochen. Auf jeder Reise gibt es etwas Neues zu entdecken.

Aus fotografischer Sicht kann nur das beste Land für Landschaftsfotografie Island das Wasser reichen. Das Land aus Feuer und Eis hat aber weit mehr zu bieten als „nur“ diese beiden namens gebenden Elemente. Es gibt sehr viel Grün, schwarze Lavastrände, farbenfrohe Vulkanberge, riesige Wasserfälle, beeindruckende Gletscher und eine bunte Tierwelt. In diesem Artikel nehme ich dich mit zu meinen Lieblingsorten in Island.

Hinweise zum Naturschutz

Der Erhalt der hier vorgestellten Orte ist mir sehr wichtig. Wir sind auf unserer schönen Erde leider schon viel zu viele Menschen und Touristen und haben dafür leider viel zu wenig solcher wilden Orte, Naturschutzgebiete und Nationalparks, wodurch die wenigen ausgezeichneten Plätze oft überlaufen sind. Mir ist klar, dass ich mit Artikeln wie diesem zu deren Bekanntheit beitrage. Andererseits sind alle der hier im Beitrag vorgestellten Orte seit Jahren in jedem guten Island Reiseführer aufgelistet. Nichtsdestotrotz möchte ich dich im Vorfeld kurz an die Grundregeln erinnern, die zum Erhalt dieser wunderbaren Landschaft und der Tierwelt beitragen.

blank
Papageientaucher im Süden von Island

Einstellungen: F/5.6, 1/10 Sekunde, ISO800 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 70-300mm + Polfilter

  • verlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast (oder besser)
  • nimm immer deinen Müll mit
    (sollte selbstverständlich sein, ist es aber offensichtlich für einige immer noch nicht)
  • hinterlasse keine Spuren
    d.h. verlasse nicht die Wege und achte auf filigrane Moose oder andere Pflanzen
  • stelle den Erhalt der Natur über ein mögliches Foto (auch Selfies)
  • achte darauf keine Tiere mit deinem Besuch in der Natur zu erschrecken oder zu stören

Benutze einfach deinen gesunden Menschenverstand und nimm Rücksicht auf andere Lebewesen (auch Menschen), wenn du raus in die Natur gehst. Soviel dazu, und nun weiter zu den fotogensten Orten der Insel.

Die besten 10 Fotospots in Island

Diese Liste basiert natürlich auf meinen persönlichen Vorlieben und Erfahrungen und kann von deinen Lieblingsorten abweichen. Die bekannte Blaue Lagune und die Silfra-Spalte im Þingvellir-Nationalpark im Südwesten Islands, die die nordamerikanische von der eurasischen Platte teilt, sind durchaus einen Besuch wert. Beide sind aber zum Beispiel nicht auf meiner Bestenliste für isländische Fotospots.

Die folgenden Locations sind von West nach Ost geordnet. Das heißt, wenn du in Reykjavik startest, kannst du sie theoretisch, mit einem Abstecher ins Hochland, gegen den Uhrzeigersinn einmal ringsum die Insel abfahren. So habe ich es zumindest schon einige Male gemacht. Dafür musst du aber mindestens zwei Wochen einplanen.

Gullfoss Wasserfall und Geysir (Golden Circle)

Der bekannte Gullfoss Wasserfall ist Teil des Golden Circle in Island. Die einzelnen Stationen dieser Sightseeing-Tour werden sehr viel von Busreisen angesteuert. Es gibt ein paar Pauschalangebote, bei denen Touristen von Reykjavik aus mit dem Bus beliebte Ziele in der Nähe der Hauptstadt ansteuern und die Reisenden dann jeweils für ein paar Stunden dort auskippen. Tagsüber ist der eindrucksvolle Wasserfall mit seinen Stufen daher leider meistens dementsprechend voll mit Menschen. Ein Besuch früh am Morgen oder spät Abend, wenn weniger Besucher dort sind, lohnt sich also.

Gullfoss Wasserfall
Gullfoss Wasserfall in Island | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/50 Sekunde, ISO200 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Der mehrstufige Wasserfall liegt an der Straße 35 (Biskupstungnabraut). Es gibt einen großen Parkplatz sowie ein Haus mit Souvenirshop, Restaurant und Toiletten. Wenn der Himmel nicht so dicht bewölkt ist wie auf dem Foto oberhalb, besteht zudem eine gute Chance, dass du einen Regenbogen über der Gischt der Fallstufen ablichten kannst. Die Größe, mit 32 Meter Fallhöhe und 229 Metern in der Breite, sowie das laute Getöse des Wasserfalls sind wirklich beeindruckend.

Nur etwa 10 Kilometer weiter westlich an der Straße 35 liegt der berühmte Ort Geysir mit dem großen Strokkur, der ungefähr alle 10 Minuten ausbricht und dabei eine 25 bis 35 Meter Säule aus kochendem Wasser in die Luft schießt. Das ist nicht unbedingt super fotogen, aber ein tolles Erlebnis.

Abstecher: Bruarfoss Wasserfall

Weitere 25 Kilometer westlich an der Straße 37 liegt der Bruarfoss Wasserfall. Du erreichst ihn entweder über einen Weg durch eine private Wohnanlage (falls offen) oder über einen größeren Umweg durch eine wilde Buschlandschaft.

Bruarfoss Wasserfall
Bruarfoss Wasserfall | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/15 Sekunde, ISO250 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Ich war bisher nur einmal an diesem Wasserfall und wie du auf dem Foto siehst, war das einem Regentag ohne jegliche Zeichnung im Himmel. Wir haben, trotz vorheriger Recherche, eine ganze Weile gebraucht, um den Wasserfall zu finden. Die Suche lohnt sich aber. Eine tolle Location, die ich gern noch einmal bei besserem Licht besuchen und fotografieren werde.

Seljalandsfoss und Skógafoss Wasserfall

Der Seljalandsfoss ist wohl einer der berühmtesten Wasserfälle Islands. Er liegt fast direkt an der Ringstraße 1, am Abzweig der Straße 249 Richtung Þórsmörk. Es gibt einen Parkplatz, der nur etwa 100 Meter vom Wasserfall entfernt liegt. Das Besondere ist, dass es einen Pfad gibt, der dich hinter dem Wasserfall durch eine Höhle führt. Da solltest du auf jeden Fall nur mit wasserdichter Kleidung lang gehen und deine Kamera schützen. Es wird nass!

Seljalandfoss
Seljalandsfoss zum Sonnenuntergang auf Island | Zum Bild

Einstellungen: F/5.6, 1/30 Sekunde, ISO250, EV-0,33 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Auch hier gibt es gleich in der Nähe, nur ungefähr 200 Meter weiter parallel zur Straße 249 entlang, einen sehr lohnenswerten Abstecher. Nämlich den Gljúfrabúi Wasserfall, der sich ebenfalls in einer begehbaren Höhle befindet. Ein tolles und auch sehr nasses Erlebnis, aber schwierig zu fotografieren.

