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In diesem Artikel geht es darum, wie du mit deiner Fotografie Geld verdienen und wo du deine Fotos online verkaufen kannst. Welche Verkaufskan√§le gibt es, was sind die Anforderungen an Bildqualit√§t, Motive und Bildstil. Wie generierst du erfolgreich ein konstantes passives Einkommen mit deiner Fotografie. Dieser Beitrag beantwortet diese Fragen f√ľr dich.

Insel im Eibsee in Bayern, von oben fotografiert
Ludwigs Insel – Eibsee in Bayern | Zum Bild

Einstellungen: F/5.6, 1/100 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: DJI Phantom 4 Pro+ + Polfilter f√ľr die Drohne

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Fotografie ist ein tendenziell eher teures Hobby. Bedenkt man die teuere Kameraausr√ľstung, Computer und Festplatten f√ľr die Nachbearbeitung und Backups und nat√ľrlich die ganzen kostenintensiven Foto Trips und Abenteuer, auf denen die Bilder √ľberhaupt erst entstehen k√∂nnen. Daher ist es nat√ľrlich verst√§ndlich, dass viele Fotografen dar√ľber nachdenken, etwas des investierten Geldes durch den Verkauf ihrer Arbeiten wieder zur√ľck zu bekommen. Wie und wo das geht, erf√§hrst du, wenn du jetzt weiter liest.

Voraussetzungen

Um √ľberhaupt in der Lage zu sein, die eigenen Fotos erfolgreich online verkaufen zu k√∂nnen, gibt es nat√ľrlich auch einige Voraussetzungen, die erf√ľllt sein m√ľssen.

Wo und was fotografieren

Viele denken, die Voraussetzung √ľberhaupt, w√§re es, m√∂glichst viele spektakul√§re Fotos aus jeder Ecke der Welt im Portfolio zu haben. Das kann helfen, muss aber nicht sein. Es mag zwar relativ offensichtlich sein, aber in erster Linie ist es viel wichtiger, dass du gerne fotografierst und dich mit den grundlegenden Aufnahmetechniken und deiner Ausr√ľstung sehr gut auskennst. Tolle Aufnahmen kannst du n√§mlich √ľberall machen.

Du musst kein Weltenbummler sein

Ich kenne viele Fotografen, die von der Lizenzierung und dem Verkauf ihrer Fotos leben, sich aber „nur“ auf Europa oder sogar ausschlie√ülich auf Deutschland konzentrieren. Das macht aus zwei Gr√ľnden Sinn. Zum Einen, weil es nat√ľrlich in jedem Land Bildverlage und Agenturen gibt, die sich jeweils auf die Motive ihres Landes spezialisiert haben und deren Kunden auch dahingehend auf sie zukommen.

In einer franz√∂sischen Bildagentur wird man kaum Bilder aus der S√§chsischen Schweiz oder dem Harz suchen oder finden. Muss man auch nicht, weil die meisten Agenturen Partnerschaften mit ausl√§ndischen Partneragenturen haben, untereinander vernetzt sind und Anfragen entsprechend weiterleiten. Zum Anderen macht es Sinn, weil du dich ja wahrscheinlich vornehmlich in deinem Heimatland aufh√§ltst und demnach dort auch kosteng√ľnstig mehr Fototouren unternehmen kannst und somit auch mehr verkaufbare Fotos produzierst.

Spannende lokale Motive finden

Ein Beispiel daf√ľr: das folgende Bild habe ich nur 10 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt in Leipzig aufgenommen. Dieses Jahr ist es das Cover f√ľr den Kalender „Wege zum Tr√§umen“ im Heye Verlag.

Wege zum Träumen
Wege zum Tr√§umen ‚Äď Cover | Zum Kalender

Aufbau eines Portfolios

Wenn du dich also mit deiner Ausr√ľstung sehr gut auskennst und gerne Fototouren in deiner Heimat (oder wo auch immer es dir beliebt) unternimmst, hast du schon zwei von vier Voraussetzungen erf√ľllt. Als n√§chstes musst du dir ein Portfolio von rund 100 Bildern aufbauen. Die meisten Agenturen und Verlage wollen bei einer Bewerbung zwar meistens erstmal nur 25 Fotos sehen, aber damit es sich finanziell √ľberhaupt auch lohnt, ist es besser schon mindestens 100 Portfoliobilder vorweisen zu k√∂nnen.

Ab wann lohnt es sich

Zusatzinformation: Das soll nur eine kleine Info zum besseren Verst√§ndnis sein und dir keineswegs Angst machen oder dir den Mut rauben. Aber mal so als Gr√∂√üenordnung, ab wann man ungef√§hr allein davon leben kann. Professionelle Fotografen, die ausschlie√ülich von der Lizenzierung ihrer Bilder leben k√∂nnen, haben oft weit √ľber 10.000 Fotos bei den Verlagen hinterlegt. Da sind dann aber auch oft, gerade bei Stadtansichten, viele Hoch- und Querformate und weitere Varianten des gleichen Motivs dabei. Das relativiert diese Anzahl dann wieder ein wenig. Zum Beispiel kannst du dann viele der Schlagworte kopieren, was eine Menge Arbeit erspart.

Verschlagwortung

Das bringt mich dann zum letzten Punkt, was die Voraussetzungen angeht. Du musst dich mit der Verschlagwortung von Fotos auseinandersetzen. Das erkläre ich dann weiter unten noch genau und gebe dir auch gleich ein Beispiel an die Hand, wo du dich dran orientieren kannst.

Wenn du nun also mit viel Spaß an der Freude rund 100 schöne, repräsentative und verkaufbare Fotos im Kasten hast, kann es los gehen mit dem Verkauf.

Was verkauft sich gut

Ok, aber was genau ist denn nun ein gutes und verkaufbares Foto? Was macht es aus? Aus finanzieller Sicht, ist das bestimmt eine sehr spannende Frage, aber ich pers√∂nlich, finde viel wichtiger, dass ich mit meinen Fotos zufrieden bin. Egoistisch wie ich bin, mache ich die Fotografie ja in erster Linie f√ľr mich und nicht f√ľr andere oder um davon leben zu k√∂nnen. Und da ich nicht davon leben muss, bereise und fotografiere ich nur Orte, die mich pers√∂nlich interessieren und salopp ausgedr√ľckt, wo ich einfach Bock drauf habe. Denn nur wenn du mit Herzblut und Leidenschaft dabei bist, kommen am Ende auch die besten Ergebnisse dabei heraus. Was sich davon dann am besten verkaufen l√§sst, erkl√§re ich nun.

Welche Motive verkaufen sich gut

Bei der Frage, welche Fotos und Motive sich gut verkaufen, muss man zunächst zwischen Resellern, die Bilder an Endkunden verkaufen und Bildverlagen unterscheiden.

Hintersee bei Ramsau
Der bekannte Hintersee bei Ramsau | Zum Bild

Einstellungen: F/5.6, 1/40 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: DJI Phantom 4 Pro+ + Polfilter f√ľr die Drohne

Bekannte Motive und touristische Regionen

Grunds√§tzlich l√§sst sich sagen, dass bei Agenturen eher Motive angefragt werden, die bekannt sind. Die Leute wollen sehen, was sie schon kennen. Zum Beispiel das Foto oberhalb vom bekannten Hintersee in Bayern. Es ist eine touristische Gegend mit sehr vielen Besuchern. Es werden Reisef√ľhrer erstellt, Plakate gedruckt, Wanderf√ľhrer und Beitr√§ge im Internet und in Zeitungen dar√ľber geschrieben, und und und. Kurzum, es gibt zahlreiche Verwendungsm√∂glichkeiten.

