Die Lesezeit beträgt in etwa ~ 10 Minuten.

Ist Künstliche Intelligenz die Zukunft der Fotografie? Was können die aktuellen Bildgeneratoren und werden Berufsfotografen und Künstler durch die neue Technologie bald überflüssig?

Die Zukunft der Fotografie
Die Zukunft der Fotografie

Erklärung zu den verwendeten Links: Alle Produktlinks zu Amazon auf dieser Seite sind Affiliate Links. Was bedeutet das überhaupt? Wenn du über einen dieser Links etwas bei Amazon kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision. Dir entstehen dadurch natürlich keinerlei Zusatzkosten. Das hilft mir dabei, diese Seite kostenlos zu betreiben und kontinuierlich neue Beiträge für dich zu schreiben. Um keinen davon mehr zu verpassen, abonniere einfach meinen kostenlosen Newsletter und ich schicke dir alle neuen Beiträge direkt in dein Postfach.

Was ist Künstliche Intelligenz überhaupt

Es ist bisher nicht genau definiert, was eine Künstliche Intelligenz überhaupt ist, da es immer noch an einer exakten Definition der (menschlichen) Intelligenz an sich scheitert. In den meisten Fällen beschreibt der Begriff Künstliche Intelligenz (kurz KI) aber ein durch maschinelles Lernen und vielen Beispielen trainiertes Softwaremodell, das intelligentes menschliches Verhalten nachbilden, beschleunigen und im besten Fall übertreffen soll.

KI generiertes Beispielfoto 1 - Ein Fluss und Berge zur goldenen Stunde
KI generiertes Beispielfoto 1 – Ein Fluss und Berge zur goldenen Stunde

Die Software wird dabei anhand von sehr vielen Beispieldaten angelernt und erkennt dann selbstständig Muster und Gesetzmäßigkeiten in den Lerndaten, auf deren Basis die KI dann eigenständige Entscheidungen treffen und Schlussfolgerungen anstellen kann.

Das Generieren von Bildern ist dabei nur ein kleiner Teilbereich, für den Künstliche Intelligenz verwendet wird. Solche Verfahren werden z.B. auch für das Erkennen von Anomalien bei Kreditkartenabrechnungen, auffälligen Schwankungen am Aktienmarkt, Empfehlungen beim Onlineshopping, digitalen Assistenzsystemen, selbst-fahrenden Autos oder bei der Diagnose von Krankheiten in der Medizin eingesetzt.

Wie generiert man ein Foto mit Künstlicher Intelligenz

Das Generieren eines Fotos mithilfe einer Künstlichen Intelligenz funktioniert als Anwender grundsätzlich über eine einfache Texteingabe (sogenannte Prompts). Dabei beschreibst du die Szene, die du vor deinem geistigen Auge hast, möglichst genau. Dabei gilt: je detailreicher die Beschreibung in deiner Anfrage ist, desto besser und ähnlicher wird das KI-Bild dem Foto entsprechen, was du dir vorstellst.

Zum Beispiel eine neblige Küste mit einem Leuchtturm zur blauen Stunde, wie im Screenshot unterhalb:

Fotos mit Künstlicher Intelligenz erstellen
Screenshot: Fotos mit Künstlicher Intelligenz erstellen – Dream Studio

Das funktioniert ein bisschen wie die Verschlagwortung von Fotos für Bildverlage, wo du auch die markanten und herausstechenden Elemente eines Fotos aufzählen musst, damit sie von Kunden im Bildkatalog gefunden werden können. Ein sehr monotoner, aber dennoch anspruchsvoller und anstrengender Teil des Arbeitsablaufs, falls du deine Fotos online verkaufen möchtest. Ein notwendiger Schritt, der hoffentlich auch bald von KI unterstützten Bilderkennungs-Algorithmen abgelöst wird.

