Finde die richtige Kameraausrüstung für Dich und deine Bedürfnisse

Die richtige Fotoausrüstung, praktisch die Hardware des Fotografen, will einerseits wohl überlegt und auf die eigenen Bedürfnisse und den eigenen Stil abgestimmt sein, aber auf der anderen Seite kann man heute mit fast jeder digitalen Spiegelreflex Kamera, teilweise sogar mit System- oder Kompaktkameras, Bilddateien mit guter bis sehr guter Qualität erstellen. Man sollte aber beim Kauf immer im Hinterkopf behalten, dass am Ende nicht die teure Kamera die guten Fotos macht, sondern der besonnene Fotograf. Passend dazu folgendes Zitat:


Küchenchef in einem Restaurant: „Ihre Fotos gefallen mir – Sie haben bestimmt eine gute Kamera.“ Helmut Newton (nach dem Essen): „Das Essen war vorzüglich – Sie haben bestimmt gute Töpfe.“

Helmut Newton, Fotograf

Auf den einschlägigen Fotoseiten und diversen Foren im Internet, werde ich sehr oft gefragt, mit welcher Kombination aus Kamera, Linse, Stativ usw. Bild XY aufgenommen worden ist. Oft wollen die Fragenden am liebsten dazu den genauen Ort (am besten noch die Geo-Koordinaten) und die diversen Kameraeinstellungen wie Brennweite, ISO, Blende und Verschlusszeit wissen. Ein Bekannter deutscher Youtuber prägte diesbezüglich den Satz „Sag mal Einstellungen Digger!“.

In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass ein normales Landschafts- oder Architekturfoto mit fast jeder DSLR aufgenommen werden kann. Ausgenommen davon sind natürlich Aufnahmetechniken, die spezielles Equipment benötigen, wie beispielsweise Infrarotfotografie, extreme Langzeitbelichtungen (jenseits der 30 Sek.) oder einen durch eine geschlossene Blende (F/22) verursachten Sonnenstern.

Ich persönlich bevorzuge keine spezielle Marke. Angefangen habe ich mit einer Nikon D80 (da war ich mächtig stolz drauf damals als Student, meine erste DSLR), dann bin ich nach ein paar Jahren auf eine gebrauchte Canon 5D inkl. Linsen von 17mm bis 400mm umgestiegen. Unter anderem deswegen, weil damals praktisch all meine Vorbilder in Sachen Landschaftsfotografen die Canon 5D benutzt haben und weil es eben eine Vollformatkamera war, wovon ich noch mehr Bildqualität versprach. Die großen Vollformatkameras haben allerdings auch einige Nachteile, weswegen ich sie nicht bedenkenlos jedem empfehlen kann. Zum einen haben sie meist ein deutlich höheres Gewicht, sind mit allem Zubehör signifikant teurer und um einiges schwieriger zu bedienen (z.B. weniger Tiefenschärfe) als Kameras mit APS-C-Sensoren (oder Cropsensoren). Diese sind für Einsteiger, die gerade wunderbare Welt der Fotografie für sich entdecken, besser geeignet, weil sie eben im Umkehrschluss handlicher und kostengünstiger sind und heutzutage auch schon sehr gute Qualität liefern. Neben der Bildqualität und der einfachen Bedienbarkeit sind die Kosten und der Tragekomfort auf langen Wanderungen meiner Meinung nach die entscheidendsten Faktoren bei der Wahl der Kamera. Als Profi, oder auch generell auf langen, teuren Reisen muss man z.B. auch kalkulieren mindestens einen Backup Kamerabody dabei zu haben für den Fall, dass der primäre während der Reise ausfällt. Dieser sollte dann natürlich auch kompatibel zum Rest der Ausrüstung sein, d.h. Batterien, Linsen, Stative, Filtersysteme, Kabelauslöser usw., damit nicht komplett zwei oder mehr Systeme mitgenommen werden müssen. Dementsprechend sind die Kosten für eine Profiausrüstung auch um ein vielfaches höher, als bei einer Einsteigerkamera inklusive dem benötigtem Zubehör.

