Finde die richtige KameraausrĂŒstung fĂŒr Dich und deine BedĂŒrfnisse

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Wie wichtig ist die AusrĂŒstung heutzutage

Die richtige FotoausrĂŒstung, praktisch die Hardware des Fotografen, will einerseits wohl ĂŒberlegt und auf die eigenen BedĂŒrfnisse und den eigenen Stil abgestimmt sein, aber auf der anderen Seite kannst du heute mit fast jeder digitalen Spiegelreflex Kamera, teilweise sogar mit System- oder Kompaktkameras, Bilddateien mit guter bis sehr guter QualitĂ€t erstellen. Du solltest beim Kauf immer im Hinterkopf behalten, dass am Ende nicht die teure Kamera die guten Fotos macht, sondern der besonnene Fotograf. Passend dazu folgendes Zitat:


KĂŒchenchef in einem Restaurant: „Ihre Fotos gefallen mir – Sie haben bestimmt eine gute Kamera.“ Helmut Newton (nach dem Essen): „Das Essen war vorzĂŒglich – Sie haben bestimmt gute Töpfe.“

Helmut Newton, Fotograf

Nicht die Kamera macht die guten Fotos

Auf den einschlĂ€gigen Fotoseiten und diversen Foren im Internet, werde ich sehr oft gefragt, mit welcher Kombination aus Kamera, Linse, Stativ usw. Bild XY aufgenommen worden ist. Oft wollen die Fragenden am liebsten dazu den genauen Ort (am besten noch die Geo-Koordinaten) und die diversen Kameraeinstellungen wie Brennweite, ISO, Blende und Verschlusszeit wissen. Ein Bekannter deutscher Youtuber prĂ€gte diesbezĂŒglich den Satz „Sag mal Einstellungen Digger!“.

Die beste Kamera ist die, die du gerade dabei hast

In den meisten FĂ€llen ist es allerdings so, dass ein normales Landschafts- oder Architekturfoto mit fast jeder DSLR aufgenommen werden kann. Ausgenommen davon sind natĂŒrlich Aufnahmetechniken, die spezielles Equipment benötigen, wie beispielsweise Infrarotfotografie, extreme Langzeitbelichtungen (jenseits der 30 Sek.) oder einen durch eine geschlossene Blende (F/22) verursachten Sonnenstern.

Vollformat oder Crop (APS-C)

Ich persönlich bevorzuge keine spezielle Marke. Angefangen habe ich mit einer Nikon D80 (da war ich mÀchtig stolz drauf damals als Student, meine erste DSLR), dann bin ich nach ein paar Jahren auf eine gebrauchte Canon 5D inkl. Linsen von 17mm bis 400mm umgestiegen. Unter anderem deswegen, weil damals praktisch all meine Vorbilder in Sachen Landschaftsfotografen die Canon 5D benutzt haben und weil es eben eine Vollformatkamera war, wovon ich mir noch mehr BildqualitÀt versprach.

BildqualitÀt vs. Gewicht und Preis

Die großen Vollformatkameras haben allerdings auch einige Nachteile, weswegen ich sie nicht bedenkenlos jedem empfehlen kann. Zum einen haben sie meist ein deutlich höheres Gewicht, sind mit allem Zubehör signifikant teurer und um einiges schwieriger zu bedienen (z.B. weniger TiefenschĂ€rfe) als Kameras mit APS-C-Sensoren (oder Cropsensoren). Diese sind fĂŒr Einsteiger, die gerade wunderbare Welt der Fotografie fĂŒr sich entdecken, besser geeignet, weil sie eben im Umkehrschluss handlicher und kostengĂŒnstiger sind und heutzutage auch schon sehr gute QualitĂ€t liefern.

Die entscheidenden Faktoren

Neben der BildqualitÀt und der einfachen Bedienbarkeit sind die Kosten und der Tragekomfort auf langen Wanderungen meiner Meinung nach die entscheidendsten Faktoren bei der Wahl der Kamera.