Anhand der von dir eingegebenen und beschreibenden Merkmale, die im Foto vorkommen sollen und den „Lerndaten“, mit welchen die KI trainiert wurde, kreiert die Software dann innerhalb weniger Sekunden ein Bild, wie im Beispiel unterhalb:

Beispieleingabe zum Generieren eines Fotos bei dreamstudio.ai:

„A dream of an epic mountain landscape with huge waterfalls and rivers and silhouettes of trees at sunrise.“

Beispieleingabe für Bildgenerierung mit Künstlicher Intelligenz
Zukunft der Fotografie: Künstliche Intelligenz - Generiertes Beispielfoto
Zukunft der Fotografie: Künstliche Intelligenz – Generiertes Beispielfoto

Anhand des (ersten) entstandenen Bildes kannst du dann die Merkmale immer weiter herunterbrechen und hinzufügen und dich so an dein Wunschbild, was du im Kopf hast, heran iterieren.

Liste von KI Bildgeneratoren

Der Großteil der Bildgeneratoren dieser Liste ist zum Ausprobieren kostenlos. Das heißt, du registrierst einen Account und kannst dann ein bestimmtes Kontingent an kostenlosen Bildern erstellen.

Die Ergebnisse der unterschiedlichen KIs unterschieden sich zum Teil stark. Es gibt außerdem Unterschiede in den Optionen und Stilen, aus denen du wählen kannst und die mitbestimmen, wie der generelle „Look“ des generierten Fotos am Ende aussieht.

🖼 Hinweis: Alle Bilder in diesem Artikel wurden zu Testzwecken mit Dreamstudio.ai erstellt.

Künstliche Intelligenz und Fotografie

Wie du siehst, kannst du mit einem der obigen KI Bildgeneratoren sehr schnell und sehr einfach spektakuläre Bilder erschaffen (lassen). Was bedeutet das aber nun für die Fotografie als Beruf und Hobby? Ist die Fotografie dadurch dem Untergang geweiht oder ist Künstliche Intelligenz die Zukunft der Fotografie?

Ist Künstliche Intelligenz die Zukunft der Fotografie

Diese Frage lässt sich relativ einfach mit einem klaren „ja“ beantworten.

Schon jetzt wird Künstliche Intelligenz zum Trainieren der unterschiedlichen Autofokus-Programme in den modernen Systemkameras angewendet. Auch im Smartphone hilft die Software (bereits seit Jahren) mit vielen trainierten Algorithmen dabei, z.B. Fotos bei schwierigen Lichtverhältnissen wie der blauen Stunde oder sogar nachts scharf, korrekt belichtet und rauscharm aus der Hand zu fotografieren.

KI generiertes Beispielfoto 2 - Fluss, Sonne und Berge
KI generiertes Beispielfoto 2 – Fluss, Sonne und Berge

Auch in der digitalen Nachbearbeitung wird Künstliche Intelligenz zunehmend eingesetzt. Einige wichtige Anwendungsfelder sind z.B. das Entfernen störender Objekte aus einem Bild, das Erstellen schwieriger Auswahlmasken oder zum Austauschen ganzer Himmel und Lichtstimmungen auf Knopfdruck.

Zerstört Künstliche Intelligenz den Beruf des Fotografen

Nein, KI Bildgeneratoren sind für Berufsfotografen nicht gefährlich. Werbekunden wollen z.B. aktuelle Stadtansichten und Landschaftsbilder tatsächlich existierender Orte für Wanderführer, Broschüren und ähnlichem Marketingmaterial. Dafür müssen die Fotos natürlich an diesem zu bewerbenden realen Ort entstanden sein und dessen Realität abbilden. Das Gleiche gilt natürlich auch für die klassischen Fotografen-Aufträge wie Hochzeiten und Porträtfotografie.

Falls du also deine Fotos online verkaufen willst und Bedenken hast, dass KI in Zukunft deine direkte Konkurrenz darstellt, kann ich Entwarnung geben. Viele Bildverlage, Agenturen und die meisten Kunstportale nehmen (aktuell) gar keine künstlich generierten Bilder an.