Exotische und unbekannte Orte

Ich habe auch sehr sch√∂ne Fotos von Seen im Umland von K√∂then, die Gegend wo ich studiert habe, im Portfolio. Das interessiert nur leider sehr wenige Leute. Analog dazu werden auch vom sch√∂nsten Sonnenuntergang eines unbekannten Strandes irgendwo in Indonesien, wo du drei Tage auf waghalsigen Wanderwegen und asketischem Camping unter Einsatz deines Lebens hingelangt bist, hier in Deutschland, wahrscheinlich tendenziell eher wenige Exemplare lizenziert. √Ąhnlich ist es auch bei Kalendern. Da werden oft bekannte Motive gew√§hlt, weil sich die Leute eben eher Bilder von Orten kaufen, die sie selbst kennen, weil sie irgendeine Art Bezug dazu haben. Sei es ein vergangener Urlaub oder als Motivation, sich das irgendwann mal mit eigenen Augen ansehen zu wollen.

Stadtansichten und Alltagssituationen

Dies gilt allgemein f√ľr den Bereich Landschaftsfotografie. Generell sind Stadtansichten sehr gefragt, sowie alle m√∂glichen Alltagssituationen mit Leuten. Zum Beispiel eine Person, die am Schreibtisch sitzt und telefoniert oder feiernde, trinkende, gl√ľckliche und attraktive Personen im Biergarten, Blumenarrangements uvm. Darauf will ich hier aber nicht weiter eingehen. Wir bleiben mit dem Schwerpunkt bei der Landschaftsfotografie.

Motive f√ľr Poster

Bei Resellern und Postershops, die an Endkunden verkaufen, sieht das anders aus. Da kannst du dann mit dem besagten Sonnenuntergang aus Indonesien vielleicht doch noch punkten. Diese Webseiten und Shopsysteme haben, nat√ľrlich je nach Platform, ihre eigene Sortierung nach Beliebtheit. Was bei ihren Kunden ankommt und sich gut verkauft, wird durch einen Softwarealgorithmus ermittelt und dann weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt. Da die Kaufentscheidung dann ganz individuelle Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Geschmack treffen, ganz im Kontrast zum Verlagseditor, kann sich hier praktisch alles m√∂gliche gut verkaufen. Hier kommt es meiner Erfahrung nach mehr auf den Bildstil an.

Welcher Bildstil verkauft sich gut

Welcher Bildstil oder welche Bildsprache verkauft sich gut und was meine ich damit √ľberhaupt? √úber die Jahre entwickelt jeder Fotograf seinen eigenen Stil. Von der Wahl der Motive, der Bildkomposition, den Lichtstimmungen, √ľber die Ausr√ľstung und Einstellungen die du bei der Aufnahme benutzt, bis hin zur Nachbearbeitung der Bilder pr√§gt das alles deinen Bildstil, deine Bildsprache. Oft sehe ich irgendwo online neue Bilder und erkenne schon, welcher Fotograf das Bild gemacht hat, ohne den Namen zu lesen, nur anhand eines kleinen Vorschaubildes.

Tipp: In der Landschaftsfotografie entsteht ein sehr gro√üer Teil des eigenen Stils, dem Look der Bilder, in der Nachbearbeitung. Das ist einer der Gr√ľnde, warum du deine Bilder im Raw Format aufnehmen solltest. Dann hast du mehr Freiraum w√§hrend der digitalen Nachbearbeitung.

Bildstil mystisch - Mystische Bildstimmung in der Sächsischen Schweiz
Mystische Bildstimmung in der Sächsischen Schweiz | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/8 Sekunde, ISO200 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Geschmack von K√ľnstler und K√§ufer

Jeder Fotograf sowie Betrachter und K√§ufer hat da nat√ľrlich seinen ganz eigenen Geschmack. Dem einen gefallen sehr kontrastreiche, dunkle, teils mystische bis surreale Bildstimmungen mehr. Beispiele f√ľr einen solchen Stil sind z.B. Marc Adamus und Max Rive. Andere bevorzugen einen nat√ľrlicheren Look der Fotos. Repr√§sentanten daf√ľr sind z.B. Tobias Richter und Rainer Mirau, die beide eine sehr klare Bildsprache haben, wie ich finde.

Bildstil hell - Wilder Bärlauch zum Sonnenuntergang
Helle Bildstimmung РWilder Bärlauch zum Sonnenuntergang | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1.3 Sekunden, ISO64, EV+0,67 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Welchen Stil auch immer du mehr magst, grunds√§tzlich werden klare, nat√ľrlich aussehende und tendenziell eher helle Fotos von Verlagseditoren wie auch Endkunden bevorzugt. Was deinem Bilderrepertoire also nicht schaden kann, ist ein wenig Diversifikation im Portfolio, √§hnlich wie bei Geldanlagestrategien mit Aktien und Fonds. Probiere verschiedene Motive, Stile und Looks f√ľr dich aus und schaue was dir gef√§llt. Darauf kommt es haupts√§chlich an! Eigentlich entwickelt sich die eigene Bildsprache √ľber die Jahre von selbst. Also mach dir deswegen nicht unn√∂tig Stress am Anfang.

Bildkomposition

Auch bei der Bildkomposition gibt es, abgesehen von den Standard „Regeln“ beim Bildaufbau, ein paar Dinge zu beachten.

Beispiel Bildkomposition - Steg zum Sonnenuntergang an der Ostsee
Beispiel f√ľr eine eher dunklere Bildstimmung an der Ostsee bei Zingst | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 30 Sekunden, ISO200 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Auf Vermarktungsmöglichkeiten achten

Wenn du Bilder f√ľr die Lizenzierung an Agenturen und Verlage einreichst, werden diese nicht nur f√ľr Bildkalender verwendet, sondern beispielsweise auch f√ľr Artikel in Zeitschriften, Wanderf√ľhrer, Plakate, Webseiten oder Werbung. Bei solchen und √§hnlichen Verwendungen ist es oft hilfreich, dass sogenannter „toter Raum“ (od. Negative Space) im Bild vorhanden ist.

Das sind Bereiche im Foto mit wenig Zeichnung, d.h. keine Objekte, Leute oder sonstige Action und Ablenkung. Ein Beispiel daf√ľr ist der wolkenlose Himmel im Foto oben. √úber dem Steg und der Ostsee ist genug Platz um dort zum Beispiel eine Artikel √úberschrift, einen Werbe-Slogan oder ein Logo zu platzieren. Das kannst du einfach im Hinterkopf behalten und dann bei den kommenden Fototouren ein paar zus√§tzliche Varianten deiner bevorzugten Bildkomposition aufnehmen. Auch immer einfach mal die Kamera drehen, sodass du Quer- und Hochformate des Fotos hast.

Aktualität der Bilder

Agenturen und Bildverlage

Die Aktualität der Bilder spielt auch eine Rolle beim Verkauf. Verlage und Bildagenturen wollen oft gar keine Bilder, die älter als drei Jahre sind, obwohl das Alter Рgerade im Bereich Landschaftsfotografie Рeine eher untergeordnete Rolle spielt.

„Bitte senden Sie uns, sofern vorab nicht anders vereinbart, nur Bildmaterial, das nicht √§lter als drei Jahre ist.“

Auszug aus einem Verlagsnewsletter an die Fotografen

Klar, in Island kann schon mal ein Vulkan ausbrechen und dann sieht das dort ein wenig anders aus, aber generell √§ndern sich klassische Landschaftensansichten nicht j√§hrlich. Nichtsdestotrotz ist es wie es ist und √§ltere Bilder werden bei Suchanfragen auf den Vertriebskan√§len der Agenturen nach unten sortiert. Das hei√üt, selbst wenn du die tollsten, sch√∂nsten und besten Fotos einer bestimmten Region im Portfolio hast, werden diese mit der Zeit in den Suchergebnissen der Verlage automatisch nach hinten sortiert, sobald aktuellere Fotos vorliegen. Die Agenturen wollen √ľber ihre Plattformen ihren Kunden eben immer das Neuste Bildmaterial anbieten.