Nur ca. 30 Kilometer weiter Richtung Osten auf der Ringstraße liegt der beeindruckende Skógafoss Wasserfall. Auch er liegt fast direkt an der Straße und ist leicht zugänglich. Entsprechend voll kann es dort tagsüber sein. Dafür sind am späten Nachmittag, wenn das Licht richtig steht, Regenbögen bei all dem Wasser zu sehen. Ein traumhafter Anblick und relativ leicht zu fotografieren.

Skogafoss Wasserfall Regenbogen
Skogafoss Wasserfall mit blauem Himmel und Doppel-Regenbogen | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/125 Sekunde, ISO80 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Die massiven Ausmaße des Wasserfalls, mit seinen 60 Metern Höhe und 25 Metern in der Breite wird erst durch eine Referenz im Foto deutlich. Das Bild unterhalb entstand auf meiner ersten Island Reise mit Canon und zeigt den Regisseur Matthew Huntley vor dem mächtigen Skogarfoss stehen.

Skogafoss Wasserfall
Skogarfoss Wasserfall | Zum Bild

Einstellungen: F/5.6, 1/45 Sekunde, ISO100|Ausrüstung: Canon 5D MkII + Canon L 24-105mm IS + Polfilter

Nur ein kleines Stück weiter östlich gibt es auch hier einen lohnenswerten Abstecher, den ich erst Jahre später entdeckt habe. Gleich im nächsten Tal gibt es einen weiteren Wasserfall zu bestaunen. Über ein Stück Privatgelände gelangst du zum Kvernufoss, bei dem dich ebenfalls ein kleiner Pfad bis hinter den Wasserfall führt.

Dyrhólaey und Renisfjara

Das Kap Dyrhólaey liegt in der Nähe von Vík í Mýrdal, dem südlichsten Dorf Islands. Ungefähr weitere 30 Kilometer Richtung Osten vom Skógafoss, zweigt die Straße 218 von der Ringstraße ab und führt direkt auf das Plateau und hoch zum Parkplatz. Die Aussicht über die Klippen und den schwarzen Strand ist einfach fantastisch! Nicht umsonst habe ich das Bild unterhalb „Nordisches Paradies“ genannt. Das absolute i-Tüpfelchen an dieser Location ist, dass dort in den Sommermonaten die bunten Papageientaucher nisten und einem buchstäblich um den Kopf schwirren.

Nordisches Paradis
Steile Klippen und ein schwarzer Strand zum Sonnenuntergang in Island | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/6 Sekunde, ISO200 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Nur ein paar Kilometer weiter die Ringstraße entlang liegt der berühmte Reynisfjara. Der Strand ist mittlerweile weltweit auch als der „Black Sand Beach“ bekannt. Neben den imposanten Reynisdrangar Basalt-Säulen, stehen dort ein paar interessante Felsformationen im Wasser, die an versteinerte Trolle erinnern. Davon abgesehen finde ich den Strand allerdings fotografisch nicht sehr interessant. Durch besondere geografische Gegebenheiten können sich die Wellen dort plötzlich sehr hoch auftürmen und haben schon Touristen vom Strand spurlos verschwinden lassen.

Ab ins Hochland – die Landmannalaugar Berge

Die Vulkanregion Landmannalaugar mit ihren bunten Ryholitbergen und Thermalquellen liegt im südlichen Hochland der Insel. Du erreichst sie entweder zu Fuß über den Fernwanderweg Laugavegur oder mit dem Auto über die F225 bzw. die F208. Der Trekkingweg führt auf 54 km vom spektakulären Naturschutzgebiet Þórsmörk auf mehreren Tagesetappen und entlang wilder Landschaften bis Landmannalaugar. Mit dem Auto dauert es hingegen nur ein paar Stunden. Je nachdem, wie viele Zwischenstopps du zum Fotografieren einlegst und wie der Zustand der Straßen und Flüsse ist. Wenn du die F208 von Norden aus nimmst, hast du gar keine Flussquerungen mit dem Auto. Dafür ist diese Route landschaftlich weniger reizvoll, finde ich.

Berge Landmannalaugar Island
Die Aussicht vom Gipfel des Blahnukur (~945m) in Landmannalaugar | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/40 Sekunde, ISO64, EV-0,33 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 24-70mm + Polfilter

Das Foto oberhalb zeigt diese malerische Landschaft vom Gipfel des Bláhnúkur (~945 m) aus in Blickrichtung des Tals Brandsgil und dem Gipfel des Hábarmur (1199 m) in Landmannalaugar. Vom großen Parkplatz aus ist die Wanderung ausgeschildert. Es führt auch nur ein Weg dort hoch und der ist kaum zu übersehen. Der Aufstieg dauert ungefähr eine Stunde und lohnt sich unbedingt. Diese Aussicht und der atemberaubende 360° Grad Rundum-Blick sind alle Mühen wert.

Fjaðrárgljúfur Schlucht

Auf dem Weg Richtung Osten gibt es ein weiteres Highlight an der Ringstraße 1. Die Schlucht mit dem unaussprechlichen Namen Fjaðrárgljúfur ist einen Zwischenstopp und den Abstecher mit einer kleinen Wanderung absolut wert.

Fjaðrárgljúfur Schlucht in Island
Fjaðrárgljúfur Schlucht in Island | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/20 Sekunde, ISO64, EV-1 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Der Abzweig von der Ringstraße führt etwa 8 Kilometer von Kirkjubæjarklaustur entfernt auf die Straße 206. Vom Parkplatz am Eingang der Schlucht aus führt ein kleiner Weg gemächlich auf die bis zu 100 Meter hohen Moos-bewachsenen Klippen des Canyons, wo sich dir dann der Ausblick wie im Foto oberhalb präsentiert.

Skaftafellsjökull und Svínafellsjökull Gletscher

Ein ganzes Stück weiter östlich auf der Straße 1, im Südosten Islands, gibt es einige massive Gletscher zu bestaunen. Die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull auf dem Bild unterhalb ist z.B. rund 10 Kilometer lang und knapp 2,5 Kilometer breit und entspringt dem riesigen Vatnajökull Gletscher. Fotografisch finde ich es am besten, diese riesigen Gletscher aus der Vogelperspektive zu präsentieren.