Kamera AusrĂŒstung Landschaftsfotografie
Meine aktuelle Kamera AusrĂŒstung fĂŒr Landschaftsfotografie
Profi-AusrĂŒstung

Als Profi bei Auftragsarbeiten oder auch generell auf langen und teuren Reisen musst du z.B. einkalkulieren mindestens einen Backup Kamerabody dabei zu haben fĂŒr den Fall, dass der primĂ€re Body wĂ€hrend der Reise ausfĂ€llt. Dieser sollte dann natĂŒrlich kompatibel zum Rest der AusrĂŒstung sein, d.h. Batterien, Linsen, Stative, Filtersysteme, Kabelauslöser usw., damit du nicht komplett zwei oder mehr Systeme mitnehmen musst. Dementsprechend sind die Kosten fĂŒr eine Profi-AusrĂŒstung auch um ein vielfaches höher, als bei einer Einsteigerkamera inklusive dem benötigtem Zubehör.

Alternativen fĂŒr Einsteiger

Und genau aus diesen GrĂŒnden werde ich hier unter meiner persönlichen AusrĂŒstung auch Alternativen fĂŒr Einsteiger der drei gĂ€ngigsten Marken Nikon, Canon und Sony auflisten. Damit sollten die PrĂ€ferenzen der meisten abgedeckt und hoffentlich allen geholfen sein. Und falls nicht, stellt ruhig Fragen in den Kommentaren.

AnsprĂŒche Bildverlage

Noch eine Randnotiz, bevor es losgeht. Wenn du zukĂŒnftig Geld mit deinen Bildern verdienen willst und bei grĂ¶ĂŸeren Bildverlagen vorstellig wirst, bzw. dich dort bewirbst, lass dir gesagt sein, dass es dort dann doch auf die Anzahl der Megapixel ankommt und viele Agenturen eine Mindestanforderung von ca. 40MB pro unkomprimierter Datei bei 300dpi / 8 Bit (36MP entsprechen aber schon z.B. ca. 103MB) haben, Tendenz steigend.

Landschaftsfotografie AusrĂŒstung

Meine Kamera Empfehlung, die Nikon D850

Die Nikon D850: meine primĂ€re Kamera, quasi das Arbeitspferd, was die kalten Temperaturen der Arktis, Gletscherwasser und den massiven Dunst der IslĂ€ndischen WasserfĂ€lle, aber auch die Hitze, den Staub und feinkörnigen Sand einer heißen, trockenen WĂŒste vertragen muss und dabei noch die nötige QualitĂ€t auf den Sensor bringt um die Verlagseditoren glĂŒcklich zu machen.


Meine Objektiv Empfehlung, das Nikon Nikkor 14-24mm

Das Nikon Objektiv Nikkor 14-24mm ist mein absolutes Lieblingsobjektiv. FĂŒr mich ist es das universal „immer-drauf“ Objektiv fĂŒr Landschafts- und Archtiekturfotografen. Durch den extremen Weitwinkel bei 14mm auf Vollformat eignet es sich bestens fĂŒr weite Landschaftsaufnahmen und der sogenannten Nah-zu-Fern Bildkomposition. Es produziert sehr schöne Sonnensterne und ist durch die Blende F/2.8 auch fĂŒr Nachtaufnahmen und z.B. Nordlichter geeignet. Es gibt aber auch Nachteile wie den Preis, das hohe Gewicht und schwer zu bekommende und teure Polfiltersystem (montiert sieht es aus als hĂ€tte man eine SatellitenschĂŒssel an die Kamera geschraubt). Als letzten Punkt sei noch die absolut unglaubliche SchĂ€rfe, selbst bis an den Ă€ußersten Rand des Bildes, erwĂ€hnt. Wenn man sich das dann mal bei 100% Bildausschnitt anguckt, sieht man woher der hohe Preis kommt.