Und genau aus diesen Gründen werde ich hier unter meiner persönlichen Ausrüstung auch Alternativen für Einsteiger und die beiden gängigsten Marken auflisten. Damit sollten die Präferenzen der meisten abgedeckt und hoffentlich allen geholfen sein. Und falls nicht, stellt ruhig Fragen in den Kommentaren. Noch eine Randnotiz, bevor es losgeht. Wenn du zukünftig Geld mit deinen Bildern verdienen willst und bei größeren Bildverlagen vorstellig wirst, bzw. dich dort bewirbst, lass dir gesagt sein, dass es dort dann doch auf die Anzahl der Megapixel ankommt und viele Agenturen eine Mindestanforderung von ca. 40MB pro unkomprimierter Datei bei 300dpi / 8 Bit (36MP entsprechen aber schon z.B. ca. 103MB) haben, Tendenz steigend.

Ein letzter Hinweis noch zu den Produktlinks. Diese führen zu Amazon und in dem Fall, dass ihr dann dort etwas kauft bekomme ich eine kleine Provision. Für euch bedeutet das keinerlei zusätzliche Kosten, mir hilft es diese Seite zu betreiben und weiter mit kostenlosen Inhalten zu füllen. Danke!

Meine Ausrüstung

Meine Kamera Empfehlung, die Nikon D850

Die Nikon D850: meine primäre Kamera, quasi das Arbeitspferd, was die kalten Temperaturen der Arktis, Gletscherwasser und den massiven Dunst der Isländischen Wasserfälle, aber auch die Hitze, den Staub und feinkörnigen Sand einer heißen, trockenen Wüste vertragen muss und dabei noch die nötige Qualität auf den Sensor bringt um die Verlagseditoren glücklich zu machen.


Meine Objektiv Empfehlung, das Nikon Nikkor 14-24mm

Das Nikon Objektiv Nikkor 14-24mm ist mein absolutes Lieblingsobjektiv. Für mich ist es das universal „immer-drauf“ Objektiv für Landschafts- und Archtiekturfotografen. Durch den extremen Weitwinkel bei 14mm auf Vollformat eignet es sich bestens für weite Landschaftsaufnahmen und der sogenannten Nah-zu-Fern Bildkomposition. Es produziert sehr schöne Sonnensterne und ist durch die Blende F/2.8 auch für Nachtaufnahmen und z.B. Nordlichter geeignet. Es gibt aber auch Nachteile wie den hohen Preis, das Gewicht und schwer zu bekommende und teure Polfilter (montiert sieht es aus als hätte man eine Satellitenschüssel an die Kamera geschraubt). Als letzten Punkt sei noch die absolut unglaubliche Schärfe, selbst bis an den äußersten Rand des Bildes, erwähnt. Wenn man sich das dann mal bei 100% Bildausschnitt anguckt, sieht man woher der hohe Preis kommt.

Nikon Nikkor 16-35mm

Als alternatives Ultra Weitwinkel Objektiv kann ich das Nikon AF-S Nikkor 16-35mm empfehlen. Es ist billiger und leichter als das 14-24mm Nikkor, bietet aber ebenfalls eine immer noch hervorragende Bildqualität. Zudem hat es den Vorteil ein 77mm Filtergewinde zu haben, wodurch man einfacher einen Polfilter oder neutrale Graufilter montieren kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem 14-24mm ist, dass das Objektiv einen größeren Zoombereich hat und zudem bild-stabilisiert ist. Dadurch kann man auch mal eher aus der Hand fotografieren. Es ist weniger lichtstark, aber das spielt bei der Landschaftsfotografie, abgesehen von Nachtaufnahmen und Aurora-Fotografie, sowieso eher eine untergeordnete Rolle. Ich habe (fast unnötiger Weise) beide Objektive und entscheide je nach Tour, welches davon ich mitnehme.