Skaftafellsjökull Gletscher
Skaftafellsjökull Gletscher in Island aus der Luft | Zum Bild

Technische Daten: F/5.6 | 1/320 Sekunde | ISO 100 Ausrüstung: DJI Phantom 4 Pro+ & Polfilter für die Drohne

Alternativ führt auch ein Wanderweg, hier links im Bild, den Berg ein Stück hinauf zu einem Aussichtspunkt. Vom Parkplatz aus führt ein weiterer Pfad zum 20 Meter hohen Svartifoss Wasserfall, der von beeindruckenden hexagonalen Basaltsäulen umgeben ist. Ein fotografisch lohnenswerter Abstecher.

Der Svínafellsjökull Gletscher befindet sich nur ein paar Kilometer vom Skaftafellsjökull entfernt. Sie liegen praktisch fast nebeneinander an der Ringstraße. Auch hier sind es nur wenige Meter vom Parkplatz zum Gletschersee und der Gletscherzunge.

Svínafellsjökull Gletscher
Svínafellsjökull Gletscher in Island aus der Luft | Zum Bild

Technische Daten: F/5.6 | 1/240 Sekunde | ISO 100 Ausrüstung: DJI Phantom 4 Pro+ & Polfilter für die Drohne

Die Luftaufnahme oberhalb zeigt die massive Gletscherzunge, den Berg Hrútsfjallstindar (1773 m) und die grünen Hügel an den Seiten im Licht der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang.

Fjallsárlón und Jökulsárlón Gletscherbucht

Entlang der Ringstraße, weiter in Richtung des Ortes Höfn, befinden sich die beiden sehr imposanten Gletscherbuchten Fjallsárlón und die noch größere Jökulsárlón. Wenn du das erste Mal dort bist und vom Parkplatz über den Hügel gehst und die Bucht zum ersten Mal siehst, wird dir der Mund offen stehen. So ging es mir jedenfalls. Die schiere Größe und die Ausmaße des Eises, der Bucht und der Berge sind einfach gewaltig.

Fjallsarlon Gletscher Bucht
Fjallsarlon Gletscher Bucht in Island zum Sonnenuntergang | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/30 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Die Jökulsárlón Gletscherbucht liegt gleich nebenan und ist noch einmal um einiges größer und beeindruckt mit der unglaublichen Eismasse des Vatnajökull im Hintergrund. Ein wahrer Augenöffner! Die Bucht hat einen direkten Zugang zum Meer, wohin die Eisberge bei Ebbe abfließen und dann bei Flut wieder an die umliegenden Strandabschnitte angespült werden.

Jökulsarlon Gletscherbucht
Jökulsarlon Gletscherbucht in Island zum Sonnenuntergang | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/10 Sekunde, ISO100 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 24-120mm + Polfilter + Stativ

Ein Abstecher auf die andere Seite der Straße, zum sogenannten Diamond Beach, ist daher quasi ein Muss. Dort liegen teilweise riesige Eisbrocken am schwarzen Strand und werden durch die Brandung im Wasser herumgewirbelt.

Vestrahorn

Das bekannte Bergmassiv Vestrahorn befindet sich ungefähr 15 km südöstlich der Stadt Höfn. Der höchste Berg der Kette ist der Klifatindur mit 889 Metern. Einen schönen Blick auf die markanten Berge, etwa wie im Foto unterhalb, hast du von der kleinen Halbinsel und dem Strand Stokksnes aus. Mit etwas Glück kannst du an einem windstillen Tag sogar eine schöne Spiegelung der Berge im Wasser der flachen Bucht fotografieren. Als das Foto unterhalb entstand, war es relativ windig, daher auch die 400er ISO bei den Einstellungen.

Vestrahorn Sonnenuntergang
Vestrahorn zum Sonnenuntergang | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/50 Sekunde, ISO400 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

An dieser Stelle machen wir geografisch einen Sprung in den Norden der Insel. Für die ~350 Kilometer von Höfn nach Mývatn brauchst du ungefähr fünf Stunden mit dem Auto auf der Ringstraße.

Goðafoss und Dettifoss Wasserfall

Der berühmte Goðafoss im Norden der Insel ist ungefähr 11 Meter hoch und misst 158 Meter in der Breite. Auch er liegt unweit der Ringstraße bei Fossholl. Der Name „Wasserfall der Götter“ entstand der Sage nach im Jahr 1000 n. Chr., als die die letzten heidnischen Götterbilder (zugunsten des Christentums) von den Isländern dort in den Fluss geworfen wurden.

Wasserfall der Götter
Sonnenuntergang am Wasserfall der Götter im Norden von Island | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 0.6 Sekunden, ISO100 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter + Stativ

Der riesige Dettifoss liegt ausnahmsweise nicht direkt an der Straße 1. Der Weg zum Wasserfall führt von der Ringstraße aus über ca. 30 km Schotterpiste, entweder über die 862 an die Westseite oder über die 864 an die Ostseite des Flusses. Ich habe beide Orte besucht und würde aus fotografischer Sicht auf jeden Fall die Westseite (Foto unterhalb) empfehlen.

Dettifoss in Island
Dettifoss in Island | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/4 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Der Name Dettifoss bedeutet soviel wie „stürzender Wasserfall“. Und der Name ist Programm, wie das Foto oberhalb ganz gut zeigt, denke ich. Die Kombination aus Wasservolumen und der Fallhöhe (~ 44 m) machen ihn zum gewaltigsten Wasserfall in Europa. Hast du schon das Paar gesehen, dass dort links am Rand sitzt? Durch die Beiden bekommst du einen ganz guten Eindruck von der Größe des Wasserfalls. Nicht umsonst hat Ridley Scott diesen Ort für die Anfangsszene im Alien-Film „Prometheus – Dunkle Zeichen“ ausgesucht.

Kirkjufellfoss

Der pyramiden-förmige Kirkjufell ist der wohl meist fotografierte Berg Islands. Nicht ohne Grund. Er liegt im Westen der Insel, in der Nähe von Grundarfjörður. Es gibt einen kleinen Parkplatz direkt an der Straße. Der Weg zum Fluss und dem Wasserfall dauert nur ca. 10 Minuten und ist einfach zu gehen.

Kirkjufellfoss
Kirkjufellfoss | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/13 Sekunde, ISO31, EV+0,66 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter + Stativ

In den Sommermonaten ist es recht schwierig dort in Ruhe zu fotografieren, weil praktisch immer Leute herumwuseln. An diesem Morgen im September waren wir fast alleine dort, da es geregnet hatte und der Himmel dann ganz plötzlich und unerwarteterweise aufzog. Ganz links im Bild siehst du auch noch einen kleinen Regenbogen. Mit diesem schönen Berg und lohnenden Fotomotiv endet die kleine Rundreise um Island.

💡 Hinweis: Spätestens wenn du all diese Locations fotografiert hast, solltest du ein Backup deiner Fotos erstellen. Wie und womit das auch unterwegs schon geht, stelle ich dir im Artikel Datensicherung für Fotografen vor.