Anmerkung: Es gibt aber auch zus√§tzlich zu den regul√§ren automatisierten Suchergebnissen, von den Editoren manuell erstellte Bildvorschl√§ge f√ľr Kundenanfragen, bei denen auch √§ltere Bilder dabei sein k√∂nnen, wenn sie sich in der Vergangenheit schon gut verkauft haben.

Beispiel Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein
Das Märchenschloss Neuschwanstein in Bayern | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 0.6 Sekunden, ISO200, EV+0,67 | Ausr√ľstung: Canon 5D MkII + Canon L 16-35mm + Polfilter

Als Beispiel dazu ein Foto vom M√§rchenschloss Neuschwanstein in Bayern zum Sonnenuntergang. Die Architektur des Geb√§udes und auch die Geografie des Umlandes ver√§ndert sich nur sehr selten, wenn √ľberhaupt. Einzig die Jahreszeiten und Lichtbedingungen √§ndern sich kontinuierlich. Wie auch nat√ľrlich die Technik mit der solche Aufnahmen gemacht werden. Das sind alles Gr√ľnde warum das Bild am Ende doch „altert“ und in den Suchergebnissen der Verlage an Aktualit√§t verliert. Traurig aber wahr.

Reseller und Shopsysteme

Anders ist es bei den Resellern und Shopsystemen sowie Onlineshops. Dort werden die Bilder mit der Zeit in den Suchergebnissen tendenziell eher „hochgesp√ľlt“. Je nach dem was f√ľr Kriterien der verwendete Sortier-Algorithmus der jeweiligen Seite hat. Meistens eben die Beliebtheit (getriggert durch Klicks und Verk√§ufe) bei den Kunden. Das hei√üt, da k√∂nnen sich unter Umst√§nden regelrechte Dauerbrenner etablieren, so genannte Cashcows (auch Geldkuh oder Goldesel genannt), die sich recht regelm√§√üig verkaufen. Ich habe schon von Fotografen geh√∂rt, die mit den Verk√§ufen eines einzigen Bildes ihr ganzen Haus finanziert haben. Auch hier gilt einfach, „Versuch macht kluch“ und „probieren geht √ľber studieren“. Also ruhig probieren unterschiedlichste Bilder zum Verkauf anzubieten. Abgelehnt werden k√∂nnen sie immer noch.

Bei den seri√∂sen und professionellen Seiten, findet bei jedem Bilderupload sowieso eine Vorauswahl statt, bei der die verantwortlichen Art Direktoren, Publishing Manager oder Editoren, wie auch immer sie sich nennen, die in ihren Augen schlecht verk√§uflichen Bilder aussortieren. Mit der Zeit bekommt man aber selbst ein gutes Gef√ľhl daf√ľr, welche Bilder sich wo am besten verkaufen.

Qualitätsanforderungen

Um deine Bilder online verkaufen zu k√∂nnen, gibt es von den Agenturen, Verlagen und Resellern bestimmte Qualit√§tsanforderungen, die deine Bilder erf√ľllen m√ľssen. Der auf Reisefotografie (Landschaft, St√§dte, Natur, Kultur) spezialisierte Verlag Huber Images hat auf seiner Fotografen Seite dazu ein PDF Dokument namens „Informationen zur Bildeinreichung“ ver√∂ffentlicht.

Wenn du auf den Link klickst, √∂ffnet sich ein neues Fenster mit der kompletten Datei. Link zur PDF. Das drei-seitige Dokument und die darin beschriebenen Anforderungen an die eingereichten Motive, sowie die technische Qualit√§t der Fotos, gibt dir einen guten ersten Anhaltspunkt und eine √úbersicht, was branchen√ľblich verlangt wird. Das ist bei den meisten Agenturen und Verlagen √§hnlich.

Tipp: Zus√§tzlich akzeptieren viele Verlage mittlerweile auch mit dem Mobiltelefon aufgenommene Bilder (und Videos), die aber mit speziellen Keywords markiert werden m√ľssen.

In den folgenden Abschnitten gehe ich noch einmal kurz auf die jeweiligen Anforderungen an die Motive und die technische Qualität der Bilder und die akkurate Verschlagwortung ein.

Motive

Wie weiter oben schon beschrieben eignen sich f√ľr den Verkauf und die Lizenzierung deiner Fotos am ehesten die Highlights einer Region mit einer klaren Bildsprache. Behalte aber auch immer im Hinterkopf, dass es die unterschiedlichsten Verwendungszwecke gibt, unter anderem Kalender, Postkarten, Puzzle, Reisef√ľhrer, Reiseberichte, Werbeanzeigen, Zeitschriftenartikel, sonstige Reportagen sowie Buch- und CD-Cover.

Wenn du da Lust drauf hast, kannst du also z.B. auch mal zus√§tzlich zu deinen Landschaftsfotos noch weitere Aspekte fotografieren. In erster Linie sind das f√ľr mich Stadtansichten zur blauen Stunde und hier und da auch mal weitere Facetten wie Lifestyle, Leute, das lokale Essen und nat√ľrlich die Sehensw√ľrdigkeiten einer Region.

Arktische Bucht auf den Lofoten
Arktische Bucht auf den Lofoten – viel Platz f√ľr Text oben links | Zum Bild

Einstellungen: F/6.3, 1/120 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: DJI Phantom 4 Pro+ + Polfilter f√ľr die Drohne

Bildqualität

Die in dem oben verlinkten Dokument beschriebenen technischen Anforderungen an die eingereichten Bilder sind ebenfalls √ľblich in der Branche. Abgesehen von der neuen M√∂glichkeit auch Drohnen- und Smartphone Bilder zu verkaufen.

Technische Anforderungen

Das heißt konkret, bei normalen Einsendungen (kein Handy oder Drohne) wird darauf geachtet, dass die Megapixelanzahl des Kamerasensors mindestens um die 20 Megapixel beträgt. Oft wird Wert darauf gelegt, dass das Foto mit einer Vollformat Kamera im 16 Bit Modus und im Raw Format im Adobe RGB Farbraum aufgenommen wurde. Daher ergibt sich dann auch die Mindestgrößenanforderung der einzelnen Dateien.

Wenn die Fotos groß gedruckt werden sollen o.ä. ist es zudem sehr wichtig eine nicht zu hohe ISO beim Fotografieren benutzt zu haben, um das Rauschverhalten im Bild auf einem erträglichen Maß zu halten. Auch bei den Objektiven wird erwartet, dass du professionelles Equipment benutzt, wenn du deine Bilder verkaufen möchtest. Zudem wird erwartet, dass du chromatische Farbfehler herausrechnest, wenn vorhanden. Selbstverständlich dagegen finde ich Anforderung, dass Sensorflecken entfernt sein sollten. Den Anspruch sollte eigentlich jeder ambitionierte Fotograf, gerade wenn er seine Fotos verkaufen möchte, an sich selbst haben.

Beispiel Anforderungen Verlag

Dazu folgendes Zitat aus dem Informationsdokument des Verlages:

Ausgabedateien: Die Bilder m√ľssen der Agentur in folgenden Eigenschaften vorliegen: Die gr√∂√üere Seitenl√§nge der Aufnahmen bei 300 dpi sollte mindestens 45 cm betragen. Bei Panoramaaufnahmen sollte die Seitenl√§nge mindestens 60 cm bei 300 dpi (ca. 70 MB unkomprimiert) betragen.