KI generiertes Beispielfoto 3 - Stromschnellen, Wald und Berge zum Sonnenuntergang
KI generiertes Beispielfoto 3 – Stromschnellen, Wald und Berge zum Sonnenuntergang

Für Berufsfotografen sind die KI Bildgeneratoren daher aus meiner Sicht also aktuell noch ungefährlich. Andere kreative Berufe wie Texter, Übersetzer, Konzeptzeichner und Grafiker müssen sich hingegen (wahrscheinlich) warm anziehen.

Textgeneratoren und Übersetzer wie Neuroflash, Copy.ai oder DeepL schreiben und übersetzen bereits jetzt sehr gute Texte, die nicht mehr (bzw. kaum noch) von handgemachten zu unterscheiden sind. Aber keine Angst, ich klöpple die Texte für diesen Blog auch weiterhin von Hand zusammen. Und das nicht nur, weil Google schon angekündigt hat, dass automatisch generierte Inhalte abgestraft werden (wenn sie denn erkannt werden), sondern weil es mir einfach Spaß macht.

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Fotografie

Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz haben definitiv das Potenzial, die Fotografie nachhaltig zu verändern. In welchem Umfang das geschieht, hängt aber stark von den Ansichten, der Ethik und der Herangehensweise jedes einzelnen Fotografen ab.

Für einige Hardliner ist es schon keine richtige Fotografie mehr, wenn du eine Programmautomatik zur Bestimmung der Verschlusszeit und Blende oder gar den Autofokus benutzt. Andere Fotografen tauschen hingegen, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach den ganzen Himmel in der Bildbearbeitung aus und täuschen eine Lichtstimmung vor, die es vor Ort gar nicht gab. Was ist dann noch Fotografie im klassischen Sinne?

KI generiertes Beispielfoto 4 - Farbenfroher Sonnenuntergang in den Bergen
KI generiertes Beispielfoto 4 – Farbenfroher Sonnenuntergang in den Bergen

Durch die zahlreichen KI-gestützten Hilfsmittel und Tools, die z.B. in Smartphones verbaut sind, wird die Fotografie vor allem einfacher und zugänglicher für Fotografie-Anfänger und Einsteiger. Mit einer modernen Handykamera kannst du locker aus der Hüfte ein Foto während der blauen Stunde aufnehmen, ohne dass es verwackelt oder durch starkes Rauschen die Bildqualität unterirdisch ist. Vor ein paar Jahren brauchte man dafür noch eine Spiegelreflex- oder Systemkamera, ein Stativ und Fernauslöser.

Das Erstellen qualitativ guter Fotos wird durch die modernen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz einfacher. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass auch die Fotos automatisch besser werden, denn technische Qualität allein macht ja kein gutes Foto aus. Eine ausdruckslose Darstellung der schnöden Wirklichkeit allerdings auch nicht. Fotos werden vor allem durch die menschliche Komponente, das Auseinandersetzen mit dem Motiv und das Interpretieren der Realität interessant.

Muss Fotografie die Realität zeigen

Auch sehr namhafte und weltbekannte Fotografen wie Andreas Gursky nehmen sich bei der Entstehung und der Bildbearbeitung sehr viele kreative Freiheiten heraus und „bauen“ sich oft aus mehreren unterschiedlichen Fotografien ein sogenanntes Composite-Foto zusammen, was die Idee und die Aussage des Fotos ihrer Meinung nach besser an den Betrachter kommuniziert als das einzelne Original-Foto.

In jedem Hobby-Fotografen Forum würde diese Herangehensweise zumindest sehr kontrovers diskutiert werden, aber wenn solche Werke in renommierten Galerien hängen, für mehrere Millionen Euro verkauft werden und von der Kunstwelt ganz offiziell gefeiert werden, dann wird diese Technik auch bei einer Fotografie akzeptiert.

KI generiertes Beispielfoto 5 - Ein Fluss fließt durch einen nebligen Wald
KI generiertes Beispielfoto 5 – Ein Fluss fließt durch einen nebligen Wald

Es sollte in meinen Augen ohnehin jedem Künstler freigestellt sein, wie und mit welchen Werkzeugen die eigenen Werke entstehen. Das Bild sollte dann aber entsprechend gekennzeichnet sein.