Bonus Locations und Tipps

Die folgenden Fotomotive und Tipps sind nicht unbedingt an einen bestimmten Ort geknüpft. Es geht viel mehr um die Umsetzung von Ideen und den fotografischen Möglichkeiten, die dir Island bieten kann.

Island auf der Luft fotografieren

Ich bin ein großer Freund von Luftaufnahmen und dem Fliegen. Mit der Drohnenfotografie kann ich mir diesen Traum schon zu einem gewissen Teil erfüllen und selbstständig und autark Fotos aus der Luft mit frischen Perspektiven aufnehmen. Noch besser wäre nur noch ein eigenes kleines Buschflugzeug.

Nordurbarmur
Ein malerischer Gletscherfluss und Berge aus der Luft fotografiert | Zum Bild

Technische Daten: F/5.6 | 1/400 Sekunde | ISO 100 | EV-0,66 Ausrüstung: DJI Phantom 4 Pro+ & Polfilter für die Drohne

🔎 Bonus: Einen ausführlichen Ratgeber und Guide zur Drohnenfotografie findest du im verlinkten Artikel.

Island bietet ausreichend Platz und unzählige Motive für die Fotografie aus der Luft. Sehr bekannt sind die abstrakten Gletscherflüsse als Top-Down-Shot von oben. Von Reykjavik aus werden unterschiedliche Rundflüge angeboten. Diese sind wirklich großartig und lohnen sich auch, sind allerdings nicht ganz billig. Mit der eigenen Drohne bist du zudem unabhängiger und flexibler, kannst aber nicht so hoch hinaus wie mit dem Flugzeug. So oder so, Bilder aus der Vogelperspektive aufzunehmen solltest du auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

⚠️ Achtung: An vielen bekannten Sehenswürdigkeiten (z.B. Seljalandsfoss, Skogarfoss) ist das Fliegen mit der Drohne bereits verboten.

Nordlichter (Aurora Borealis)

Wer träumt nicht davon, einmal im Leben Nordlichter zu sehen. In Island stehen die Chancen zwischen September und März ganz gut. Der Nachthimmel sollte nur zum großen Teil wolkenfrei sein und du musst dich bis nach Sonnenuntergang gedulden. Erst wenn es richtig dunkel ist, kannst du Aurora Borealis vom Nachthimmel fallen sehen.

Nordlichter in Island
Nordlichter (oder Aurora Borealis) fallen vom nächtlichen Himmel | Zum Bild

Einstellungen: F/2.8, 15 Sekunden, ISO800 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Stativ

💡 Tipp: Welche Einstellungen an der Kamera ich fast immer benutze und warum, erfährst du im Artikel Kameraeinstellungen für Landschaftsfotografie

Es ist etwas sehr Magisches, diese tanzenden Walküren, wie die Wikinger die Nordlichter beschrieben, am klaren Nachthimmel zu sehen und zu fotografieren. Ideal ist es, wenn du dir im Vorfeld einen hellen, spiegelnden oder Schnee-bedeckten Vordergrund für das Foto gesucht hast. Dann heißt es Blende auf, ISO hoch, Fernauslöser drücken und staunen!

Walbeobachtungen

Walbeobachtungs Touren werden an unterschiedlichen Stellen der Küste rund um Island angeboten. Die beste Erfahrung hatte ich bisher im September in Husavik, ganz im Norden der Insel. Dort bietet zum Beispiel Gentle Giants mehrstündige Touren an und gibt (je nach Jahreszeit) sogar eine Walsichtungs-Garantie.

Walsafari Island Husavik
Walsafari in Islands Norden nahe Husavik

Wenn du see-tauglich bist und dir das stundenlange Geschaukel der kleinen Boote nicht aufs Gemüt schlägt, kann ich so eine Tour nur empfehlen. Ein schönes kleines Abenteuer. Wenn dann plötzlich so ein Gigant neben dem kleinen Boot auftaucht, hat das schon etwas Magisches. Ein Erlebnis, was du so schnell nicht vergessen wirst.

Hauptstadt Reykjavik

Für die meisten von uns steht bei einer Islandreise wohl das Entdecken, Bestaunen und Fotografieren der wilden Landschaft im Vordergrund. Ein Besuch in der Hauptstadt Reykjavik bietet dafür mit seinen bunten Häusern und mugeligen Cafés etwas Abwechslung im Landschaftsfotografen-Alltag. Vom Hafen aus starten zudem einige Anbieter, wie das Familienunternehmen Elding, Touren zu Walbeobachtungen in die Bucht von Reykjavik.

Reykjavik Island
Reykjavik die Hauptstadt Islands

Ein Tagesausflug zur Hauptstadt der Insel lässt sich obendrein gut mit einem Wellness-Besuch in der nahe gelegenen Blauen Lagune (Bláa Lónið) abrunden. Aber Achtung, das kannst du nicht spontan entscheiden, sondern musst das Ticket dafür schon vorher online kaufen.

Der perfekte Tag in Island

Bevor es an die Planung deines Island Urlaubs geht, möchte ich dir kurz von einem meiner schönsten und erlebnisreichsten Tage erzählen. Als Landschaftsfotograf und Reisender hatte ich im Norden der Insel wohl einer der abwechslungsreichsten Tage meiner bisherigen Fotoreisen.

Am Anfang des besagten Tages sind wir wie üblich aufgewacht. Das ist ja erstmal nichts Besonderes, aber anders als bei vielen meinen sonstigen Fototouren geschah das in einem gemütlichen Hotelzimmer und nicht auf der ISO Matte. Und anders als sonst gab es keinen Instantkaffee vom Gaskocher, sondern ein reichhaltiges und leckeres Frühstücksbuffet. Soweit so gut. Gegen Mittag kamen wir dann im Hafen von Husavik, ganz im Norden von Island an. Allein diese frische, fast süße Luft dort oben im hohen Norden der Insel ist einen Besucht wert. Wir waren allerdings dort, um auf einem Walbeobachtungsboot mitzufahren. Die Tour ging mehrere Stunden, aber die Zeit ist bei all den Erlebnissen und Eindrücken einfach so verflogen. Wir hatten unglaubliches Glück und haben mehrere Buckelwale gesehen und fotografiert. Direkt im Anschluss gab es leckere Fish und Chips am Hafen.