Auszug aus einem Informationsdokument f√ľr Fotografen

Um auf Nummer sicherzugehen was die Ausr√ľstung angeht, kannst du in meinen Ratgeber f√ľr die beste Kamera f√ľr Landschaftsfotografie reinschauen oder dich mal bei meinen Empfehlungen umsehen. Das ist das Equipment, was ich selbst seit Jahren nutze und sehr gute Erfahrungen damit gemacht habe.

Hamnoya Lofoten
Das Fischerdorf Hamnoya auf den Lofoten | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/100 Sekunde, ISO200 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Im Bereich Qualit√§t abschlie√üend noch ein Wort zum Thema Sch√§rfe und Nachsch√§rfen der Fotos. F√ľr die Lizenzierung wie auch f√ľr den Verkauf √ľber Shops sollten deine Fotos generell nur moderat nachgesch√§rft werden. Der Hintergrund ist, dass man Fotos am besten sch√§rfen kann, wenn man die letztendliche Ausgabegr√∂√üe wei√ü. Das kannst du auch in meinem verlinkten Artikel √ľber das Sch√§rfen nachlesen. Bei all den m√∂glichen und unterschiedlichsten Verwendungsm√∂glichkeiten kann das nat√ľrlich niemand vorhersagen, deshalb nur ganz leicht gesch√§rft einreichen.

Rechtliches

Beim Verkauf deiner Bilder musst du – nat√ľrlich – auch einige rechtliche Aspekte ber√ľcksichtigen. Als Fotograf es z.B. auch deine Aufgabe das Kunsturheberrechtsgesetz (KunstUrhG) zu beachten.

Gesunden Menschenverstand benutzen

Das meiste liegt aber auf der Hand und sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen. Zum Beispiel, dass du dich auch an den Orten aufhalten durftest, an denen du fotografiert hast. Das heißt du bist nirgends eingebrochen, um deine Aufnahmen im Kasten zu haben, oder hast dich illegal dort aufgehalten.

Wenn du auch Drohnenpilot bist und gerne Fotos aus der Luft anfertigst und die neuen Perspektiven liebst, dann halte dich bitte auch die geltenden Gesetze, habe eine Versicherung daf√ľr und fliege vor allem nur wo es erlaubt ist und du keine Menschen oder Tiere gef√§hrdest!

Tipp: Zum Thema Drohnenfotografie habe ich einen ausf√ľhrlichen Guide mit vielen Tipps und Tricks geschrieben.

Kylingaskard Vatn - Isländisches Hochland
K√Ĺlingaskar√į im Isl√§ndischen Hochland | Zum Bild

Einstellungen: F/5.6, 1/200 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: DJI Phantom 4 Pro+ + Polfilter f√ľr die Drohne

Property und Model Releases

Bei der normalen, am Boden statt findenden Fotografie, sind die beiden wichtigsten juristische Aspekte sind die sogenannten Releases. √úbersetzt am ehesten Freigabe- bzw. Ver√∂ffentlichungsformular. Bei Geb√§uden, H√§usern, Farmen und Firmen usw. gibt es daf√ľr extra das Property-Release. Sind eine oder mehrere Personen im Foto zu sehen, ist es besser, ein Model-Release der entsprechenden Leute zu haben.

Das erh√∂ht die Verkaufs- bzw. Lizenzierungschancen erheblich. Sonst wird der Verwendungszweck der Lizenz f√ľr die meisten Kunden bei solchen Fotos zu sehr eingeschr√§nkt. Zu beachten ist, dass du das bei allen Personen brauchst. Auch wenn du deine Frau, Freundin, Oma oder sonst wen aus dem famili√§ren Umfeld abgelichtet hast, ist es besser ein Model-Release f√ľr das Foto zu haben.

Diese Releases sind relativ einfach gehaltene Formulare auf denen beide Parteien, d.h. z.B. das Model und der Fotograf unterschreiben. Diese Vordrucke ändern sich immer mal wieder, aber die bekommst du mit großer Sicherheit kostenlos von deinen Verlag bereitgestellt.

Das Finanzielle

Zwei weitere rechtliche Aspekte, die du unbedingt beachten musst, sind die Bezahlung und die Steuern! Das h√§ngt aber wiederum stark von deiner Gesellschaftsform als Fotograf ab und ist definitiv ein Artikel f√ľr sich. Solltest du gerade anfangen Geld mit deinen Fotos zu verdienen, dann gilt f√ľr dich wahrscheinlich die sogenannte Kleinunternehmerregelung. Ich rate dir, dich dahingehend weiter zu belesen, oder von einem Steuerberater beraten zu lassen.

Verschlagwortung (sog. Keywording)

Da unsere g√§ngige Software heutzutage Bilder und Fotos leider immer noch relativ schlecht auslesen und automatisch verschlagworten kann, musst du als Fotograf deine Bilder beim Einreichen mit Keywords versehen, die das Bild beschreiben, damit sie von Kunden √ľberhaupt gefunden werden k√∂nnen.

Kalender Wildnis in Deutschland
Die letzten Wildnisse Deutschlands 2019 (KUNTH Wandkalender Black Edition) | Zum Kalender

Manueller Prozess

Dies ist ein sehr zeitraubender, m√ľhsamer, monotoner, arbeitsintensiver und sich wiederholender Prozess. Zwar gibt es schon Software, die z.B. beim Bild oben erkennt, dass es eine Outdoor-Szene ist, darin W√§lder, Berge und die Sonne zu sehen sind, aber eben (noch) nicht, dass es die S√§chsische Schweiz in Deutschland ist, die Schrammsteine im Hintergrund zu sehen sind und es im Sommer vom Carolafelsen aus fotografiert worden ist. Das alles sind aber Informationen, die den potenziellen Kunden interessieren und wichtig sind, damit das Bild in den riesigen Verlagsdatenbanken und Shopsystemen der Reseller gefunden werden kann.

Generell werden meistens mindestens ca. 25 Schlagworte pro Bild verlangt und eine kurze Beschreibung, eine Art Titel. Bei den Shops ist es meist weniger. Die einzelnen Verlage haben dazu meistens eine extra Anleitung f√ľr ihre Fotografen. Lies diese sorgsam durch, das ist wirklich wichtig! Sonst werden deine Bilder am Ende nicht gefunden und der ganze Aufwand von der Planung bis zur Nachbearbeitung war „umsonst“. Am besten l√§sst sich das an einem Beispiel zeigen, denke ich.

Ein Beispiel dazu

Beispiel Verschlagwortung des Kalender Cover Fotos oben:
Beschreibung: Sonne, Sonnenuntergang, Carolafelsen, Sächsische Schweiz, Deutschland, Europa
Stichw√∂rter: Sonnenuntergang, Carolafelsen, Aussicht, S√§chsische Schweiz, Elbsandsteingebirge, Deutschland, Europa, Sachsen, Steine, Felsen, Tal, Sandstein, Gebirge, Schlucht, Canyon, Klippen, Felsnadel, Berge, Mittelgebirge, Wald, Gipfel, Nationalpark, Urlaub, Reise, Outdoor, Abenteuer, Auszeit, Ruhe, Sehnsucht, Wildnis, Natur, Landschaft, Idylle, allein, einsam, menschenleer, Fotografie, Sonne, Gegenlicht, Sommer, Querformat, Ausflugsziel, Sehensw√ľrdigkeit, Touristenattraktion

Tipp: Wenn du, wie ich, deine Bilder bei mehreren Verlagen einreichst, empfiehlt es sich, die Beschreibung und Stichworte, zusammen mit den IPTC Informationen, zum Beispiel mit Photoshop (Tastenkombination STRG+ALT+SHIFT+I), direkt in die Bilder zu schreiben. Dann musst das nicht mit irgendwelchen Excellisten oder √ľber einzelne Formulare bei jeder Agentur extra machen. Das spart viel Zeit!