Bei der künstlerischen Fotografie geht es ohnehin nicht darum, ein möglichst genaues Abbild des Motivs zu zeigen, so wie wir es mit unserer Augen-Gehirn-Kombination im Alltag wahrnehmen, sondern mit den fotografisch-künstlerischen Mitteln ein Bild der Wirklichkeit zu zeigen, so wie wir sie sehen, interpretieren und durch das Foto an andere kommunizieren wollen. Eine 30-Sekunden-Belichtung am Meer zeigt die Landschaft auch nicht, wie wir sie mit unseren Augen sehen würden, sondern eine abstrakte Darstellung der Szene. Ist das noch erlaubt? Wo zieht man da die Grenze?

Das Verändern der Realität in einer Fotografie ist am Ende nichts Neues, wird aber durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz noch mal auf ein neues Niveau gehoben und ist nun auch für Hobby-Fotografen problemlos möglich.

Moderne Bildbearbeitung mithilfe von KI

Das führt uns direkt zum nächsten Punkt. Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz bei der modernen Bildbearbeitung. Mit Photoshop oder Luminar AI kannst du zum Beispiel mit wenigen Mausklicks und innerhalb kürzester Zeit die Realität in deinen Fotos drastisch ändern. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Fotos von tanzenden Nordlichtern über den Alpen im Sommer sind denkbar. Ob das dann noch in die Kategorie „künstlerische Freiheit“ zählt, steht zur Diskussion.

Künstliche Intelligenz wird innerhalb der Software für Bildbearbeitung aber auch für optisch weniger drastische und alltägliche Funktionen eingesetzt, bei denen du es vielleicht gar nicht vermutet hättest. Die trainierten Algorithmen helfen uns auch im Verborgenen, wie z.B. bei der Auswahl einer schwierigen Maske, der Rauschreduzierung, dem automatischen Entfernen von Sensorstaub und automatischen Bildoptimierungen von Tonwerten und Kontrasten.

Besonders für Berufsfotografen, die oft sehr viele ähnliche Fotos einer Aufnahme-Session im gleichen Stil entwickeln wollen, sind die automatisierten und trainierten Funktionen der automatischen Bildoptimierung eine wahre Erleichterung im Arbeitsalltag. So können auf Knopfdruck hunderte Fotos einer Hochzeit oder von einem anderen Event digital entwickelt werden und es muss nicht mehr zwingend jedes Bild per Hand angefasst und Schritt für Schritt optimiert werden.

Deine Herangehensweise an die Fotografie ist entscheidend

Was das nun alles für deine Fotografie bedeutet, musst du für dich selbst klären. Betrachtest du die Fotografie als kreativen Prozess oder bist du eher Ergebnis orientiert und willst mit minimalem Aufwand spektakuläre Bilder erzeugen?

KI generiertes Beispielfoto 6 - Ein Fluss fließt durch einen nebligen Wald
KI generiertes Beispielfoto 6 – Ein Fluss fließt durch einen nebligen Wald

Ich für meinen Teil liebe den ganzen Prozess beim Fotografieren, nicht nur das Ergebnis. Das fängt bei mir damit an, dass ich eine Fotoidee im Kopf habe, dann auf Karten und Satellitenbildern nach potenziell geeigneten Orten suche. Sind die ausgemacht, beginnt die eigentliche Planung der Fotoreise und das Erkunden und Suchen vor Ort in Kombination mit dem bewussten Sehen der Landschaften. Dabei genieße ich das Naturerlebnis und das „draußen sein“ mit allen Geräuschen und Düften und natürlich auch die Bewegung an der frischen Luft als Kontrast zum sonstigen Alltag.

Dann folgt natürlich das Fotografieren selbst mit dem Aufbauen vom Stativ, das Arrangieren der Elemente, um eine funktionierende Bildkomposition zu finden, bis das Foto dann im Kasten ist. Später der Selektionsprozess der entstandenen Bilder und die Bildbearbeitung in der digitalen Dunkelkammer bei einem leckeren Heißgetränk und angenehmer Musik in gediegener Atmosphäre. Das alles gehört für mich zum Erlebnis des Fotografierens dazu. Diese ganzen Erlebnisse, Eindrücke und Erinnerungen, die bei diesem fotografischen Prozess entstehen, erlebst du eben nicht, wenn die Fotos nur am Computer entstehen.