4x4 Jeep in Island
Auf Fototour in Island mit einem 4×4 Jeep | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/30 Sekunde, ISO200, EV-0,66 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Frisch gestärkt sind wir dann in aller Ruhe ein bisschen die Küste entlang gefahren und haben hier und da einfach die Luft und die Aussicht genossen. Gegen Abend ging es ganz gemütlich weiter zum ca. 50 km entfernten Wasserfall der Götter (dem Goðafoss). Der Plan war, dort den Sonnenuntergang zu fotografieren. Und wie sollte es an so einem perfekten Tag anders sein, der Himmel zog rechtzeitig auf und es gab tatsächlich einen farbenfrohen Sonnenuntergang über dem Wasserfall! Ich konnte mein Glück zu diesem Zeitpunkt schon kaum noch fassen, aber es sollte noch besser kommen.

📷 Bonus: Viele Tipps und Tricks für spannende Bilder, neue Ideen und Inspiration findest du in meinem Artikel 10 Tipps für kreative Landschaftsfotos.

Auf dem Weg Richtung Hotel sahen wir im immer dunkler werdenden Himmel dann schon, wie sich langsam wieder Nordlichter bildeten und anfingen am Himmel zu tanzen. Da ich gar nicht damit gerechnet hatte und ad-hoc keinen passenden Vordergrund gefunden habe, sind wir erstmal zum Hotel zurückgefahren. Ich bin dann dort noch eine Weile rumgestromert, habe die tanzende Aurora genossen und quasi nebenbei fotografiert.

Eine ganze Weile stand ich noch alleine draußen und habe mit einem Lächeln im Gesicht in den Nachthimmel geguckt. Wale, Sonnenuntergang am Wasserfall und Nordlichter. Mehr Eindrücke an einem Tag gehen einfach nicht! Ein perfekter Tag.

Planung einer Foto-Tour durch Island

Anhand der obigen Liste und mithilfe eines guten Island Reiseführers kannst du dir deine eigene Traum-Tour für einen Islandurlaub zusammenstellen. Das alles in eine einzige Reise zu packen wird zeitlich aber schon sehr sportlich. Ich habe die obigen Orte auch über mehrere Jahre und Reisen hinweg erkundet und besucht. Es ist besser, sich nicht zu viel vorzunehmen, sondern auch Puffer für Schlechtwettertage einzuplanen. Besonders wenn du gute Landschaftsfotos erstellen willst, musst du dir Zeit für die Orte nehmen und nicht nur eine ToDo Liste abhaken und kurze Stippvisiten und ungeplante Schnappschüsse mitnehmen.

🔎 Tipp: Falls du deine Reisefotos später verkaufen oder lizenzieren möchtest, kannst du in meinem ausführlichen Guide Fotos online verkaufen schon mal vorab nachlesen, worauf du beim Fotografieren achten musst.

Anreise mit dem Flugzeug oder der Fähre

Die Anreise für eine Islandtour ist relativ unspektakulär. Mit dem Flugzeug gibt es Direktverbindungen z.B. von Berlin nach Reykjavik, die nur knapp 3,5 Stunden dauern. Die Flugzeit ist damit um ca. 1 Stunde kürzer als ein Flug auf die Kanarischen Inseln. Island ist also gar nicht so weit entfernt, wie die meisten immer denken.

Anreise Island
Anreise Island

Alternativ kannst du auch mit der Smiryl-Line Fähre von Dänemark über die Färöer Inseln nach Island fahren. Auf dieser Fähre wurden übrigens schon einige Island-Krimis und die Serie „Trapped – Gefangen in Island“ gedreht. Die Überfahrt mit dem Schiff dauert je nach Wetter ungefähr 2,5 Tage. Falls du keinen Mietwagen, sondern deinen eigenen Geländewagen oder Camper mit ins Hochland nehmen willst, ist das wahrscheinlich die richtige Anreisevariante für dich.

Die beste Jahreszeit

Die EINE beste Jahreszeit für eine Reise und das Fotografieren in Island ist schlecht zu pauschalisieren. Es kommt darauf an, was du vorhast bzw. was du vorrangig sehen und erleben willst. Wenn du z.B. unbedingt Nordlichter fotografieren oder bei Gletschertouren mitmachen willst, ist die beste Zeit zwischen Oktober und März, also eher im Winter. Wenn du mit dem Auto ins Hochland willst, sollten die Hochlandstraßen passierbar sein. Das ist meistens zwischen Anfang Juli bis Ende September der Fall. Eisberge gibt es hingegen zu jeder Jahreszeit.

Jökulsárlón Eis Strand
Über zwei Meter große Eisberge am schwarzen Vulkanstrand (Diamond Beach) | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/100 Sekunde, ISO100 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter

Für mich persönlich ist Ende August, Anfang September die beste Zeit für einen Island Besuch. Die F-Straßen sind mit großer Wahrscheinlichkeit alle offen, die Papageientaucher sind noch an den Küsten, Walbeobachtungen (z.B. Buckelwale) sind möglich und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit in der Nacht Nordlichter zu sehen. Obendrein sind zu dieser Jahreszeit auch die Zeiten für den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang relativ human und mit einem „normalen“ Tagesablauf halbwegs vereinbar.

Zur Zeit der Mitternachtssonne im Juni ist es fast die ganze Nacht über hell und es herrscht stundenlang dieses magische Licht der goldenen Stunde. Da kommt man als Fotograf kaum zum Schlafen. Durch Schnee und Schmelzwasser kann es zudem im Juni durchaus noch sein, dass ein Großteil des Hochlands gesperrt ist.

Wetter, Straßen und (Nord-)Licht

Das Wetter kann in Island sehr schnell umschlagen, es kann Sand- und Schneestürme sowie ergiebige Regenschauer geben, heißt es oft. All das habe ich allerdings auf meinen Reisen dorthin noch nie erlebt. Die Vorhersage vom isländischen Wetterdienst traf fast immer zu und ist sehr verlässlich. Für die Tagesplanung vor Ort ist es am besten immer nur ein oder zwei Tage im Voraus zu gucken, wie das Wetter werden soll und dann die Bereiche anzufahren, wo es passt.

Hochlandstrassen Island
Aktueller Status der Hochlandstrassen in Island | Zur Webseite

Für das Straßensystem hat Island eine eigene Webseite, die den Status der einzelnen Straßen anzeigt. Auf der Seite gibt es auch viele Webcams, die über die ganze Insel verteilt sind. So kannst du dir vor der Fahrt schon ein Bild vom Zustand der Straße und dem Wetter vor Ort machen. (Tipp: Auf einer der Webcams siehst du im Hintergrund sogar den bekannten Seljalandsfoss Wasserfall.)

Wichtige Links für die Planung: Wetter | Aurora Vorhersage & Nordlichter Kp-Index | Status der F-Strassen

Auch für die Sichtbarkeit der Nordlichter gibt es eine Art Vorhersage. Diese basiert auf der Sonnenaktivität und wird mit dem sogenannten Kp-Index angegeben. Je höher der Wert, umso wahrscheinlicher und intensiver sind die tanzenden Nordlichter am Nachthimmel.