Nikon Nikkor 16-35mm

Als alternatives Ultra Weitwinkel Objektiv kann ich das Nikon AF-S Nikkor 16-35mm 1:4G ED VR empfehlen. Es ist billiger und leichter als das 14-24mm Nikkor, bietet aber ebenfalls eine immer noch hervorragende BildqualitĂ€t. Zudem hat es den Vorteil ein 77mm Filtergewinde zu haben, wodurch man einfacher einen Polfilter oder neutrale Graufilter montieren kann. Ein weiterer Vorteil gegenĂŒber dem 14-24mm ist, dass das Objektiv einen grĂ¶ĂŸeren Zoombereich hat und zudem bild-stabilisiert ist. Dadurch kann man auch mal eher aus der Hand fotografieren. Es ist weniger lichtstark, aber das spielt bei der Landschaftsfotografie, abgesehen von Nachtaufnahmen und Aurora-Fotografie, sowieso eher eine untergeordnete Rolle. Ich habe (fast unnötiger Weise) beide Objektive und entscheide je nach Tour, welches davon ich mitnehme.

Nikon Nikkor Objektiv 24-70mm

Das Objektiv Nikkor 24-70mm ist etwas universeller einsetzbar als das Ultraweitwinkel und knĂŒpft lĂŒckenlos an die Brennweite des 14-24mm an. Die BildqualitĂ€t ist besser als die des mit der D800er Reihe verkauftem Kit Objektivs Nikkor 24-120mm. DafĂŒr bekommt man den Bildstabilisator nur gegen einen Aufpreis. Es hat ebenfalls ein 77mm Filtergewinde, wodurch man die gleichen Filter wie fĂŒr das Nikkor 16-35mm benutzen kann.

Nikon Nikkor Linse 70-300mm

In meinem Fall schließt sich als Linse fĂŒr höhere Brennweiten das Nikkor 70-300mm an. FĂŒr ein Teleobjektiv ist es relativ leicht und hat dank des ED Glases eine gute BildqualitĂ€t und als Standard ist auch ein in diesem Brennweitenbereich nĂŒtzlicher Bildstabilisator an Bord. Da ich ĂŒber die Jahre festgestellt habe, dass ich nicht wirklich viel in den hohen Brennweiten fotografiere, ist diese Linse fĂŒr mich allerdings optional und ich nicht immer dabei.

Siriu_Stativ_T-2204XL

Ein wind-festes und stabiles Stativ, wie das Sirui T-2204XL Carbon Stativ, ist einfach unerlĂ€sslich, wenn auch das Gewicht beim Wandern manchmal anstrengend ist und ich es leider schon so manchen Berg am Ende umsonst hoch getragen habe. Aber es entschleunigt eben auch auf angenehme Weise den Bildgestaltungsprozess und bietet einem viel mehr gestalterische Möglichkeiten (z.B. Einsatz von Langzeitbelichtungsfiltern). Zu beachten ist neben einer ausreichenden StabilitĂ€t und Traglast das schon erwĂ€hnte Gewicht und das Packmaß fĂŒr den Rucksack bzw. den Koffer, sollte es mal auf Fototour ins Ausland gehen. Wichtig ist auch, dass die Schnellwechselplatte, die Kamera und Stativ verbindet ausreichend Halt fĂŒr das Gewicht von Kamera plus Linse bietet. Ich benutze das Sirui Stativ seit einiger Zeit mit der relativ schweren DSLR und es funktioniert einfach klasse und bietet bei vergleichbar geringem Gewicht ein erstklassiges Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Je nachdem wie groß und schwer deine Kamera ist, kann dir sehr eine etwas grĂ¶ĂŸere Schnellwechselplatte empfehlen, die durch eine grĂ¶ĂŸere AuflageflĂ€che auch einem schweren Setup noch mehr Halt bietet.


Fernauslöser fĂŒr Kamera

Wer auf einem Stativ scharfe Bilder produzieren will, dem empfehle ich sehr einen Fernauslöser fĂŒr die Kamera, da dadurch unnötige Vibrationen beim DrĂŒcken des Auslöseknopfes vermieden werden. Abgebildet und verlinkt ist die schlichte Variante. Diese reicht fĂŒr die meisten AnwendungsfĂ€lle aus. Es gibt aber auch kabellose und batterie-betriebene Fernauslöser die mehr Features bieten, wie z.B. automatisierte, zeitversetzte Aufnahmen fĂŒr Timelapse Produktionen oder bestimmte Intervalzyklen fĂŒr die Startrailfotografie.