KI generiertes Beispielfoto 7 - Nordlichter, Berge, Küste und ein Holzboot
KI generiertes Beispielfoto 7 – Nordlichter, Berge, Küste und ein Holzboot

Wenn ich Bilder erschaffe, indem ich nur eine Webseite aufrufe und dort die Zutaten für ein visuell ansprechendes Bild eintrage und auf Enter drücke, dann bringe ich mich ja selbst um den ganzen Spaß, den mir alle diese einzelnen Schritte bringen, die mich traditionell im Entstehungsprozess eines echten Fotos bis zum vorzeigbaren fertigen Werk begleiten. Das klingt für mich nicht sehr verlockend!

Von einer KI generierte Fotos haben keine Seele

Aus Sicht eines Foto-Künstlers haben die Bilder, die von einer trainierten Künstlichen Intelligenz generiert werden, weder inhaltliche Tiefe noch eine Seele, da die persönliche Komponente des Autors fehlt. Das Auseinandersetzen des Fotografen mit dem Motiv, egal, ob es dabei um Landschaften, Architektur, Tiere, Menschen oder was auch immer geht.

Es entstehen dabei zum Teil ohne Zweifel visuell sehr beeindruckende Bilder, die aber keine emotionale Tiefe haben, da sie ohne die Verbundenheit des Autors (KI) mit dem Motiv entstanden sind. Das ist für mich einer der herausstechenden Eigenschaften einer guten Fotografie!

KI generiertes Portrait Foto
KI generiertes Portrait Foto – thispersondoesnotexist.com

Passend dazu finde ich das Porträtfoto dieser Frau, welches ich von der Webseite thispersondoesnotexist.com habe. Beim Aufruf der Seite wird dir das Bild eines Menschen von einer KI generiert, den es in der realen Welt gar nicht gibt. Diese sogenannten „Synths“ sind mit dem bloßen Auge allerdings nicht mehr als solche zu erkennen.

Verwendet werden diese generierten Porträts oft für Werbeanzeigen und Empfehlungen (Testimonials) oder als Gesicht für ein Chatsystem, was Kunden beim Verwalten ihrer Buchungen, Bestellungen oder Versicherungen auf Internetportalen helfen soll. Wie das ganze Thema Künstliche Intelligenz ist das reale Aussehen dieser Synths für mich faszinierend und erschreckend zugleich.

Verpasse keine Beiträge mehr

Newsletter Box

☕️ Falls dir der Artikel geholfen hat und du Lust dazu hast, kannst du mir sehr gerne einen Kaffee dafür ausgeben.

Fazit: Künstliche Intelligenz als Zukunft der Fotografie

Künstliche Intelligenz ist bereits ein fester Bestandteil der Fotografie. Bisher in Form von hilfreichen Tools wie den trainierten Autofokusprogrammen zum automatischen Erkennen von Gesichtern und der Fokus-Verfolgung aller möglichen Augentypen, von der Ente über den Hund bis zum Menschen.

Auch in der digitalen Bildbearbeitung ist sie schon seit einigen Jahren im Einsatz und kann z.B. Objekte rückstandslos aus einem Foto entfernen, Himmel komplett austauschen oder sogar die Tageszeit und Lichtstimmung im Foto einfach und schnell ändern. Allerdings ist das ethisch sehr umstritten und es beraubt vor allem den Autor an dem ganzen Spaß, den die „echte Fotografie“ mit sich bringt.

KI generiertes Beispielfoto 8 - Nordlichter, Berge, Küste und ein Holzboot
KI generiertes Beispielfoto 8 – Nordlichter, Berge, Küste und ein Holzboot

Trotz der umfangreichen Möglichkeiten und den erstaunlichen Ergebnissen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Bildgeneratoren erreicht werden, stellt die Technologie meiner Ansicht nach keine Gefahr für die Fotografie als Beruf oder Hobby dar, sondern bietet eher eine Arbeitserleichterung.