Nikon Nikkor Objektiv 24-70mm

Das Objektiv Nikkor 24-70mm ist etwas universeller einsetzbar als das Ultraweitwinkel und knüpft lückenlos an die Brennweite des 14-24mm an. Die Bildqualität ist besser als die des mit der D800er Reihe verkauftem Kit Objektivs Nikkor 24-120mm. Dafür bekommt man den Bildstabilisator nur gegen einen Aufpreis. Es hat ebenfalls ein 77mm Filtergewinde, wodurch man die gleichen Filter wie für das Nikkor 16-35mm benutzen kann.

Nikon Nikkor Linse 70-300mm

In meinem Fall schließt sich als Linse für höhere Brennweiten das Nikkor 70-300mm an. Für ein Teleobjektiv ist es relativ leicht und hat dank des ED Glases eine gute Bildqualität und als Standard ist auch ein in diesem Brennweitenbereich nützlicher Bildstabilisator an Bord. Da ich über die Jahre festgestellt habe, dass ich nicht wirklich viel in den hohen Brennweiten fotografiere, ist diese Linse für mich allerdings optional und ich nicht immer dabei.

Manfrotto Carbon Stativ

Ein wind-festes, stabiles Stativ, wie das Manfrotto 055 Carbon Stativ, ist einfach unerlässlich, wenn auch das Gewicht beim Wandern manchmal anstrengend ist und ich es leider schon so manchen Berg am Ende umsonst hoch getragen habe, aber es entschleunigt eben auch auf angenehme Weise den Bildgestaltungsprozess und bietet einem viel mehr gestalterische Möglichkeiten (z.B. Einsatz von Langzeitbelichtungsfiltern). Zu beachten ist neben einer ausreichenden Festigkeit das schon erwähnte Gewicht und das Packmaß für den Rucksack bzw. den Koffer, sollte es mal auf Fototour ins Ausland gehen. Wichtig ist auch, dass die Platte, die Kamera und Stativ verbindet ausreichend Halt bietet für das Gewicht von Kamera plus Linse. Ich benutze z.Zt. auch ein Manfrotto Carbonstativ, allerdings eine National Geographic Sonderedition, welche ich mal gewonnen habe. Das Manfrotto 055 kommt dem an nächsten.

Fernauslöser für Kamera

Wer auf einem Stativ scharfe Bilder produzieren will, dem empfehle ich sehr einen Fernauslöser für die Kamera, da dadurch unnötige Vibrationen beim Drücken des Auslöseknopfes vermieden werden. Abgebildet und verlinkt ist die schlichte Variante. Diese reicht für die meisten Anwendungsfälle aus. Es gibt aber auch kabellose und batterie-betriebene Fernauslöser die mehr Features bieten, wie z.B. automatisierte, zeitversetzte Aufnahmen für Timelapse Produktionen oder bestimmte Intervalzyklen für die Startrailfotografie.


Meine Polfilter Empfehlung für Fotografie, der B+W Filter

Ein vergüteter Polarisationsfilter, wie der B+W Polfilter, ist unerlässlich für jeden Landschaftsfotografen. Er steigert den Dynamikumfang des Bildes um 2-3 Stops, kann Spiegelungen und Reflektionen verstärken bzw. komplett verschwinden lassen und steigert die Farbintensität. Der Effekt des Polfilters kann nur sehr schwer bis teilweise gar nicht mit digitaler Nachbearbeitung erreicht werden. Ich habe den Polfilter bestimmt 70% der Zeit auf der Linse montiert. Zu achten ist auf die Größe, diese variiert je nach Linsenumfang, bei mir z.B. meistens 77mm.