Meine Polfilter Empfehlung fĂŒr Fotografie, der B+W Filter

Ein vergĂŒteter Polarisationsfilter, wie der B+W Polfilter, ist unerlĂ€sslich fĂŒr jeden Landschaftsfotografen. Er steigert den Dynamikumfang des Bildes um 2-3 Stops, kann Spiegelungen und Reflektionen verstĂ€rken bzw. komplett verschwinden lassen und steigert die FarbintensitĂ€t. Der Effekt des Polfilters kann nur sehr schwer bis teilweise gar nicht mit digitaler Nachbearbeitung erreicht werden. Ich habe den Polfilter bestimmt 70% der Zeit auf der Linse montiert. Zu achten ist auf die GrĂ¶ĂŸe, diese variiert je nach Linsenumfang, bei mir z.B. meistens 77mm.

Neutraler Graufilter fĂŒr Fotografie

Ein neutraler Graufilter, wie der vergĂŒtete B+W Graufilter, verringert das Licht, was auf Linse und Sensor trifft und erhöht demnach, je nach seiner StĂ€rke, die Belichtungszeit des Bildes. D.h. konkret z.B. dass man tagsĂŒber mit einem starken ND Filter auch mal ĂŒber 30 Sekunden belichten kann, was zu schönen kreativen Effekten fĂŒhrt. Ich habe drei verschiedene StĂ€rken immer im Rucksack dabei. Das sind ND4, ND8 und ND1000.

Hoya R72 Infrarotfilter

Der legendĂ€re Hoya R72 Infrarotfilter war glaube ich mein erster Filter ĂŒberhaupt und obwohl ich ĂŒber die Jahre irgendwie das Interesse an der Infrarotfotografie ein wenig verloren habe, ist der Filter immer noch mein stĂ€ndiger Begleiter. Zu beachten ist bei dem Filter, dass er bei vielen Objektiven einen Hotspot erzeugt und die lange Belichtungszeit, da die meisten Kameras einen IR-Sperrfilter verbaut haben, aber es gibt auch Spezialkameras ohne diesen Sperrfilter.

CF Speicherkarten fĂŒr Fotografie

Ein weiterer wichtiger Teil der AusrĂŒstung sind die Speicherkarten. Meine Nikonkamera hat Slots fĂŒr die beiden gĂ€ngigsten Typen, die CF Karten und die SD Karten. Drohnen benötigen meistens Micro SD Karten. FĂŒr die großen Kameras bevorzuge ich die CF Variante in der GrĂ¶ĂŸe 32GB. Du solltest lieber nicht nur eine sehr große Karte verwenden, sondern eher mehrere kleine Karten (wobei 32GB auch nicht mehr klein ist). Der Hintergrund ist das Vermeiden von Datenverlust im Fall eine Karte erleidet einen Defekt und kann nicht mehr ausgelesen werden. Sind die Fotos auf mehrere Karten verteilt ist der Verlust nicht ganz so schlimm.


Kamera Wasserwaage fĂŒr Blitzschuh

Als sehr nĂŒtzlich in meinem fotografischen Alltag hat sich die
Kamera Wasserwaage erwiesen. Sie wird auf den Blitzschuh geschoben und somit hat man die Ausrichtung der Kamera immer im Blick. Es gibt zwar auch viele Stative mit integrierter Wasserwaage und bei Kameras ist sie heute oftmals im Sucher zu sehen oder optional auf dem Display einblendbar, aber physisch oben an der Kamera und immer sichtbar finde ich es einfach praktischer.


Fotografie Reinigungsset

Zum Reinigen der Kamera, Linsen und eventuell auch dem Mobiltelefon empfehle ich ein einfaches Universal Reinigungsset bestehend aus Lenspen, Blasebalg und Mikrofasertuch. Passend dazu gibt es zum Reinigen der Linsen noch dieses Reinigungsspray. Der Lenspen ist zum Entfernen von Schmutz und Schlieren auf dem Objektiv wirklich eine feine Sache. Je nach Anwendungsfall hat der Reinigungsstift zwei unterschiedliche Enden zur VerfĂŒgung, einen prĂ€zisen Pinsel zum Entfernen von Staub und ein Pad mit Reinigungsfluid.