Konzentriert bleiben

Die korrekte und gewissenhafte Verschlagwortung ist ein sehr wichtiger Aspekt beim Verkauf deiner Fotos. Auch wenn es monoton ist, muss du gewissenhaft bleiben. Wenn du deine Bilder, z.B. einen Berggipfel o.√§. mit falschen Schlagworten versiehst und das so falsch in einem Wanderf√ľhrer landet, werden sich sehr viele Leute dar√ľber √§rgern.

Verkaufskanäle

Es gibt grunds√§tzlich unterschiedliche Ans√§tze und M√∂glichkeiten die eigenen Bilder online zu verkaufen. Der quasi Standard ist die Lizenzierung √ľber die Bildverlage. Da es aber heutzutage viel mehr Fotografen, bzw. Leute mit Kameras gibt, und diese auch mehr verreisen, als noch vor einigen Jahren, gibt es ein viel gr√∂√üeres Bilderangebot als noch vor der Digitalisierung der Fotografie. Das f√ľhrt dazu, dass immer weniger Fotografen ausschlie√ülich von der Lizenzierung leben k√∂nnen.

Allerdings gibt es auch eine gestiegene Nachfrage an neuem Bildmaterial. Zum Einen wird die Technik und auch die Bildqualit√§t immer besser und zum Anderen besteht auch ein Mehrbedarf durch neue Nutzungsformen, wie zum Beispiel durch Online-Shops, Reiseb√ľros, private und Firmen Blogs, Social Media Kan√§le, Magazine, Handy Hintergrundbilder und noch vieles mehr.

Reine Lofoten, Norwegen
Das malerische Fischerdorf Reine auf den Lofoten in Norwegen | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/160 Sekunde, ISO200, EV-0,67 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Es empfiehlt sich also neben der Lizenzierung √ľber Verlage, die eigenen Bilder auch anderweitig, auf neueren Vertriebskan√§len zu verkaufen. Diese stelle ich dir jetzt kurz vor.

Verkauf √ľber Reseller

Neben der Lizenzierung, ist der Verkauf √ľber Reseller, der f√ľr mich momentan zweitwichtigste Kanal f√ľr den Verkauf meiner Fotos. Der Erl√∂s von Lizenzierung und Verkauf an Endkunden verh√§lt sich ungef√§hr 2/3 zu 1/3. Anzumerken ist, dass ich bei den Resellern weitaus weniger Fotos im Angebot habe, als bei den Verlagen. Das ist aber normal, da sich Endkunden f√ľr weniger Motive, Varianten usw. interessieren als es Verwendungsm√∂glichkeiten bei der Lizenzierung gibt.

Tipp: Ein gro√ües Pro f√ľr den Verkauf deiner Fotos dort ist, dass du ausw√§hlen kannst, √ľber welche gro√üen Vertriebsplattformen deine Bilder zus√§tzlich verkauft werden sollen. Nur durch das Setzen eines Hakens beim Hochladen deiner Bilder, bist du mit deinen Werken pl√∂tzlich auch auf Amazon, Ebay oder Otto pr√§sent.

Beispiele Shopsysteme f√ľr Endkunden

Hier nun ein paar nationale und internationale Beispiele f√ľr Foto Reseller Systeme bzw. Onlineshops.

Beispiele:

  • Posterlounge.de – mittlerweile in vielen L√§ndern Europas vertreten, Export an z.B. Amazon, Ebay, Otto
  • Photocircle.de – mit dem Verkauf deiner Bilder unterst√ľtzt du soziale Projekte auf der ganzen Welt
  • Artland Bildershop – auch Bilderexport zu anderen Plattformen m√∂glich
  • RedBubble.com – hier geht es nicht nur um Fotos, sondern generell um Kunstobjekte
  • Society6.de – in diesem Shop geht es neben der Wandkunst auch um Deko und andere Artikel
  • artboxONE.de – ebenfalls ein noch recht neuer Bilder, Deko & Geschenke Onlineshop

Lizenzierung √ľber Bildverlage

Es gibt ein undurchschaubare Vielzahl an gro√üen und kleinen Bildverlagen in Deutschland. Viele von ihnen sind auf bestimmte Themen spezialisiert, andere eher Allrounder. F√ľr wen sollst du dich jetzt entscheiden, bzw. wo bewerben, damit deine Bilder bestm√∂glich verkauft werden. Ich habe es damals am Anfang so gemacht, dass ich geguckt habe, bei welchen Agenturen meine Vorbilder in Sachen Fotografie unter Vertrag sind. Wenn diese finanziell erfolgreich sind und seit Jahren bei dem jeweiligen Verlag sind, kann das wohl nicht grunds√§tzlich falsch sein, dachte ich. So bin ich damals auf meinen ersten Verlag gesto√üen und habe mich dann dort beworben. Das habe ich bis heute nicht bereut. Es ist also ein Weg den du gehen kannst.

Hier nun meine drei Beispiele f√ľr Deutschland in Kombination mit Landschaftsfotografie.

Beispiele:

  • Mauritius Images – sehr sch√∂nes Fotografen Portal und ansprechende Webseite, sehr professionell
  • Look Photos – schon eher spezialisiert auf Reise, Landschaft, Kultur, St√§dte
  • Huber Images – spezialisiert auf Reisefotografie mit den Schwerpunkten Deutschland und Europa

Verkauf √ľber Galerien

Den Verkauf √ľber Galerien m√∂chte nur kurz erw√§hnen. Die M√∂glichkeit gibt es theoretisch, aber da der Artikel sich auf den Online Verkauf konzentriert und ich kaum Erfahrung damit habe, halte ich mich hier sehr kurz. Zudem ist es relativ schwierig die Bilder zus√§tzlich zum Verkauf im Internet in einer angesehenen Galerie zu positionieren. Es gibt nat√ľrlich auch lokale, kleinere Galerien usw., wo du dich bewerben kannst, aber dort erreichst du aber auch viel weniger Leute, als im globalen Internet.

Es gibt aber auch weltweit agierende Galerien, wie zum Beispiel YellowKorner. Hier in Leipzig ist eine in der Mädler-Passage. Da laufe ich manchmal in der Mittagspause lang und schaue mir ein paar schöne Werke an.

Beispiel:

Verkauf √ľber eigene Webseite

Nicht zuletzt kannst du auch deine Bilder √ľber deine eigene Webseite verkaufen. Hast du genug Reichweite mit der Seite, kann es sich durchaus lohnen. Gerade in Deutschland musst du aber auf viel Juristisches achten, wenn du selbst einen Onlineshop betreiben willst. Stichworte dabei sind z.B. g√ľltige AGBs, Steuern, Ausweisung von Preisen und zus√§tzlichen Kosten, R√ľckversand und Fristen uvm. Zudem musst du dich selbst f√ľr das Marketing die Suchmaschinen Optimierung (SEO), die Produktion der Bilder, die Zahlungsabwicklung und den Versand und ggfs. die R√ľckabwicklung k√ľmmern. Kurzum – ein Arsch voll Arbeit, der sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und in der du dich nicht mehr mit der Fotografie selbst besch√§ftigen kannst.