Neutraler Graufilter für Fotografie

Ein neutraler Graufilter, wie der vergütete B+W Graufilter, verringert das Licht, was auf Linse und Sensor trifft und erhöht demnach, je nach seiner Stärke, die Belichtungszeit des Bildes. D.h. konkret z.B. dass man tagsüber mit einem starken ND Filter auch mal über 30 Sekunden belichten kann, was zu schönen kreativen Effekten führt. Ich habe drei verschiedene Stärken immer im Rucksack dabei. Das sind ND4, ND8 und ND1000.

Hoya R72 Infrarotfilter

Der legendäre Hoya R72 Infrarotfilter war glaube ich mein erster Filter überhaupt und obwohl ich über die Jahre irgendwie das Interesse an der Infrarotfotografie ein wenig verloren habe, ist der Filter immer noch mein ständiger Begleiter. Zu beachten ist bei dem Filter, dass er bei vielen Objektiven einen Hotspot erzeugt und die lange Belichtungszeit, da die meisten Kameras einen IR-Sperrfilter verbaut haben, aber es gibt auch Spezialkameras ohne diesen Sperrfilter.

CF Speicherkarten für Fotografie

Ein weiterer wichtiger Teil der Ausrüstung sind die Speicherkarten. Meine Nikonkamera hat Slots für beide gängige Typen, die CF Karten und die SD Karten. Ich bevorzuge die CF Variante in der Größe 32GB. Man sollte lieber nicht eine sehr große Karte verwenden, sondern eher mehrerer kleine Karten (wobei 32GB auch nicht mehr klein ist). Der Hintergrund ist das Vermeiden von Datenverlust im Fall eine Karte erleidet einen Defekt und kann nicht mehr ausgelesen werden. Sind die Fotos auf mehrere Karten verteilt ist der Verlust nicht ganz so schlimm.


Kamera Wasserwaage für Blitzschuh

Als sehr nützlich in meinem fotografischen Alltag hat sich die Kamera Wasserwaage erwiesen. Sie wird auf den Blitzschuh geschoben und somit hat man die Ausrichtung der Kamera immer im Blick. Es gibt zwar auch viele Stative mit integrierter Wasserwaage und bei Kameras ist sie heute oftmals im Sucher zu sehen oder optional auf dem Display einblendbar, aber physisch oben an der Kamera und immer sichtbar finde ich es einfach praktischer.


Fotografie Reinigungsset

Zum Reinigen der Kamera, Linsen und eventuell auch dem Mobiltelefon empfehle ich ein einfaches Universal Reiniungsset bestehend aus Lenspen, Blasebalg und Mikrofasertuch. Passend dazu gibt es zum Reinigen der Linsen noch dieses Reinigungsspray. Der Lenspen ist zum Entfernen von Schmutz und Schlieren auf dem Objektiv wirklich eine feine Sache. Je nach Anwendungsfall hat der Reinigungsstift zwei unterschiedliche Enden zur Verfügung, einen präzisen Pinsel zum Entfernen von Staub und ein Pad mit Reinigungsfluid.


Wanderrucksack für Fotografen

Um die ganze Ausrüstung nun möglichst bequem auf dem Rücken zu transportieren nutze ich, je nach Art der Fototour, unterschiedliche Rucksäcke. In den letzten Jahren fällt meine Wahl dabei aber am häufigsten auf den Deuter Quantum 60 + 10 SL Wanderrucksack mit Daypack. In Verbindung mit der F-Stop ICU (internal camera unit) bietet dieser einen sehr großen Tragekomfort und ich bekomme garantiert immer alles an Equipment unter, was ich für die jeweilige Tour brauche. Bei Berg-Biwak-Touren muss man beispielsweise einiges mehr an Nahrung, Trinken, zusätzlicher Kleidung und Outdoor-Ausrüstung wie Iso-Matte, Schlafsack, Kopf– und Taschenlampe und natürlich ein Bear Grylls Messer (inkl. Feuerstarter, Klingenschärfer und Signalpfeife für den Notfall) mitnehmen als bei einem normalen Tagesausflug. Der Nachteil der Kombination Wanderrucksack + ICU ist, dass man nicht so schnell an die Ausrüstung kommt wie bei einem dedizierten Fotorucksack, wie z.B. die der Tamrac Expedition Reihe. Aufgrund der geringeren Größe, des Gewichts und seiner Kompaktheit, benutze ich für Stadt-touren meistens den Tamrac Expedition 5 Kamerarucksack und bei Flugreisen den Lowepro Vertex 300 AW da er perfekte Abmaße hat, um gerade noch als Handgepäck bei den meisten Airlines zugelassen zu werden. Ich habe auch schon den Tamrac Expedition 8 erfolgreich ins Flugzeug mitgenommen, aber empfehlen kann ich das aufgrund des Nervenkitzels vorher nicht unbedingt. Man erfährt nämlich erst beim Check-in, ob das klappt.