Wetterplanung Island
Foto-Planung in Island mit Photographers Ephemeris

Um für die Planung eines Fotos genau zu wissen, wann die Sonne wo am Himmel steht, benutze ich die Software The Photographers Ephemeris. Wenn du dich mit deiner Email Adresse registrierst, kannst du das Programm am PC/Laptop kostenlos nutzen. Der Screenshot oben zeigt zum Beispiel, dass die Sonne zum Sonnenuntergang am 05. September um 20:18 Uhr abends untergeht und dabei genau in den Seljalandsfoss Wasserfalls hineinscheint, so wie du es oben auf dem Foto des Wasserfalls siehst. Damit kannst du ziemlich gut planen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Übernachtungsmöglichkeiten

Island bietet ein breit gefächertes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Bandbreite reicht vom einfachen Zelt bis zum Luxusappartement. Die für mich verrückteste Variante, die ich bisher in Island gesehen habe, kam allerdings aus Deutschland. Und zwar das Rotel. Ein großer roter Reisebus mit Schlafkabinen für seine Gäste. Das rollende Hotel ist ein Reiseunternehmen aus Tittling und veranstaltet mit diesen Bussen weltweit Abenteuerreisen.

Rotel Tours in Island
Rotel Tours das rollende Hotel in Island | Zur Webseite

Hotels, Apartments und Bungalows

Etwas mehr Privatsphäre und Raum zum Bewegen bietet dagegen die auf Island üblichen Hotelzimmer, Apartments und Bungalows. Sie gibt es in allen Preisklassen und Größen. In den vergangenen zehn Jahren hat der Tourismus auf Island allerdings dermaßen zugenommen, dass die Isländer gar nicht mit dem Bauen neuer Unterkünfte hinterherkamen. Daher kann es zur Hauptsaison im Sommer schon einmal sein, dass du kurzfristig keine Unterkunft mehr bekommst. Mit einer langfristigen Planung bist du da auf der sicheren Seite und sparst obendrein noch Geld.

Camping Jeeps oder Wohnmobile

Neben den normalen Mietwagen kannst du auf Island auch ausgebaute Jeeps oder Wohnmobile mieten und als Unterkunft benutzen. Achte darauf, dass auf jeden Fall eine Heizung verbaut ist. Nachts kann es nämlich zu jeder Jahreszeit ziemlich kalt im Auto werden.

Tipp: Wenn du Flüge und ein Auto oder die Flüge und ein Hotel oder Bungalow zusammen als Pauschalreise buchst, kannst du unter Umständen Kosten sparen und bist zudem besser abgesichert und musst dich, z.B. im Falle eine Pandemie, nicht selbst um alle Stornierungen und Umbuchungen kümmern.

Mietwagen in Island
Mit dem 4×4 Jeep im Hochland von Island

Solche ausgebauten Jeeps und Wohnmobile gibt es zum Beispiel bei GoCampers.is oder HappyCampers.is. Für meine nächste Soloreise nach Island habe ich mir schon den umgebauten und Gelände fähigen 4×4 Camper-Jeep mit Schlafcouch, Kochmöglichkeit und Heizung ausgeguckt. Mit ungefähr 180 EUR pro Tag ist der allerdings recht teuer, wie allerdings fast alles in Island.

Offene Hütten und wildes Camping

Deutlich preiswerter hingegen ist das wilde Campen oder das Übernachten in offenen Hütten. Wie dir vielleicht schon aus anderen nordischen Ländern, wie Norwegen oder Schweden bekannt ist, gibt es das Jedermannsrecht in Island. Das bedeutet, dass du zumindest für eine Nacht dein Zelt ausschlagen und übernachten darfst, wo du willst. Solange du dabei niemanden störst, respektvoll mit der Natur umgehst und keine Spuren oder gar Müll hinterlässt.

Zelten in Island
Zelten in Island

Das ist zumindest die Theorie. Tatsächlich stört es mittlerweile viele Isländer, wenn Zelte oder auch Mini-Camper einfach irgendwo wild oder sogar auf Privatgrund über Nacht aufgestellt werden. Denn mit den steigenden Touristenzahlen der letzten Jahre stieg leider auch der hinterlassene Müll. Damit sind nicht nur Plastikabfälle gemeint, sondern vor allem der sogenannte „Human Waste“, also allzu menschliche Hinterlassenschaften. Wenn du dir offizielle Zeltplätze für deine Wander- oder Trekkingtouren raussuchst, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Preise in Island

Bei der Planung einer Reise nach Island solltest du unbedingt die Preise im Hinterkopf behalten. Dort ist für uns Deutsche, Österreicher und eventuell auch einige Schweizer einfach alles sehr teuer. Es kostet also nicht nur die Anreise und die Übernachtung mehr, sondern auch alle anfallenden Nebenkosten wie Abendessen, Sprit oder Souvenirs.

Der reine Lebensmitteleinkauf im Supermarkt ist noch zu verkraften, aber überall wo menschliche Serviceleistung in irgendeiner Art involviert ist, steigen die Preise extrem. So ist z.B. der Kapitalbedarf für eine einfache Pizza Margarita (~40 €) in der Hauptstadt Reykjavik nicht zu unterschätzen.

Bezahlen in Island

Die gängigste und einfachste Art in Island zu bezahlen ist mit der Kreditkarte (mit Pin). Was das angeht, ist die Infrastruktur in Island, wie auch in anderen nordischen Ländern wie Norwegen und Schweden sehr fortschrittlich. Selbst auf kleinen und vermeintlich entlegenen Campingplätzen kannst du problemlos mit der Karte bezahlen.

Alkohol und Tabak

Die sogenannten Genussmittel Alkohol und Tabak sind auf Island besonders teuer. Alkohol gibt es nur in den Vínbúðin, den staatlichen Alkoholläden und das auch zu sehr beschränkten Uhrzeiten. Meistens zwischen 11 Uhr vormittags und 15 Uhr am Nachmittag. Du kannst dort also nicht nachts um halb drei angetrunken zur Tanke torkeln und für ein paar Euro Nachschub holen.

Vatnajoekull Gletscher
Die Ringsstrasse 1 in Island führt den Blick direkt auf den Vatnajökull Gletscher | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/60 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 24-120mm + Polfilter

Für ein Six-Pack isländisches Bier haben wir schon mal umgerechnet um die 50 Euro bezahlt. Da hält es sich mit dem Genuss in Grenzen. Am besten du kaufst deine Genussmittel (auch Tabak) für deinen Aufenthalt schon auf dem Flughafen. Bei Bedarf findest du eine Übersicht der Läden auf der Insel auf der offiziellen Seite der Vinbudin.

