Letztes Update: 09.10.2020
Die Lesezeit beträgt in etwa ~ 13 Minuten.

In diesem Artikel geht es darum, den besten PC für Bildbearbeitung für dich zu finden. Ich stelle die wichtigsten Kaufkriterien und nützliches Zubehör vor. Zusätzlich gibt es meine Top 3 Empfehlungen für dich.

Carolafelsen Sonnenuntergang
Sonnenuntergang in der Sächsischen Schweiz | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/4 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

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Die Top 3 PC Empfehlungen im direkten Vergleich

Im weiteren Verlauf des Artikels stelle ich die wichtigsten Komponenten, Bauteile und deren Eigenschaften für einen PC für Bildbearbeitung vor. Falls du gerade nur nach konkreten Empfehlungen und einer Übersicht je nach verfügbaren Budget suchst, hilft dir vielleicht schon die folgende Tabelle zum Vergleichen.

Einsteiger Modell
Kleines Budget
Hobby Fotografen
Prozessor: Core i5-9400F 6x
Taktfrequenz: 2.90 GHz
Arbeitsspeicher: 16 GB
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1060
Festplatte 1: 250 GB SSD
Festplatte 2: 1 TB HDD
Schnittstellen: VGA, USB, HDMI, USB-C
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: A-Dis (ELITE 906) 2x USB 3.0 in Front
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
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Preis-Leistungs-Sieger
Mittleres Budget
Ambitionierte Fotografen
Prozessor: Core i5-9600K Tray 6x
Taktfrequenz: 3.70 GHz
Arbeitsspeicher: 16 GB
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1650
Festplatte 1: 500 GB SSD
Festplatte 2: 1 TB HDD
Schnittstellen: VGA, DisplayPort, HDMI
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: Corsair Carbide Series 100R mit Sichtfenster
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
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Maximale Leistung
Großes Budget
Fortgeschritten / Profi Fotografen
Prozessor: Core i7-9700K 8x
Taktfrequenz: 3.60 GHz
Arbeitsspeicher: 32 GB
Grafik: GeForce GTX 1660 SUPER
Festplatte 1: 500 GB SSD
Festplatte 2: 2 TB HDD
Schnittstellen: VGA, DisplayPort, HDMI
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: be quiet! Silent Base 600 schallgedämmt
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
Aktuellen Preis anzeigen

Die obigen PC-Empfehlungen habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammen gestellt. Sie basieren natürlich auf meiner persönlichen Meinung und Einschätzung und können von deinen Favoriten abweichen.

Diese Liste und der Artikel werden von mir kontinuierlich aktualisiert und gepflegt.

Hat der Typ überhaupt Ahnung?

Ich kann beim Schreiben des Artikels gerade förmlich deine fragenden Augen und die gerunzelte Stirn sehen, während du dir denkst: „Hat dieser Typ aus dem Internet überhaupt Ahnung und ist qualifiziert genug, eine fundierte Meinung dazu abzugeben und Empfehlungen für PCs für Bildbearbeitung auszusprechen?“

Foto teilweise polarisieren
Sommer Sonnenuntergang am Feld mit Wildblumen | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/15 Sekunde, ISO64 | Ausrüstung: Nikon D850 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Ich kann dich beruhigen. Ja, das bin ich. Schon viele Jahre vor meiner Ausbildung zum IT-Kaufmann und meinem Informationsmanagement Studium habe ich angefangen, mich mit PCs und deren Hardware zu beschäftigen. Darüber hinaus fotografiere ich seit mehr als 15 Jahren und habe fast täglich mit der Bildbearbeitung zu tun, verkaufe Fotos online und über mehrere Bildverlage.

💡 Tipp: Wenn du mit deinen Bildern nach der Bildbearbeitung auch Geld verdienen willst, schaue mal in meinen Ratgeber Fotos online verkaufen vorbei. Da gibt es viele nützliche Tipps und Tricks zum Thema.

Welche Komponenten muss ein PC für Bildbearbeitung haben

Einen Supercomputer, wie den im Cover abgebildeten IBM Blue Gene P, wirst du für deine Bildbearbeitung sicher nicht brauchen. Dennoch ist nicht jeder handelsübliche PC uneingeschränkt für die Bildbearbeitung geeignet. Aber welche Komponenten müssen in einem PC für Bildbearbeitung verbaut sein und welche Kaufkriterien gibt es darüber hinaus noch? In den folgenden Abschnitten zeige ich dir, worauf du beim Kauf eines PCs für Bildbearbeitung achten solltest, und stelle dir die wichtigsten Bauteile eines Computers sowie deren Eigenschaften kurz vor.

Schneller Prozessor (CPU)

Der Prozessor ist die Kernkomponente des PCs. Seine Leistung bestimmt wie viel Zeit einzelne Rechenoperationen, wie z.B. das Aufhellen eines Fotos, benötigen. Dabei gilt grundsätzlich, je mehr Power der Prozessor hat, umso schneller kann er rechnen. Es kommt dabei neben der Taktfrequenz (angegeben in GHz, Gigahertz) aber vor allem auf die Anzahl der Kerne an.

Prozessor Intel Core i7
Prozessor Intel Core i7

Die Gesamtleistung eines Prozessors wird also von dessen Baureihe, der Taktfrequenz und der Anzahl der Kerne bestimmt. Je mehr Kerne, umso mehr Aufgaben können intern aufgeteilt und parallel bearbeitet werden.