F-Stop Kameratasche ICU

Eine ICU (bedeutet soviel wie interne Kamera Tasche), wie die von F-Stop ist bestens geeignet um die Kameraausrüstung geordnet und sicher verpackt in einem der größeren Wanderrucksäcke zu verstauen und somit sicher auf mehrtägige Wander-Foto-Touren, oder ein nächtliches Biwak in den Bergen, mitzunehmen. In den meisten Fällen sollte die <small> Variante ausreichen. Gerade bei längeren Wandertouren im Gelände sollte man sich sowieso genau überlegen was man an Linsen usw. überhaupt braucht um möglichst viel unnötiges Gewicht zu vermeiden.


DJI Phantom 4 Pro+ Drohne

Mit der DJI Phantom 4 Pro+ habe ich nach ca. 10 Jahren Landschaftsfotografie durch die zahlreichen neuen Blickwinkel, Perspektiven und Möglichkeiten die meine Leidenschaft noch einmal neu entfachen können. Es gibt durch die Drohne so viele neue kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem bin ich auch ein wenig technikaffin, sodass mir die Einrichtung und das Einstellen des Geräts und natürlich auch das Fliegen damit sehr großen Spaß bereiten. Wer damit allerdings vorrangig in Deutschland fliegen und fotografieren möchte, der muss sich dann auch mit den Themen Aufstiegsgenehmigung (insbesondere für Nationalparks), Versicherung, Plakette usw. beschäftigen. Alleine aufgrund ihres erheblichen Lärmpegels beim Fliegen benutze ich die Drohne fast ausschließlich nur noch in wilden Gebieten, ohne andere Menschen.

Und so sieht das Ganze dann live in Aktion auf einer Fototour mit wildem Car-Camping aus. Mit diesem Equipment habe ich schon viele sehr schöne mehr-wöchige, teilweise komplett autarke, Touren durch Island, Schottland, Norwegen, Italien und natürlich auch in Deutschland gemacht.

Hardware für die digitale Nachbearbeitung

Bildschirm für Fotobearbeitung, meine Empfehlung

Der richtige Monitor ist natürlich sehr wichtig für die digitale Nachbearbeitung und die Kontraste sowie Farbechtheit der Bilder. Ich benutze seit einigen Jahren den Eizo ColorEdge CS2730 in der 27 Zoll Variante und bin sehr zufrieden mit dem Bildschirm und seiner exakten Hardware-Kalibrierung von Helligkeit, Weißpunkt und Gamma. Mit dem verbauten IPS Panel bietet das Display einen sehr großen Farbumfang mit 99% AdobeRGB-Farbraumabdeckung. Man muss natürlich nicht so tief in die Tasche greifen um seine Bilder Farben und Kontrast getreu bearbeiten zu können. Der Dell U2417H Infinity Edge ist mit seinen 24 Zoll etwas kleiner, bietet aber mit seinem IPS Panel und einer werkseitigen Farbkalibrierung ebenfalls eine hervorragende Bildqualität und eine sRGB-Abdeckung von 99%. Bei mir erweitert er als zweiter Monitor das Infinity Display des Dell XPS13. Die beiden passen optisch auf dem Schreibtisch auch super zusammen. Es ist auch der Monitor auf dem ich für diese Seite schreibe.