Wir brauchen uns als Fotografen also durch die Künstliche Intelligenz weder bedroht fühlen, noch müssen wir deswegen Angst vor der Zukunft um unsere gemeinsame Leidenschaft haben. Die künstlerische Fotografie wird dadurch nicht aussterben, sondern in Form von besseren Kameras und einfacherer Bildbearbeitung davon profitieren.

Das ganze Feld der Künstlichen Intelligenz ist eine der am schnellsten wachsenden Technologien unserer Zeit. Die Zukunft der Fotografie und der damit einhergehenden Erleichterungen bleibt also spannend! Ich freue mich schon, wenn die unterstützenden Technologien Einzug in moderne Systemkameras halten und keine Belichtungsreihen oder Fokus-Stacking mehr nötig sind und man sich dadurch noch mehr auf eine durchdachte Bildkomposition und die eigentliche Aussage des Fotos konzentrieren kann.

Was ist deine Meinung zum Thema Künstliche Intelligenz?

Was ist deine Meinung zum Thema Künstliche Intelligenz und Fotografie? Benutzt du sie selbst für deine Fotos oder verteufelst du die neue Technologie? Teile deine Meinung gern mit mir und anderen Lesen in den Kommentaren!

Die Zukunft der Fotografie: Künstliche Intelligenz 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Im Schnitt: 5,00 von 5)

blankLoading...

Diese Artikel könnten dich auch interessieren:
Kamera Icon Die beste Kamera für Landschaftsfotografie
Kamera Icon Objektive für Landschaftsfotografie
Kamera Icon Bildkomposition
Kamera Icon 10 Tipps für kreative Landschaftsfotos
Kamera Icon Fotos online verkaufen

Veröffentlicht von

Ich bin Dave und seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Landschafts- und Architekturfotograf. Meine Erfahrungen und mein über die Jahre zusammengetragenes Wissen in diesen Bereichen der Fotografie gebe ich gern hier auf diesen Seiten in den Rubriken Tutorials, Ausrüstung und Reisen an dich weiter. Um zukünftig keinen dieser Beiträge mehr zu verpassen, kannst Du einfach meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder den ebenso kostenlosen RSS Feed benutzen. Eine kleine Auswahl meiner Landschaftsfotos findest du hier in der Galerie und auf meiner persönlichen Foto Webseite.

Beteilige dich an der Unterhaltung

  1. blank
  2. blank
  3. blank
  4. blank
  5. blank

9 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Hallo Dave,

    ein interessanter Artikel zu einem kontroversem Thema. Wie so oft gibt es nicht nur schwarz und weiß sondern auch viele Graustufen dzwischen, die Du ansprichst. Allen, die schwarz sehen, bitte ich doch mal zurückzublicken.

    Vor ca. 200 Jahren wurde die Fotografie erfunden. Vor ca. 150 Jahren wurde die Fotografie bezahlbar und erste Fotostudios eröffneten. Die Befürchtung der Maler war, dass die Fotografie die ganze Malerei kaputt macht. Wer lässt sich noch porträtieren?
    Das Ergebnis war die moderne Malerei mit Fauvismus, Impressionismus, Kubismus und vielen weiteren Strömungen bis heute.

    Vor ca. 20 Jahren wurden Digitalkameras immer preiswerter und Bildbearbeitungsprogramme erschienen. Die Befürchtung war, dass mehrere Bilder zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden, das die Wirklichkeit „übertrumpft“. Zum Glück kam es so nicht.

    Vermutlich wird es bei der künstlichen Intelligenz ähnlich sein. Zu Beginn werden die Möglichkeiten exzessiv genutzt, mittelfristig wird sie hoffentlich ein Werkzeug sein, um die Qualität des Bildes zu steigern. Dann ist sie ein tolles Hilfsmittel, um die Fotografie zu verbessern, aber nicht zu ersetzen.