Jetzt k√∂nntest du fragen, warum ich dass dann mache. Bei mir ist das historisch so gewachsen. Ich habe vor ca. 20 Jahren, angefangen meine ersten eigenen Webseiten zu programmieren, woraus dann mein heutiger Beruf entstanden ist. Mit meinem Wissen heute w√ľrde ich mir zum Pr√§sentieren meiner Fotos ein Webseiten-Galerie-System nehmen und auf einen eigenen Onlineshop verzichten. Der Aufwand lohnt sich meistens einfach nicht.

Tipp: Eine weitere Möglichkeit wäre noch, wenn du einen gut laufenden Fotografie Blog hast, deine Bilder dort in entsprechenden Artikeln zu bewerben und ggfs. direkt auf die Artikelseiten eines deiner Reseller zu verlinken.

Micro Stock Agenturen

Es gibt mittlerweile so einige Microstock Agenturen auf dem Markt. Ich rate von einer Zusammenarbeit mit diesen eindeutig ab! Es kann einfach nicht fair sein, wenn man f√ľr einen Bildverkauf oder eine Lizenzierung als Autor nur noch wenige Cent pro Bild bekommt. Es steckt so viel Arbeit in den Bildern, von der Planung und dem technischen Handwerk, der Durchf√ľhrung und ggf. einer weiten Reise, dem Kauf des teuren Equipments usw., sodass ich einen Preis von nur wenigen Cent einfach ungerecht finde. Meine Arbeit und die Fotos sind mir da eindeutig zu schade f√ľr so ein Ramschverkauf. Vielen anderen Fotografen oder Hobby-Knipsern anscheinend aber nicht. Das ist einer Gr√ľnde, warum der Bild-Lizenzierungs Markt kriselt und die Preise seit Jahren fallen.

Hauptberuflich oder Nebenberuflich

Grunds√§tzlich sind beide Varianten m√∂glich. Das sch√∂ne ist, du musst nicht gleich deinen jetzigen Job k√ľndigen und all-in gehen. Du kannst den Online Verkauf deiner Fotos und die Lizenzierung sukzessive nebenberuflich in Ruhe und ohne Druck aufbauen und wenn du dauerhaft genug Geld damit verdienst, kannst du das nat√ľrlich auch hauptberuflich machen.

Sonnenaufgang am Cap de Formentor - Mallorca
Sonnenaufgang am Cap de Formentor auf Mallorca | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/4 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: Canon 5D MkII + Canon L 16-35mm + Polfilter

Erfahrungsgem√§√ü musst du dann aber, wie weiter oben schon geschrieben, weit mehr als 10.000 sehr gute und verkaufbare Bilder bei den Verlagen und Resellern haben. Alleine die Fotos zu produzieren mit Verschlagwortung und Einreichung dauert Jahre. Das ist also nichts was du mal „schnell nebenbei“ machen kannst und schnell an Geld zu kommen. Das wird dauern und da steckt sehr viel Arbeit drin. Vielleicht hast du aber auch noch eine ganz andere Idee mit der du mit deinen Bildern erfolgreich bist, dann schreib mir in direkt oder in den Kommentaren.

Die meisten Landschafts- und Naturfotografen, die ich kenne und die hauptberuflich von Fotografie leben und damit ihr Geld verdienen haben sich einen bunten Mix aus mehreren Einnahmequellen aufgebaut. Das sind dann z.B. Lizenzierung und direkter Verkauf die Bilder, Anbieten von Fototouren und Workshops, Sprechen auf Veranstaltungen (z.B. √ľber Reisen & Fotografieren), Anfertigen von Auftragsarbeiten, Coaching via Skype und der Verkauf von Videokursen zur Nachbearbeitung von Fotos. Es gibt noch mehr M√∂glichkeiten, aber das sind so die g√§ngigsten.

Muss ich ein Gewerbe anmelden

Wenn du deine Fotos erst einmal ausschlie√ülich nebenbei verkaufst und gucken willst, ob und wie das √ľberhaupt funktioniert, brauchst du vorl√§ufig kein Gewerbe. Wenn sich dann durch etwaige Verk√§ufe und Lizenzierungen mit der Zeit ein gewisses regelm√§√üiges monatliches Einkommen bildet, kannst du das bei der Einkommenssteuererkl√§rung im Bereich selbstst√§ndiges Einkommen angeben. Solltest du ohne Verlag und Agentur, praktisch privat und ohne Gewerbe Fotos verkaufen, darfst du auf den Rechnungen keine Mehrwertsteuer ausweisen. Mehr musst du f√ľr den Anfang nicht beachten.

Mach dir also zu Beginn erstmal keine Sorgen wegen der Gewerbeanmeldung. Die kannst du gegebenenfalls auch bis zu ein Jahr r√ľckwirkend beantragen und kostet nicht viel. Du brauchst sie aber f√ľr den Anfang nicht. Es gibt in Deutschland auch einen recht hohen j√§hrlichen Freibetrag daf√ľr. Da dieser schwankt, will ich den konkreten Wert hier nicht anf√ľhren. Er liegt aber weit jenseits der 10.000 EUR pro Jahr. Auch eine Anmeldung bei der Handwerkskammer ist nicht n√∂tig.

K√ľnstlervertrag

Verkaufst du deine Bilder online √ľber Shopsysteme oder l√§sst sie √ľber Verlage und Agenturen lizenzieren, muss das nat√ľrlich vertraglich geregelt sein. Das ist √§hnlich wie einem normalen Arbeitsvertrag. Da du momentan wahrscheinlich einer geregelten Arbeit nachgehst, ist es empfehlenswert den aktuellen Arbeitgeber im Vorfeld dar√ľber zu informieren, dass du dich im Nebengewerbe engagieren willst. Da kann n√§mlich unter Umst√§nden ein Interessenkonflikt bestehen oder dein Arbeitgeber lehnt das grunds√§tzlich ab. Als Softwareentwickler hatte ich damit bisher noch nie Probleme.

Wie bekomme ich ihn

Um einen K√ľnstlervertrag zu bekommen, musst du dich zun√§chst bei dem Partner deiner Wahl bewerben. Ein entsprechender Link findet sich meistens irgendwo unten auf der Webseite. Das passiert in den meisten F√§llen recht formlos per Email mit Anhang oder √ľber ein eigenes Formular. Es geht prim√§r um eine kurze Vorstellung deiner Person und um die 20 Bilder deiner Wahl. Diese Auswahl zu treffen ist nicht leicht, aber muss sein. Die Verlagseditoren oder wer auch immer sich deine Bewerbung anguckt und dar√ľber entscheidet, sieht erstmal nur diese rund 10 bis 20 Fotos, also w√§hle sie sehr sorgsam aus. Wenn deine Fotografien √ľberzeugen k√∂nnen, einigt man sich √ľber die Vertragsbedingungen und die Zusammenarbeit kann beginnen.

Was gibt es zu beachten

In den K√ľnstlervertr√§gen gibt es viele Punkte und Paragraphen, wie in allen anderen Vertr√§gen auch. Vieles ist Allgemeines, manches ist branchenspezifisch. Sehr wichtig sind z.B. die Nutzungsrechte deines Vertriebspartners an deinen Fotos. Achte darauf, dass du als Bildautor nur das Nutzungsrecht am Urheberrecht √ľbertr√§gst, aber nicht das Eigentum. Das k√∂nnte dann ungef√§hr so aussehen:

„Der Bildautor √ľbertr√§gt im Rahmen des vorliegenden Vertrages ausschlie√ülich das nicht exklusive
Nutzungsrecht am Urheberrecht, nicht das Eigentum an den √ľberlassenen Fotografien an die
Agentur.“

Beispiel Paragraph aus K√ľnstlervertrag

Exklusiv oder Nicht-Exklusiv

Die meisten Partner wollen nat√ľrlich, dass du exklusiv bei ihnen unter Vertrag bist. Somit k√∂nnen sie deine Bilder bei Kunden dann mit der Exklusivit√§t bewerben. Das ist eher bei der Lizenzierung durch Verlage verbreitet. Das hat auch wieder Vor- und Nachteile. Entscheidest du dich daf√ľr, exklusiv bei einem Verlag zu sein, ist dein Anteil an allen Erl√∂sen h√∂her, daf√ľr schr√§nkst du dich aber auch auf deren Vermarktung und Partneragenturen ein, wodurch dir m√∂gliche weitere Kunden durch die Lappen gehen. Auf jeden Fall hast du mit der Exklusivit√§t weniger Arbeit, weil du dann ja nur eine Agentur mit Fotos beliefern musst.