Wanderrucksack fĂŒr Fotografen

Um die ganze AusrĂŒstung nun möglichst bequem auf dem RĂŒcken zu transportieren nutze ich, je nach Art der Fototour, unterschiedliche RucksĂ€cke. In den letzten Jahren fĂ€llt meine Wahl dabei aber am hĂ€ufigsten auf den Deuter Quantum 60 + 10 SL Wanderrucksack mit Daypack. In Verbindung mit der F-Stop ICU (internal camera unit) bietet dieser einen sehr großen Tragekomfort und ich bekomme garantiert immer alles an Equipment unter, was ich fĂŒr die jeweilige Tour brauche. Bei Berg-Biwak-Touren muss man beispielsweise einiges mehr an Nahrung, Trinken, zusĂ€tzlicher Kleidung und Outdoor-AusrĂŒstung wie ISO-Matte, Schlafsack, Kopflampe, Taschenlampe und natĂŒrlich ein Bear Grylls Messer (inkl. Feuerstarter, KlingenschĂ€rfer und Signalpfeife fĂŒr den Notfall) mitnehmen als bei einem normalen Tagesausflug. Der Nachteil der Kombination Wanderrucksack + ICU ist, dass man nicht so schnell an die AusrĂŒstung kommt wie bei einem dedizierten Fotorucksack, wie z.B. die der
Tamrac Expedition Reihe. Aufgrund der geringeren GrĂ¶ĂŸe, des Gewichts und seiner Kompaktheit, benutze ich fĂŒr Stadt-touren meistens den Tamrac Expedition 5 Kamerarucksack und bei Flugreisen den Lowepro Vertex 300 AW da er perfekte Abmaße hat, um gerade noch als HandgepĂ€ck bei den meisten Airlines zugelassen zu werden. Ich habe auch schon den Tamrac Expedition 8 erfolgreich ins Flugzeug mitgenommen, aber empfehlen kann ich das aufgrund des Nervenkitzels vorher nicht unbedingt. Man erfĂ€hrt nĂ€mlich erst beim Check-in, ob das klappt.


F-Stop Kameratasche ICU

Eine ICU (bedeutet soviel wie interne Kamera Tasche), wie die F-Stop ICU ist bestens geeignet um die KameraausrĂŒstung geordnet und sicher verpackt in einem der grĂ¶ĂŸeren WanderrucksĂ€cke zu verstauen und somit sicher auf mehrtĂ€gige Wander-Foto-Touren, oder ein nĂ€chtliches Biwak in den Bergen, mitzunehmen. In den meisten FĂ€llen sollte die <small> Variante ausreichen. Gerade bei lĂ€ngeren Wandertouren im GelĂ€nde sollte man sich sowieso genau ĂŒberlegen was man an Linsen usw. ĂŒberhaupt braucht um möglichst viel unnötiges Gewicht zu vermeiden.


DJI Phantom 4 Pro+ Drohne

Mit der DJI Phantom 4 Pro+ habe ich nach ca. 10 Jahren Landschaftsfotografie durch die zahlreichen neuen Blickwinkel, Perspektiven und Möglichkeiten meine Leidenschaft noch einmal neu entfachen können. Es gibt durch die Drohne so viele neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem bin ich auch ein wenig technikaffin, sodass mir die Einrichtung und das Einstellen des GerĂ€ts und natĂŒrlich auch das Fliegen damit sehr großen Spaß bereiten. Als besonders nĂŒtzlich in der Praxis haben sich der Polfilter fĂŒr die Drohne, sowie zwei weitere Drohnen Akkus und ein AufladegerĂ€t fĂŒr das Auto erwiesen. Wer damit allerdings vorrangig in Deutschland fliegen und fotografieren möchte, der muss sich dann auch mit den Themen Aufstiegsgenehmigung (insbesondere fĂŒr Nationalparks), Versicherung, Plakette usw. beschĂ€ftigen. Alleine aufgrund ihres erheblichen LĂ€rmpegels beim Fliegen benutze ich die Drohne fast ausschließlich nur noch in wilden Gebieten, ohne andere Menschen in der NĂ€he.