    Schöne Fotogrüße von
    Bernd

    1. Hallo Bernd! 🙂

      Vielen Dank für deinen Kommentar und dass du mich und andere Leser an deinen Gedanken teilhaben lässt.

      Ja, bei solchen neuen und gehypten Technologien gibt es ja meistens viele Spekulationen und damit verbundene Emotionen, wie z.B. die Angst vor Veränderung bei vielen Fotografen. Ich denke aber auch, dass die Zukunft der KI eher in unterstützenden Funktionen liegt und keine wirkliche Gefahr für die Fotografie als Kunstform oder Beruf darstellt.

      Beste Grüße und ein tolles Wochenende,
      Dave

  2. Für mich ist die Grenze der KI generierten Fotos dort überschritten, wenn das Foto nicht die Stimmung wiedergibt, die tatsächlich vorhanden war. Wenn ich Personen wegretuschiere oder Himmelstrukturen austausche hört es auf – es sei denn, ich tue es für mich und gehe damit nicht in die Öffentlichkeit – oder es ist eindeutig als KI bearbeitetes Foto gekennzeichnet.
    Wenn ich auf Reisen bin und Landschaften aus fernen Ländern auf den Sensor einfange, mache ich mir Gedanken über das Wetter und Lichtstimmung. Leider trifft man ja nicht immer auf optimale Bedingungen aber dann ist es halt so und man versucht das Beste daraus zu machen. Wenn nun anfange jede gewünschte Lichtstimmung in mein Foto durch KI einzubringen, kann ich mir auch einen Bildband aus den fernen Ländern kaufen und das Fotografieren vor Ort sein lassen.
    Natürlich werden auch meine Fotos nach Abschluss einer Reise nachbearbeitet. Es beschränkt sich aber auf Belichtungskorrekturen, entfernen von Sensorflecken und Ähnlichem. Dies sind aber alles Korrekturen, die im Grunde ja im Foto vorhanden sind und nur durch meine eingeschränkten, fotografischen Fähigkeiten nicht gleich zu erkennen sind. Das ist m.E. etwas anderes als Himmel auszutauschen, Sonnensterne einzusetzen oder Autos und Menschen weg zu retuschieren.

    1. Hallo Horst,

      vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Genau, der Meinung bin ich auch. Grundsätzlich sollte alles erlaubt sein, solange die Bilder dann auch als solche gekennzeichnet sind und nicht als „unveränderte Fotografie“ präsentiert werden. Sonst beraubt man sich nicht nur selbst am Spaß, den die Fotografie mit sich bringt, sondern betrügt auch noch die Betrachter.

      Wenn man als Reise-Fotograf ganze Himmel und Lichtstimmungen im Nachhinein bei der Bildbearbeitung austauscht, dann macht man sich ja auch selbst die fotografischen Erinnerungen in Form der Fotos einer solchen Reise kaputt, da sie dann nicht mehr den Bedingungen entsprechen, die man selbst vor Ort beim Fotografieren erlebt hat. Zumindest aus künstlerischer Sicht und den Augen eines Hobby-Fotografen ist das so, aber als Berufsfotograf sieht das natürlich schon wieder anders aus, weil dann vielleicht ein Auftraggeber und monetäre Gründe eine Rolle spielen.

      Beste Grüße und gut Licht,
      Dave

  3. Guten Tag
    Nach meiner Meinung werden wir sicherlich mit einer Flut von billigen KI- Fotos durch die Werbung überschüttet werden. Es erinnert mich auch an die Auseinandersetzungen in den Fotomagazinen über den Autofocus, die Knipsmaschinen usw. Die meisten Bilder ( meine auch) sind sowieso langweilig. Egal wie sie entstanden. Ich persönlich kehre zum Teil wieder zum analogen fotografieren zurück.
    Liebe Grüße Klaus Dieter Hahl

    1. Hallo Klaus Dieter,

      vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber die Bildgeneratoren und der aktuelle Hype darum, könnte auch als Sturm im Wasserglas enden. Wir werden sehen, ob Werbekunden solche Bilder tatsächlich benutzen werden und falls ja, wie sie dann bei der Masse ankommen.