Sonnenaufgang Heringstein
Sonnenaufgang am Heringstein in der Sächsischen Schweiz | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/25 Sekunde, ISO100 | Ausr√ľstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter

Ich habe exklusiv bei einem Verlag angefangen, aber nach ein paar Jahren auf nicht-exklusiv gewechselt und bin sehr froh dar√ľber. Die Verteilung der Fotos √ľber mehrere Verlage hat sich f√ľr mich gelohnt. Man bekommt bei bei nicht-exklusiven Vertr√§gen nat√ľrlich weniger Prozentanteile am Verkauf / der Lizenzierung von der einst einzigen Agentur, aber die Streuung lohnt sich meiner Erfahrung nach.

Weitere √ľbliche Vertragsinhalte

Weitere √ľbliche Vertragspunkte sind der Vermarktungsumfang (z.B. Deutschland oder weltweit), Vertragspartner, die Honorare, Konkurrenzausschlu√ü, Abrechnungen, die Releases (wie schon oben bei Verschlagwortung beschrieben), Bild-Ver√§nderungen und das Vertragsende (d.h. K√ľndigungsfristen usw.).

Es gibt meiner Erfahrung nach vor allem drei Punkte, auf die du vor dem Unterschreiben achten musst. Das die Bildrechte bei dir bleiben setze ich hier mal voraus, alles andere ist unseriös.

Drei Punkte auf die du achten musst

  1. Exklusiv oder Nicht-Exklusiv – das musst du am Ende f√ľr dich entscheiden
  2. Wie hoch ist dein Anteil am Verkauf – du kannst den Vorschlag des Partners akzeptieren, oder verhandeln (√ľblich sind zw. 25% – 45%)
  3. K√ľndigungsfrist – dar√ľber kann man auch meistens reden, bei Bedarf (normalerweise unbefristet)

Vermarktung der Bilder

Hast du einen oder mehrere K√ľnstlervertr√§ge mit Partnern geschlossen, √ľbernehmen diese den Gro√üteil der Vermarktung deiner Fotos. Diese haben meist eigene Newsletter, Blogs, RSS Feeds, Social Media Kan√§le, oder direkte Ansprechpartner in der Branche und Vermarkten deine Fotos auf diese Weise. Als neuer Fotograf wirst du auch meistens im Rahmen einer Pressemitteilung o.√§. vorgestellt. Wie zum Beispiel hier im Bild unten zu sehen, als Look Photos mich als einen neuen Fotograf beim Bundesverband professioneller Bildanbieter angek√ľndigt hat.

Pressemitteilung Look Photos - Dave Derbis
Link zur Mitteilung beim BVPA

Eigenvermarktung

Solltest du noch keine Partner im Vertrieb haben, dann kannst du deine Fotos nat√ľrlich auch selbst vermarkten. Heutzutage sind nat√ľrlich die sozialen Medien recht wichtig um deine Fotos der breiten Masse schnell und einfach zug√§nglich zu machen. Aber auch dort, besonders bei Instagram, ist die Verschlagwortung sehr wichtig um deine Bilder bekannt zu machen.

Es ist auch nicht verkehrt K√ľnstlerprofile in verschiedenen Foto- und Kunstseiten im Netz zu haben und seine Bilder dort mit anderen Fotografen oder Kunst begeisterten Menschen zu teilen.

Das Schreiben eines eigenen Blogs und das Präsentieren deiner Portfolio Bilder auf deiner persönlichen Webseite sind weitere Vermarktungsvarianten. Lokale Fotoclubs und deren öffentliche Ausstellungen sind ebenfalls eine Option, wie auch ein auf Fotografie bezogener Podcast.

In Fall das Interview-Anfragen von Webseiten, Foren, Zeitungen, Radio Sendern oder woher auch immer kommen, solltest du diese ruhig annehmen und auch auf diese Weise Werbung f√ľr deine Fotografie betreiben.

Wenn du dich gerne in der √Ėffentlichkeit pr√§sentierst, kannst du auch noch einen Schritt weiter gehen und einen eigenen YouTube Kanal er√∂ffnen und dort √ľber deine Bilder und Fotografie sprechen.

Die wichtigsten Punkte

Hier noch mal die wichtigsten Punkte zur Vermarktung deiner Fotos zusammengefasst:

  • Soziale Medien wie Instagram, Facebook, YouTube
  • Fotowebseiten wie DeviantArt, 500px, Fotocommunity, DSLR Forum
  • Eigener Blog / Webseite und Partnerblogs
  • Fotostammtische und Clubs, Austellungen
  • Interviews, Zeitungsartikel, Reiseberichte

Bilderdiebstahl im Netz

Urheberrechtsverletzungen und Bilderdiebstal sind keine Kavaliersdelikte! Und trotzdem passiert es st√§ndig und zu tausenden im Internet. Die Bilder werden, trotz Wasserzeichen, Logo und Autorenhinweise in den IPTC Daten, einfach herunter geladen und f√ľr die eigene Webseite, Shop, Blog, Soziale Medien oder was auch immer benutzt. Das ist sehr √§rgerlich und oft, wenn sich der Dieb nicht ausfindig machen l√§sst, weil der Betreiber der Seite sonstwo auf der Welt seine Heimat, kannst du wenig dagegen unternehmen.

Recherche der Vertragspartner

Die meisten Agenturen und Verlage haben deswegen, spezielle Abteilungen, die darauf spezialisiert sind den Diebstahl deiner Fotos im Netz aufzudecken. Ich bekomme regelmäßig Anfragen, ob die Verwendung eines Fotos rechtmäßig ist. Das sieht dann ungefähr so wie in folgendem Screenshot aus. In dem Fall hatte ein Hotel eines meiner Fotos vom Bodetal illegal benutzt.

Klärung der Rechte
Klärung der Rechte

Du bekommst vom Verlag eine Email mit einem Link, wo du kl√§ren kannst, ob es eine rechtm√§√üige lizenzierte Nutzung ist, oder eben nicht. In letzteren Fall geht der Verlag dann die n√§chsten juristischen Schritte und du bekommst am Ende deinen Anteil und musst dich um nichts weiter k√ľmmern. Das ist schon sehr angenehm, dass das die Agenturen √ľbernehmen.

„Lieber Fotograf,
 
unser Recherchedienst hat Verwendungen Deiner Motive im Internet gefunden zu der wir keine Nutzungslizenz zuordnen können.
Zur Kl√§rung der Rechte bitten wir Dich, √ľber den Link … die Anfrage zu beantworten. „

Auszug aus Verlagsemail zur Klärung der Bildrechte

Selbst recherchieren

Aber auch, wenn deine Rechte bisher von keinem Verlag vertreten werden, kannst du selbst recherchieren, ob deine Bilder irgendwo gestohlen worden sind und illegal im Netz verwendet werden. Google bietet dazu die bequeme Reverse-Bildersuche an. Klicke einfach im Eingabefeld auf das Kamerasymbol. Dort kannst du entweder dein Bild direkt hochladen, oder dessen URL angeben. Die Suchmaschine listet dann alle Ergebnisse auf, wo dein Bild verwendet wird. Solltest du dabei auf eine illegale Nutzung stoßen, kannst du den Betreiber der Seite anschreiben und versuchen das direkt zu klären oder musst die nötigen rechtlichen Schritte alleine einleiten. Eine ebenfalls kostenlose Alternative zu Google bietet TinEye.com an.