Ausrüstung für eine Island Reise

Bei einem Blick auf den Globus oder die Karte liegt Island zwar sehr weit im Norden, aber durch den Golfstrom ist das Klima weniger rau und kalt, als die meisten vermuten. Deswegen ist auch bei der Ausrüstung im Allgemeinen nicht besonders viel zu beachten. Es kommt natürlich darauf an, was du dort vorhast.

Fotoausrüstung

Auf dem Bild unten siehst du meine gesamte Fotoausrüstung, die ich auf meine Foto-Touren und Expeditionen mitnehme. Hauptsächlich sind das die beste Kamera für Landschaftsfotografie und die dazu passenden Objektive (von 14mm bis 300mm) und natürlich ein stabiles Stativ. Der Polfilter und ein paar neutrale Graufilter sind ebenso immer dabei.

Je nachdem, was für eine Tour es ist, transportiere ich die Ausrüstung dann in einem speziellen Fotorucksack oder in einer ICU (internal Camera Unit) in einem großen Wanderrucksack.

Kamera Ausrüstung Landschaftsfotografie
Meine gesamte Kamera Ausrüstung für Landschaftsfotografie

💡 Hinweis: Nicht nur die Ausrüstung ist wichtig, eine durchdachte und gelungene Bildkomposition ist der Hebel, um deine Fotografie kostenlos auf ein völlig neues Niveau zu heben.

Eine kleine Kamera (Sony RX100M7) für die Dokumentation der Reise in Bildern und (4K) Videos ist dabei. Die Drohne ist seit ein paar Jahren ebenfalls fester Bestandteil der Ausrüstung und darf in Island definitiv nicht fehlen. Es ist aber nichts davon wirklich Island spezifisch. Für Nordlichtaufnahmen solltest du auf jeden Fall ein Weitwinkel Objektiv mit großer Offenblende und natürlich ein Stativ mitnehmen.

Auf solche großen (und teuren) Touren nehme ich zusätzlich immer einen Ersatzbody mit. Im Fall der Primärbody fällt aus irgendwelchen Gründen aus, kannst du so trotzdem mit den gleichen Objektiven und Zubehör weiter qualitativ hochwertige Bilder erstellen und am Ende mit nach Hause nehmen. Der Rest ist Kleinkram. Ein bis zwei Fernauslöser, Taschen- und Kopflampen, Reinigungsmittel für Kameras, Objektive und Filter, sowie ausreichend Ersatzakkus und Speicherkarten.

Die richtige Kleidung

Das Klima und das Wetter in Island sind meistens gar nicht so schlimm. Im Mittel sind es im Sommer auf Island ungefähr bei 12 bis 15 Grad Celsius. Es gibt aber natürlich Ausnahmen und durchaus auch extremes Wetter mit sehr viel Wind. Du solltest auf jeden Fall warme, aber vor allem winddichte und wasserabweisende Kleidung sowie feste Schuhe einpacken.

Kleidung in Island
Kleidung in Island – achte auf Wind- und Wasserabweisende Kleidung

Ein ausgeprägtes und gesundes Modebewusstsein in allen Ehren, aber wenn du mit Rock und Stöckelschuhen auf den glitschigen Felsen am Gullfoss Wasserfall rumkraxelst, machst du in meinen Augen definitiv was falsch. Da sollte deine persönliche Sicherheit vor dem Instagram Selfie stehen. Da ja aber bei uns hierzulande viele Leute (unnötigerweise) schon beim Gassi gehen mit dem Hund 5-in-1 Kombinationsjacken und andere teure Outdoor Kleidung tragen, mache ich mir da um die deutschsprachigen Touristen allerdings weniger Sorgen.

Mietwagen für das Hochland (4×4 Geländewagen)

Die sogenannten F-Straßen in Island dürfen ausdrücklich nur mit einem Allrad Geländewagen befahren werden. Es sollte also irgendwo 4WD (Four-Wheel-Drive) oder 4×4 am Auto stehen, wenn du dorthin willst. Bei den meisten Mietwagen in Island ist es zudem üblich, dass auf der Beifahrerseite am Armaturenbrett ein großer unübersehbarer Aufkleber angebracht ist, der dir mitteilt, ob das Auto für die Hochlandstraßen geeignet ist oder nicht.

Achtung: Respektiere und achte die filigrane Natur im Hochland. Verlasse bitte nicht die Straßen, um abseits der regulären Wege wilde Sau zu spielen. Die Moose und Flechten brauchen bei dem arktischen Klima teilweise Jahrzehnte, um ein paar Zentimeter zu wachsen. Die Flussdurchquerungen machen außerdem schon genug Spaß und sind ein schöner Wachmacher!

Einfache Flussquerung auf der F225 in Island

Ob du die Versicherungen gegen Sandstürme, Steinschlag oder sonstige Eventualitäten abschließt, musst du selbst abschätzen. Die Wahrscheinlichkeit für diese Ereignisse ist stark abhängig von der Jahreszeit, wo du genau hin willst und was du mit dem Auto vorhast.

Die Flussdurchquerungen mit dem Auto auf den F-Straßen sind je nach Wasserstand nicht ungefährlich. Die meisten Touristen sind das Fahren in solchem Gelände schlichtweg nicht gewohnt und dementsprechend unerfahren. Dass das nicht immer gut geht, beweist der Fall des leider tödlich verunglückten Paars auf seiner Hochzeitsreise! Überprüfe also immer vor der Fahrt den Straßenzustand auf der isländischen Webseite road.is und entscheide dann vor Ort noch einmal genau, ob du dir die Furt fahrerisch auch wirklich zutraust.

Island Reisevideo

Als kleine Motivation und zur Einstimmung auf deinen nächsten Urlaub in Island abschließend noch ein kurzes Video einer zweiwöchigen Rundreise. Dabei ging es auf ca. 4000 Kilometern entlang der Ringstraße, einmal komplett um die Insel, mit vielen Abstechern mitten ins Hochland, an die großen Gletscher, die hohen Wasserfälle und die wilden Küsten.

Video einer meiner Island Reisen und Fototouren

Während einer solchen Tour, einmal komplett um die Insel, „erfährst“ du im wahrsten Sinne des Wortes, was es bedeutet, dass auf einer Fläche so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen nur etwa 350.000 Menschen wohnen. Dort gibt es einfach noch ausreichend Platz zum Atmen und Rumstromen. Das ganze Gegenteil zu meinem sonstigen Alltagsleben in Leipzig, mit ungefähr 500.000 anderen Menschen in einer Stadt, die gefühlt alle permanent um einen herumwuseln und Krach machen. Das ist einer der Gründe, warum es mich immer wieder in den hohen Norden zieht. Wenige Menschen, Ruhe und viel Platz. Dort gibt es einfach noch „room to roam“, wie man in Schottland so schön sagt.