Sony RX100 VII

Die Sony RX100 VII (24-200mm) ist meine kleine immer-dabei Kamera fĂŒr die Hosentasche. Ich benutze mit Absicht eine Kompaktkamera und kein Smartphone. Mit ihren 20.1 Megapixel sind die Bilder groß genug, um sie spĂ€ter zu drucken und als Bild an die Wand zu hĂ€ngen. Die Kompakte hat gegenĂŒber dem Smartphone nicht nur einen viel grĂ¶ĂŸeren Zoom-Bereich und Dynamikumfang, sondern vor allem eine wesentlich höhere BildqualitĂ€t. Die damit entstandenen Fotos kann ich sogar bedenkenlos lizenzieren und verkaufen. Bei mir kommt diese Kamera hauptsĂ€chlich fĂŒr Dokumentations- und Making-Of- Bilder sowie fĂŒr 4K Videos zum Einsatz. Meinen Test zur Kamera findest du hier.

Und so sieht das Ganze dann live in Aktion auf einer Fototour mit wildem Car-Camping aus. Mit diesem Equipment habe ich schon viele sehr schöne mehr-wöchige, teilweise komplett autarke, Touren durch Island, Schottland, Norwegen, Italien und natĂŒrlich auch in Deutschland gemacht.

Hardware fĂŒr die digitale Nachbearbeitung

Bildschirm fĂŒr Fotobearbeitung, meine Empfehlung

Der richtige Monitor ist natĂŒrlich sehr wichtig fĂŒr die digitale Nachbearbeitung und die Kontraste sowie Farbechtheit der Bilder. Ich benutze seit einigen Jahren den Eizo ColorEdge CS2730 in der 27 Zoll Variante und bin sehr zufrieden mit dem Bildschirm und seiner exakten Hardware-Kalibrierung von Helligkeit, Weißpunkt und Gamma. Mit dem verbauten IPS Panel bietet das Display einen sehr großen Farbumfang mit 99% AdobeRGB-Farbraumabdeckung. Man muss natĂŒrlich nicht so tief in die Tasche greifen um seine Bilder Farben und Kontrast getreu bearbeiten zu können. Der Dell U2417H Infinity Edge ist mit seinen 24 Zoll etwas kleiner, bietet aber mit seinem IPS Panel und einer werkseitigen Farbkalibrierung ebenfalls eine hervorragende BildqualitĂ€t und eine sRGB-Abdeckung von 99%. Bei mir erweitert er als zweiter Monitor das Infinity Display des Dell XPS13. Die beiden passen optisch auf dem Schreibtisch auch super zusammen. Es ist auch der Monitor auf dem ich fĂŒr diese Seite schreibe.

Computer fĂŒr Bildbearbeitung

Ein Computer fĂŒr Bildbearbeitung mit etwas mehr Power und Festplattenplatz ist fĂŒr eine flĂŒssige Nachbearbeitung und Speicherung der Bilder, gerade in Zeiten stĂ€ndig wachsender Megapixelzahlen der Kameras und damit einhergehender GrĂ¶ĂŸe der Bildadateien, unerlĂ€sslich. Ich empfehle ein GerĂ€t was ungefĂ€hr den Leistungsdaten des Ankermann PCs fĂŒr Bildbearbeitung entspricht. Ein schneller Prozessor, viel RAM (Hauptspeicher) und eine leistungsstarke Grafikkarte fĂŒr Photoshop und bspw. dessen Filter, schneller SSD Festplattenspeicher zum Arbeiten und eine weitere große Festplatte zum dauerhaften Ablegen (neben diversen Backups) der Fotos.