Computer für Bildbearbeitung

Ein Computer mit etwas mehr Power und Festplattenplatz ist für eine flüssige Nachbearbeitung und Speicherung der Bilder, gerade in Zeiten ständig wachsender Megapixelzahlen der Kameras und damit einhergehender Größe der Bildadateien, unerlässlich. Ich empfehle ein Gerät was ungefähr den Leistungsdaten des Ankermann PCs für Bildbearbeitung entspricht. Ein schneller Prozessor, viel RAM (Hauptspeicher) und eine leistungsstarke Grafikkarte für Photoshop und bspw. dessen Filter, schneller SSD Festplattenspeicher zum Arbeiten und eine weitere große Festplatte zum dauerhaften Ablegen (neben diversen Backups) der Fotos.


X-Rite Display Pro

Wer seine Fotografie wirklich ernst nimmt und die Bilder, online teilen möchte, über Instagram oder andere Fotoseiten wie 500px.com und die bearbeiteten Bilder früher oder später über Verlage und Reseller lizenzieren und verkaufen will, kommt um die Farbgenauigkeit eines kalibrierten Monitors für die Nachbearbeitung nicht herum. Dafür empfiehlt sich ein universelles Gerät zum Kalibrieren beliebiger Monitore, wie z.B. das X-Rite I1 Display Pro. Die X-Rite Reihe nutze ich selbst schon jahrelang bin sehr zufrieden damit. So gehst du auch sicher, dass die Bilder, wenn du sie selbst ausdruckst, auf dem Papier so aussehen wie auf dem Monitor. (Um da ganz genau arbeiten zu können, brauchst du dazu aber auch je nach Papier + Drucker noch sog. Softproof Pofile für Photoshop. Das ganze Thema Farbgenauigkeit von der Kamera über Bildbearbeitung bis zum fertigen Druck ist eine Wissenschaft für sich, die ich mal in einem eigenen Artikel behandeln werde.)

WD Elements Festplatte

Ob Profi oder nicht, eine Backupfestplatte für die Fotos ist unerlässlich. Wer schon einmal einen Datenverlust, durch kaputte Speicherkarten oder einer defekten Festplatte erlebt hat, weiß wie schmerzvoll es sein kann, Bilder einer einmaligen Lichtsituation oder Erinnerungsbilder an eine weite und teure Reise zu verlieren. Lernen durch Schmerz! Das passiert einem meistens nur einmal. Ich habe mittlerweile diverse Kopien auf unterschiedlichen Festplatten an unterschiedlichen Orten (für den Fall eines Einbruchs oder Brands) lagern und mache sehr regelmäßig Synchronisationen auf alle Platten. Ich kann das nur jedem wärmstens empfehlen!

Dell XPS 13 Zoll

Auf Foto-Reisen und generell unterwegs benutze ich den Dell XPS 13,3 Zoll Laptop zum Arbeiten, oder dem ersten Sichten von Fotos. Aufgrund seiner geringen Größe und Gewicht, der enormen Leistungsstärke und Speicherkapazität und in Kombination mit einer USB Platte ist er für mich das ideale Gerät um auf einer längeren Fototour schon mal einen ersten Blick auf die neuen Bilder zu werfen und diese ggfs., wenn man es gar nicht mehr abwarten kann, auch zu bearbeiten, zu sortieren und abzulegen. Dank des verbauten IPS-Displays bietet der reflexionsarme Bildschirm ein sehr gutes Kontrastverhältnis, eine sehr gute Helligkeit, sowie einen sehr guten Schwarzpunkt und Farbgenauigkeit. Neben Macbooks für mich das derzeit beste Fotolaptop, ich bin jedenfalls sehr zufrieden damit.