Verpasse keine Beiträge mehr

Newsletter Box

Zusammenfassung und Fazit

Die Insel aus Feuer und Eis bietet weit mehr als Vulkane und Gletscher. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt, Farbenpracht und endlos viele Fotomotive und Abenteuer zu entdecken. Die unglaublich frische Luft und die unendliche Weite sind absolut berauschend für die Sinne! Viele Orte sind momentan noch frei zugänglich und bieten kostenlose Parkmöglichkeiten an. Durch den immer rasanter wachsenden Tourismus und der Menge der Besucher wird es aber bald zu Einschränkungen kommen. Besonders entlang des Golden Circle und der Ringstraße, wo teilweise sehr viele Besucher mit Bussen „ausgekippt“ werden, gibt es schon erste regulierende Maßnahmen. Das wilde Land wird also nicht mehr lange diese Freiheit für Jeden bieten können wie bisher. Daher kann ich meine nächste Islandreise auch kaum abwarten!

Straße in die Wildnis mit Ausblick auf Gletscher und Berge in Island
Straße in die Wildnis mit Ausblick auf Gletscher und Berge | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/30 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 24-120mm + Polfilter

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir ein ordentliches Maß an Inspiration sowie viele nützliche Informationen für das Fotografieren in Island und deinen nächsten Urlaub dorthin gegeben. Kennst du noch andere interessante Orte für eine Rundreise auf der Insel, die einen Besuch wert sind? Was sind deine Sehnsuchtsorte zum Fotografieren? Schreib es mir gern in den Kommentaren!

Weitere Artikel dieser Serie: Fotografieren im Harz | Fotografieren in der Sächsischen Schweiz
Noch mehr Islandfotos: Komplette Island Foto Galerie | ein paar „Behind the Scenes“ Fotos

Fotografieren in Island 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Stimmen, Im Schnitt: 5,00 von 5)

blankLoading...

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:
Kamera Icon Die beste Kamera für Landschaftsfotografie
Kamera Icon Objektive für Landschaftsfotografie
Kamera Icon Drohnenfotografie
Kamera Icon 10 Tipps für kreative Landschaftsfotos
Kamera Icon Fotos online verkaufen

Veröffentlicht von

Ich bin Dave und seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Landschafts- und Architekturfotograf. Meine Erfahrungen und mein über die Jahre zusammengetragenes Wissen in diesen Bereichen der Fotografie gebe ich gern hier auf diesen Seiten in den Rubriken Tutorials, Ausrüstung und Reisen an dich weiter. Um zukünftig keinen dieser Beiträge mehr zu verpassen, kannst Du einfach meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder den ebenso kostenlosen RSS Feed benutzen. Eine kleine Auswahl meiner Landschaftsfotos findest du hier in der Galerie und auf meiner persönlichen Foto Webseite.

Beteilige dich an der Unterhaltung

  1. blank
  2. blank
  3. blank
  4. blank

4 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Vielen Dank für die tollen Anregungen! Toller Beitrag!

  2. Hallo Dave,
    ich habe 2017 die übliche Rundreise auf Island im Rahmen einer geführten Tour (aber keine Fototour gemacht). Deine Angaben zur rechtzeitigen Buchung und den Bergstraßen (F-Straßen) sollte ich jeder beachten, der nach Island will.

    Ein paar Ergänzungen möchte ich machen.
    1. Der Godafoss ist ein toller und fotogener Wasserfall. Auf der linken Seite vom Parkplatz aus gibt es die Möglichkeit, den Wasserfall auch von unten zu fotografieren.
    Den Dettifoss fand ich nur mächtig und langweilig. Aber das ist Ansichtssache.
    Den Seljalandsfoss bitte zuerst rechtsherum anvisieren. Dann geht man die nassen und glitschigen
    Steine zum Aussichtspunkt hinauf und nicht hinunter.
    2. Ich habe den ganzen Bereich um den Myvatn-See in Deiner Auflistung vermisst. Ein tolles Gebiet mit den erloschenen Vulkanen, den Fumerolen und heißen Quellen, der grünen Lagune (herrlich entspannend), der Eurasisch-Amerikanischen Erdspalte und den Besonderheiten des Sees.
    3. Die Halbinsel im Norden (mit Hvammstangi als Hauport) ist wirklich sehenswert. Zu Beginn gibt es einen der schönsten Schafpferche auf Island, später der bekannte Robbenplatz (wo sich auch gerne Eiderenten) aufhalten und zum Schluss den bekannten Felsen Hvítserkur als fotografischen Höhepunkt.

    So setzt jeder seine eigenen Schwerpunkte und Island bietet dazu (noch) vielfältige Möglichkeiten.

    Gruß Bernd

    1. Hallo Bernd,

      vielen Dank für deinen Kommentar! 2017 war ich auch auf Island, allerdings im Juli. Vielleicht sind wir ja unbewusst irgendwo aneinander vorbeigelaufen. 😉

      Deine Ergänzungen sind interessant. Die Perspektive links am Godafoss kenne ich auch. Es ist sehr imposant, dort quasi am Fuße des Wasserfalls zu stehen. Fotografisch fand ich die Perspektive aber nicht so überragend. Den Dettifoss hingegen fand ich persönlich sehr beeindruckend. Es gibt auch keine Absperrungen oder dergleichen, wovon man als Deutscher ja grundsätzlich ausgehen würde. Dadurch sind natürlich auch immer wieder andere Touristen möglichst nah an die Wasserkante herangegangen, was dann ein eindrucksvolles Fotomotiv ergibt. Der Tipp den Seljalandfoss rechtsherum anzugehen ist super! 🙂

      Mit der Region rund um Myvatn und der Halbinsel (inkl. Hvítserkur) hast du recht. Sie sind beides begehrte Motive und definitiv einen Besuch wert, wenn man eh schon auf der Insel und im Norden unterwegs ist – und die nötige Zeit noch übrig hat. Beim Myvatn hatte ich bisher immer das Pech, entweder in unglaublich nervige Insektenschwärme zu geraten oder dass das Wetter einfach nur grau und regnerisch war und nicht zum Fotografieren gepasst hat. (Die nervigen Insekten kann man je nach Jahreszeit natürlich umgehen.)

      Danke nochmal für deine Tipps und Anregungen und ein schönes Wochenende!

Kostenlosen Newsletter abonnieren!

Der Wanderer

Lass deine E-Mail da und werde Teil der Liga
der leidenschaftlichen Landschaftsfotografen!

Ich informiere bereits unzählige Landschaftsfotografen und Foto Enthusiasten regelmäßig über neue Beiträge. Werde auch du ein Teil davon!

Zum Newsletter!