X-Rite Display Pro

Wer seine Fotografie wirklich ernst nimmt und die Bilder, online teilen möchte, ĂŒber Instagram oder andere Fotoseiten wie 500px.com und die bearbeiteten Bilder frĂŒher oder spĂ€ter ĂŒber Verlage und Reseller lizenzieren und verkaufen will, kommt um die Farbgenauigkeit eines kalibrierten Monitors fĂŒr die Nachbearbeitung nicht herum. DafĂŒr empfiehlt sich ein universelles GerĂ€t zum Kalibrieren beliebiger Monitore, wie z.B. das
X-Rite I1 Display Pro. Die X-Rite Reihe nutze ich selbst schon jahrelang bin sehr zufrieden damit. So gehst du auch sicher, dass die Bilder, wenn du sie selbst ausdruckst, auf dem Papier so aussehen wie auf dem Monitor. (Um da ganz genau arbeiten zu können, brauchst du dazu aber auch je nach Papier + Drucker noch sog. Softproof Pofile fĂŒr Photoshop. Das ganze Thema Farbgenauigkeit von der Kamera ĂŒber Bildbearbeitung bis zum fertigen Druck ist eine Wissenschaft fĂŒr sich, die ich mal in einem eigenen Artikel behandeln werde.)

WD Elements Festplatte

Ob Profi oder nicht, eine Backupfestplatte fĂŒr die Fotos ist unerlĂ€sslich. Wer schon einmal einen Datenverlust, durch kaputte Speicherkarten oder einer defekten Festplatte erlebt hat, weiß wie schmerzvoll es sein kann, Bilder einer einmaligen Lichtsituation oder Erinnerungsbilder an eine weite und teure Reise zu verlieren. Lernen durch Schmerz! Das passiert einem meistens nur einmal. Ich habe mittlerweile diverse Kopien auf unterschiedlichen Festplatten an unterschiedlichen Orten (fĂŒr den Fall eines Einbruchs oder Brands) lagern und mache sehr regelmĂ€ĂŸig Synchronisationen auf alle Platten. Ich kann das nur jedem wĂ€rmstens empfehlen!

Dell XPS 13 Zoll

Auf Foto-Reisen und generell unterwegs benutze ich den Dell XPS13 Zoll Laptop zum Arbeiten, oder dem ersten Sichten von Fotos. Aufgrund seiner geringen GrĂ¶ĂŸe und Gewicht, der enormen LeistungsstĂ€rke und SpeicherkapazitĂ€t und in Kombination mit einer USB Platte ist er fĂŒr mich das ideale GerĂ€t um auf einer lĂ€ngeren Fototour schon mal einen ersten Blick auf die neuen Bilder zu werfen und diese ggfs., wenn man es gar nicht mehr abwarten kann, auch zu bearbeiten, zu sortieren und abzulegen. Dank des verbauten IPS-Displays bietet der reflexionsarme Bildschirm ein sehr gutes KontrastverhĂ€ltnis, eine sehr gute Helligkeit, sowie einen sehr guten Schwarzpunkt und Farbgenauigkeit. Neben Macbooks fĂŒr mich das derzeit beste Fotolaptop, ich bin jedenfalls sehr zufrieden damit.

Software fĂŒr das Entwickeln der Fotos

Adobe Photoshop

FĂŒr die digitale Nachbearbeitung, dem Entwickeln meiner RAW Bilddateien, benutze ich den quasi Branchenstandard Adobe Photoshop. Es ist ein sehr umfangreiches Tool und ich habe bis heute unzĂ€hlige Stunden an Tutorials und How-To Videos im Netz zu den unterschiedlichsten Herangehensweisen gelesen und geschaut. Um die eigenen Fotos optimal digital zu entwickeln reichen aber im Grunde schon ein solides Basiswissen und einige Grundeinstellungsebenen aus, die man dann je nach Bild entsprechend anpasst.

Adobe Bridge

FĂŒr die allgemeine Verwaltung meiner Bilder, sowie fĂŒr das initiale Sichten, spĂ€tere Vergleichen und Markieren der Bilddaten nach einer Tour, oder eines Shootings, benutze ich Adobe Bridge. Das Tool integriert sich sehr gut in meinem Workflow. Je nachdem, wie man sich den Workspace anpasst, hat man die Metadaten, wie Verschlusszeit, Blende, Iso usw. der Bilder immer im Blick und kann anhand der Vorschau entscheiden, welches Bild man entwickeln möchte und welches beispielsweise zweite Wahl ist.