Software

Adobe Photoshop

Für die digitale Nachbearbeitung, dem Entwickeln meiner RAW Bilddateien, benutze ich den quasi Branchenstandard Adobe Photoshop. Es ist ein sehr umfangreiches Tool und ich habe bis heute unzählige Stunden an Tutorials und How-To Videos im Netz zu den unterschiedlichsten Herangehensweisen gelesen und geschaut. Um die eigenen Fotos optimal digital zu entwickeln reichen aber im Grunde schon ein solides Basiswissen und einige Grundeinstellungsebenen aus, die man dann je nach Bild entsprechend anpasst.

Adobe Bridge

Für die allgemeine Verwaltung meiner Bilder, sowie für das initiale Sichten, spätere Vergleichen und Markieren der Bilddaten nach einer Tour, oder eines Shootings, benutze ich Adobe Bridge. Das Tool integriert sich sehr gut in meinem Workflow. Je nachdem, wie man sich den Workspace anpasst, hat man die Metadaten, wie Verschlusszeit, Blende, Iso usw. der Bilder immer im Blick und kann anhand der Vorschau entscheiden, welches Bild man entwickeln möchte und welches beispielsweise zweite Wahl ist.

Photoshop Actions

Ein weiteres, sehr wichtiges Hilfsmittel in meinem Workflow sind meine eigenen Photoshop Makros, die ich mir über die Jahre angelegt habe. Das Set beinhaltet meine kompletten Standardebenen, Luminanzmasken, den Orton Effekt, eine Dodge und Burn Ebene, einen Detailverstärker, verschiedene Farbfilter und Schärfetechniken, plus einige Extras wie den Rot-Blau Farbtausch für Infrarotfotografie und noch einiges mehr.

Alternative DSLR Einsteigerausrüstung

Gerade zu Beginn, wenn du die Fotografie neu für dich entdeckst, brauchst du natürlich nicht so eine teure und schwere Profiausrüstung wie die oben verlinkte, deshalb habe ich dir hier zwei Alternativen zusammengestellt mit denen du gleich loslegen kannst, aber auch keine Angst haben musst, wenn du dich schnell fotografisch weiterentwickelst, gleich im kommenden Jahr die nächste Kamera kaufen zu müssen. Für welche Marke du dich dabei entscheidest bleibt komplett dir überlassen. Ich habe selbst jahrelang mit Canon fotografiert und bin dann später aufgrund des hohen Dynamikumfangs der D800er Reihe zu Nikon gewechselt. Am besten mal in den Laden gehen, die gewünschte Kamera in die anfassen und die Haptik mit den eigenen Händen prüfen, sich das Menü angucken, ob es einem intuitiv genug ist und den eigenen Präferenzen entgegen kommt und dann aus dem Bauch heraus entscheiden, weil „falsch“ machen kann man bei beiden nichts.

Canon 800D

Die Canon 800D ist eine top-ausgestattete Einsteiger DSLR Kamera unter 700 Euro. Sie bietet unter anderem einen APS-C CMOS Sensor mit einer Auflösung von 25,8 Megapixeln, ein nützliches Klappdisplay und dazu das bildstabilisierte 18-55mm Kit Objektiv. Dazu noch einen Polfilter, den passenden Ersatzakku, schnelle Speicherkarte, einen Kabelfernauslöser plus ein stabiles Stativ und schon kann es losgehen mit der kreativen Landschaftsfotografie.


Nikon D5600

Eine weitere top-ausgestattete Einsteiger DSLR Kamera ist die Nikon D5600, ebenfalls unter 700 Euro angesiedelt und sogar etwas billiger als die ebenbürtige Canon Kamera. Sie ist ebenfalls eine Crop-Sensor Kamera mit DX CMOS Sensor und 24.2 Megapixeln. Sie bietet darüber hinaus ein Touch-Klappdisplay und ein gutes bildstabilisiertes 18-55mm Kit Objektiv. Dazu das entsprechend gleiche Zubehör wie bei der obigen Kamera, d.h. Polfilter, Ersatzakku, eine schnelle Speicherkarte, Kabelfernauslöser und das Stativ und los geht’s.