      Die traditionelle Fotografie wird ihren Reiz für die meisten von uns dadurch sicher nicht verlieren, denn diese Leidenschaft und das Losziehen mit der Kamera macht vielen von uns ja einfach viel zu viel Spaß! 📸

      Beste Grüße und gut Licht,
      Dave

      1. Hallo David
        Letzt war ich geschockt, ein junger Computernutzer meinte Autofokus würde über Pixelverschiebung funktionieren. Ich fürchte die Computerwelt tickt anders. Kann ich eine emotionale Empfindung aus Worten in ein Bild verwandeln? Ich denke hier an Demenzkranke Menschen. Weit hergeholt? Auf jeden Fall eine spannende Geschichte.
        Liebe Grüße und immer einen Rollfilm in der Tasche. Klaus Dieter

  4. Ich bin schon der Meinung, das der Beruf des Fotografen Schaden nehmen wird.
    In Werbeagenturen wird der Fotograf seltener zu finden sein – außer wenn ein spezielles Produkt oder Person fotografiert werden soll, oder ein bestimmtes Konzept gebraucht wird. Stockfotografie wird also wahrscheinlich früher oder später obsolet.
    Ich habe prinzipiell nichts gegen KI in der Fotografie – z.B. in Bildbearbeitungsprogrammen oder in Kameras, denn sie unterstützen nur und vereinfachen. Die „Text zu Bild“ Programme haben aber nichts mehr mit Fotografie zu tun. Hier wird weder ein Film noch ein Sensor belichtet, sondern aus tausenden von Bildern „baut“ der Computer eine neue Welt. Im Prinzip wird auch der Mitarbeiter in den Werbeagenturen überflüssig, der bisher aus Einzelbildern ein Gesamtbild kreiert hat – das macht in Zukunft KI. „Text zu Bild“ hat noch nicht einmal etwas mit DigiArt zu tun, denn hier werden aus selbst produzierten Einzelaufnahmen Gesamtkunstwerke gestaltet. Der Künstler muss eine Vorstellung haben, er muss Kreativ sein – bei „Text zu Bild“ besteht die einzige Kreativität darin, welchen Textbausteinen eingesetzt werden.

    Bei Deinen Beispielen wo KI schon in der Fotografie Anwendung findet bzw. wo sie von Fotografen schon eingesetzt wird, ist aber immer noch die Kreativität des Fotografen ausschlaggebend und deshalb auch ok.
    Aber „Text zu Bild“? Diese „schöne neue Welt“ ist nicht meine.
    Wie gesagt: nichts gegen KI als Unterstützer aber als alleiniger Erzeuger?!

    1. Hallo Gerry,

      vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Die zukünftigen Auswirkungen sind noch nicht genau abzusehen, aber aktuell nehmen Agenturen und Bild-Verlage ja gar keine KI-generierten Bilder an und die Kunden dort suchen sowieso meistens Fotos von (bekannten) tatsächlich existierenden Orten für die Werbung. Sicher wird es nichtsdestotrotz auch Fälle geben, wo ein Werbekunde ein fiktives oder „fantastisches“ Bild haben will. Das könnte ein „echter Fotograf“ aber ohnehin kaum liefern, wodurch ihm damit auch kein Verkauf entgeht.

      Was das Generieren von Bildern via Text-zu-Bild und den Bildgeneratoren angeht, bin ich absolut deiner Meinung. Mit der traditionellen Fotografie hat das nicht mehr viel zu tun. Viel von der Kreativität wird bei diesem „Prozess“ von der KI übernommen und damit ist keine Kunst mehr.

      Beste Grüße und gut Licht,
      Dave

Kostenlosen Newsletter abonnieren!

Der Wanderer

Lass deine E-Mail da und werde Teil der Liga
der leidenschaftlichen Landschaftsfotografen!

Ich informiere bereits unzählige Landschaftsfotografen und Foto Enthusiasten regelmäßig über neue Beiträge. Werde auch du ein Teil davon!

Zum Newsletter!