Photoshop Actions

Ein weiteres, sehr wichtiges Hilfsmittel in meinem Workflow sind meine eigenen Photoshop Makros, die ich mir ĂŒber die Jahre angelegt habe. Das Set beinhaltet meine kompletten Standardebenen, Luminanzmasken, den Orton Effekt, eine Dodge und Burn Ebene, einen DetailverstĂ€rker, verschiedene Farbfilter und SchĂ€rfetechniken, plus einige Extras wie den Rot-Blau Farbtausch fĂŒr Infrarotfotografie und noch einiges mehr.

Alternative DSLR EinsteigerausrĂŒstung

Gerade zu Beginn, wenn du die Fotografie neu fĂŒr dich entdeckst, brauchst du natĂŒrlich nicht so eine teure und schwere ProfiausrĂŒstung wie die oben verlinkte, deshalb habe ich dir hier zwei Alternativen zusammengestellt mit denen du gleich loslegen kannst, aber auch keine Angst haben musst, wenn du dich schnell fotografisch weiterentwickelst, gleich im kommenden Jahr die nĂ€chste Kamera kaufen zu mĂŒssen. FĂŒr welche Marke du dich dabei entscheidest bleibt komplett dir ĂŒberlassen. Ich habe selbst jahrelang mit Canon fotografiert und bin dann spĂ€ter aufgrund des hohen Dynamikumfangs der D800er Reihe zu Nikon gewechselt. Am besten mal in den Laden gehen, die gewĂŒnschte Kamera in die anfassen und die Haptik mit den eigenen HĂ€nden prĂŒfen, sich das MenĂŒ angucken, ob es einem intuitiv genug ist und den eigenen PrĂ€ferenzen entgegen kommt und dann aus dem Bauch heraus entscheiden, weil „falsch“ machen kann man bei beiden nichts.

Canon 800D Kamera
Canon 800D

Die Canon 800D ist eine top-ausgestattete Einsteiger DSLR Kamera unter 700 Euro. Sie bietet unter anderem einen APS-C CMOS Sensor mit einer Auflösung von 25,8 Megapixeln, ein nĂŒtzliches Klappdisplay und dazu das bildstabilisierte 18-55mm Kit Objektiv. Dazu noch einen 58mm Polfilter, den passenden Ersatz Akku LP-E17, schnelle SD Speicherkarte, einen Fernauslöser plus das stabile Manfrotto Befree Reisestativ und schon kann es losgehen mit der kreativen Landschaftsfotografie.


Nikon D5600 Kamera
Nikon D5600

Eine weitere top-ausgestattete Einsteiger DSLR Kamera ist die Nikon D5600, ebenfalls unter 700 Euro angesiedelt und sogar etwas billiger als die ebenbĂŒrtige Canon Kamera. Sie ist ebenfalls eine Crop-Sensor Kamera mit DX CMOS Sensor und 24.2 Megapixeln. Sie bietet darĂŒber hinaus ein Touch-Klappdisplay und ein gutes bildstabilisiertes 18-55mm Kit Objektiv. Dazu das entsprechend gleiche Zubehör wie bei der obigen Kamera, d.h. einen 58mm Polfilter, Nikon EN-EL14, eine schnelle SD Speicherkarte, Fernauslöser und das Manfrotto Befree Reisestativ und los geht’s.


Sony Alpha 6000 Kamera
Sony Alpha 6000 Kamera

FĂŒr Sony Liebhaber ist die Alpha 6000 der perfekte Einstieg in die Welt der spiegellosen DSLM Kameras. Der verbaute Exmor APS-C Sensor liefert effektive 24.4 Megapixel. DarĂŒber hinaus bietet sie einen sehr schnellen Hybrid-Autofokus (AF-Phasendetektion/AF-Kontrastdetektion), einen elektronischen Sucher oben links am GehĂ€use und nimmt Videos in Full-HD QualitĂ€t auf. Neben den schon oben erwĂ€hnten Zubehör, wie SD Speicherkarte und Manfrotto Befree Reisestativ, solltest du dir direkt zwei Ersatzakkus fĂŒr die Kamera dazukaufen, da sie einen relativ hohen Stromverbrauch hat. Die verlinkte Variante mit dem Kit Objektiv SEL-P1650 bietet ein besonders gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis.

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