Das Ergebnis der Reverse Suche sieht dann ungefähr so aus:

Bilder Revere Suche
Beispielhafte Bilder Reverse Suche

Zusammenfassung und Fazit

Newsletter Box

H√ľrden und Voraussetzungen

Es gibt eine Vielzahl an M√∂glichkeiten mit der Fotografie Geld zu verdienen. Die eigenen Fotos online √ľber Bildverlage, Agenturen und Postershops zu verkaufen ist eine davon. Es gibt ein paar anf√§ngliche H√ľrden und Voraussetzungen. Zum Beispiel musst du rein handwerklich in der Lage sein, technisch einwandfreie Fotos mit einer hohen Bildqualit√§t und Sch√§rfe in einer ausreichenden Aufl√∂sung zu produzieren.

Das hei√üt du musst am Anfang erstmal viel lernen und nat√ľrlich am besten mit Leidenschaft bei der Sache sein. Du brauchst die richtige Kameraausr√ľstung und das Wissen wie man solche Bilder erstellt. Dann musst du dir ein gewisses Portfolio von erstmal rund 100 Landschaftsfotos (oder auch einem Genre-Mix) aufbauen und dich mit deinen Top 20 Bildern bei den zuk√ľnftigen Partnern bewerben.

Geduld haben

Bist du angenommen und alles vertragliche ist geregelt, geht es los mit der Verschlagwortung und Einreichung der Bilder. Je nachdem wie schnell und / oder gewissenhaft du dabei bist, kann das noch einmal recht viel Zeit in Anspruch nehmen. Sind deine Fotos erst einmal online und im Vertrieb der Verlage und Shops, heißt es dann Geduld haben. Ab da hast du nur noch wenig Einfluss darauf, wie gut sich deine Fotos verkaufen. Du kannst zusätzlich noch etwas Marketing selbst betreiben und dich und deine Arbeit online auf verschiedenen Kanälen und Plattformen bewerben.

Portfolio und Gewerbe sukzessive ausbauen

Nach und nach kannst du dir dann immer mehr Partner erschließen, neue Bilder produzieren, immer wieder einreichen und weiter vermarkten. Ich bin mittlerweile bei drei großen Bildverlagen unter Vertrag und zusätzlich bei ca. 10 Onlineshops mit meinen Fotos vertreten.

√úber einige Jahre kannst du dir so ein konstantes passives Einkommen mit deiner Fotografie aufbauen. Aber, es ist nicht einfach und kein nebenbei mal schnell verdientes Geld. In dem ganzen Prozess, bis du an der Stelle ist, steckt schon sehr viel Zeit, Wissen und nicht zuletzt vorfinanziertes Geld, alleine f√ľr die Ausr√ľstung und die Reisen. Wenn Fotografie aber wie bei mir sowieso schon deine Leidenschaft ist und du Spa√ü daran hast, so ist dieser Weg auf jeden Fall einen Versuch wert. Es kann sich lohnen!

Wenn du Anmerkungen oder Fragen hast, lass gern einen Kommentar hier oder schreib mir direkt!

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Veröffentlicht von

Ich bin Dave und seit √ľber 15 Jahren leidenschaftlicher Landschafts- und Architekturfotograf. Meine Erfahrungen und mein √ľber die Jahre zusammengetragenes Wissen in diesen Bereichen der Fotografie gebe ich gern hier auf diesen Seiten in den Rubriken Tutorials, Ausr√ľstung¬†und Reisen an dich weiter. Um zuk√ľnftig keinen dieser Beitr√§ge mehr zu verpassen, kannst Du einfach meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder den ebenso kostenlosen RSS Feed benutzen. Eine kleine Auswahl meiner Landschaftsfotos findest du hier in der Galerie und auf meiner pers√∂nlichen Foto Webseite.

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6 Kommentare

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  1. Hallo Dave,
    mich w√ľrden die Verdienstm√∂glichkeiten bei den Bildverlagen (look photo etc.) interessieren. Also z.B. was ist ein durchschnittlicher Verdienst pro Bild oder was kann man potentiell pro 100 Bilder (entsprechende Qualit√§t und keywording vorausgesetzt) verdienen?
    Habe fr√ľher auch mal etwas bei Micro Stocks hochgeladen, lade dort aber schon l√§nger nicht mehr hoch aus den genannten Gr√ľnden.

    Viele Gr√ľ√üe
    Robin

    1. Hallo Robin,

      danke erstmal f√ľr deinen Kommentar!

      Die Verdienstm√∂glichkeiten h√§ngen sehr stark von der Qualit√§t wie auch der Quantit√§t deines Portfolios ab. Das kann man nicht so einfach pauschal beantworten. Auch ein durchschnittlicher Verdienst pro Bild ist nicht vorhersagbar. Unter 100 Fotos kann eine Cash-Cow dabei sein, die (aus welchen Gr√ľnden auch immer) um ein vielfaches √∂fter lizenziert wird, als die √ľbrigen 99 Bilder. (bei mir z.B. der Fall) Es kommt zus√§tzlich auch auf den Markt an… was ist gerade gefragt und en vogue in Zeitschriften, Werbung, Kalendern usw. Die Lizenzgeb√ľhren pro Bild h√§ngen zudem immer von der Laufzeit und Verbreitung der Lizenz ab. Als konkretes Beispiel: 1 Bild als Kalendercover + 1 weitere Nutzung als Monatsbild im Kalender mit einem Jahr Laufzeit, bei bis zu 100.000 Exemplaren wird im Schnitt einen mittleren bis hohen dreistelligen Betrag einbringen.

      Es gibt jedes Jahr eine Liste, in der die g√§ngigen Lizenzbetr√§ge f√ľr eine entsprechende Nutzung abh√§ngig von der Verbreitung in Zeitungen, Kalendern, B√ľchern, Bildb√§nden, Puzzle, Tapeten usw. aufgeschl√ľsselt sind. Die wird vom Bundesverband professioneller Bildanbieter herausgegeben, ist allerdings nicht kostenlos. Hier der Link: https://www.bvpa.org/mfm

      Deine Verdienstm√∂glichkeiten h√§ngen also stark davon ab, wie gut ein Verlag deine Fotos im einzelnen vermarkten kann und lassen sich daher nicht konkret vorhersagen. Wenn du wirklich von 100 Top-notch Knallerbildern ausgehst, die √ľber mehrere Verlage und Reseller gestreut sind und sich wirklich gut vermarkten lassen, kannst du unter den besten anzunehmenden Umst√§nden deine Miete oder die n√§chste Fotoreise davon bezahlen.

      Ich hoffe, die Antwort hat dir erstmal weiter geholfen. ūüôā

      1. Hallo Dave,
        danke f√ľr die ausf√ľhrliche Antwort! Ich werde es wohl einfach mal testen m√ľssen. Unter inzwischen Tausenden von bearbeiteten Reisefotos sind nat√ľrlich auch einige gute dabei. Ein Gro√üteil davon allerdings mit APS-C Kamera, was dann je nach Anbieter evt eingrenzt.

        Viele Gr√ľ√üe
        Robin

  2. Vielen Dank f√ľr den ausf√ľhrlichen und interessanten Beitrag! ! !

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