Ob als CPU nun ein Intel Core i7 oder AMD Ryzen verbaut ist, spielt mittlerweile für die meisten Applikationen eine untergeordnete Rolle. Beide Hersteller eignen sich gut für die Bildbearbeitung. Es kommt mehr auf die tatsächlichen (inneren) Leistungswerte an.

Ausreichend Arbeitsspeicher (RAM)

Der Arbeitsspeicher (auch RAM oder Random Access Memory) spielt für die Geschwindigkeit des Systems bei der Fotobearbeitung ebenfalls eine sehr entscheidende Rolle. Alle Daten, mit denen die laufenden Programme wie das Betriebssystem und Photoshop oder Lightroom arbeiten, liegen im Arbeitsspeicher. Je mehr RAM im PC verbaut ist, umso schneller ist er, wenn viele Programme gleichzeitig laufen oder du große Fotos bearbeitest.

Arbeitsspeicher PC Desktop
Arbeitsspeicher für den Desktop PC

Das merkst du sehr schnell, wenn du z.B. mehrere Bilder in Photoshop zu einem Panorama zusammen fügst und die Software alle Fotos zeitgleich im RAM hält. Auch wenn du eine moderne DSLR oder DSLM Kamera mit einer hohen Anzahl an Megapixeln und einer entsprechend hohen Dateigröße verwendest, kommst du mit 16 GB oder gar nur 8 GB sehr schnell an die Belastungsgrenze und ein flüssiges Arbeiten ist nicht mehr möglich.

Für aktuelle Kameras sind 16 GB ok, 32 GB sind auf lange Sicht tendenziell besser. Du kannst allerdings auch später Arbeitsspeicher nachrüsten, wenn du merkst, dass der RAM beim Arbeiten ständig voll ist.

🔎 Tipp: Um in Echtzeit zu sehen, wie sehr die Komponenten deines Computers gerade ausgelastet sind, kannst du unter Windows einfach mal STRG + ALT + ENTF gleichzeitig drücken und danach auf Task-Manager klicken. Es erscheint eine Übersicht, die die aktuelle Nutzung der CPU, des RAMs, der Grafikkarte, der Festplatte und des Netzwerks zeigt.

Gute Grafikkarte (GPU)

Für eine schnelle Berechnung sowie die flüssige Darstellung der Änderungen an einem Foto während der Bildbearbeitung brauchst du eine gute Grafikkarte. Für Photoshop und andere Bildbearbeitungssoftware ist es schon sinnvoll, eine extra Grafikkarte verbaut zu haben. Es muss aber keine teure High-End Grafikkarte wie beim Gaming sein. Nur um etwas Geld zu sparen, aber auf eine dedizierte GPU zu verzichten und stattdessen nur auf eine sogenannte On-Board Grafikkarte zu setzen, halte ich aber für falsch. Das bringt am Ende mehr Frust als Lust bei der Bildbearbeitung.

⚠️ Hinweis: Um die Vorteile einer Grafikkarte und deren Unterstützung in Photoshop zu aktivieren, musst du im Menü auf: BearbeitenVoreinstellungenLeistung klicken und dort im Dialog den Haken bei Grafikprozessor verwenden setzen. Nun steht einer flüssigen Anzeige nichts mehr im Weg.

Schnelle und große Festplatte (SSD, HDD)

Bei einem PC für Bildbearbeitung sind meiner Erfahrung nach zwei Festplatten ideal. Eine kleinere aber schnelle SSD (Solid State Drive), auf der das Betriebssystem und die anderen Programme liegen, sowie eine große HDD (Hard Disk Drive) zum langfristigen Speichern der Bilddaten.

Festplatte - Speicherbedarf großer Fotos
Den Speicherbedarf großer Fotos nicht unterschätzen | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1 Sekunde, ISO64, EV-0,67 | Ausrüstung: Nikon D850 + Nikkor 16-35mm + Polfilter + Stativ

Ein einziges Foto meiner Nikon D850 im RAW Format ist ungefähr 50 Megabyte groß. Das entwickelte Foto im PSD Format benötigt meistens mehr als 1 Gigabyte an Speicherplatz. Allein bei angenommenen 10 Fototouren mit jeweils (nur) 500 Fotos Ausbeute und den dazugehörigen entwickelten Photoshop Dateien kommen so pro Jahr rund 350 Gigabyte an Bilddaten zusammen. Eine zweite und große intern verbaute Festplatte ist für Fotografen also ein Muss. Wie groß die Festplatte nun in deinem Fall ausfallen sollte, musst du dir anhand deiner Daten (Fotogröße & Anzahl der Fotos pro Jahr) selbst ausrechnen.

💡 Bonus: Damit die wertvollen Fotos nicht eines Tages durch einen Defekt unwiderruflich verschwunden sind, solltest du auf jeden Fall eine regelmäßige Datensicherung und Backups in deinen Arbeitsablauf einbauen. Wie ich meine Daten vor Verlust schütze und welche externen Festplatten und Tools ich dafür benutze, habe ich im verlinkten Artikel erklärt.

Betriebssystem für Bildbearbeitung (Windows vs. Mac iOS)

In der sogenannten Kreativbranche ist der Quasi-Standard der Apple Mac mit dem Apple Betriebssystem. Ich bevorzuge allerdings Windows, da es nicht so eingeschränkt nutzbar ist. Mit einem Windows PC stehen dir neben der Bildbearbeitung noch viele weitere Möglichkeiten der Nutzung offen und du bist nicht an ein geschlossenes und teures Produktuniversum gebunden.

Hintersee auf der Luft
Tropisch anmutender Bergsee in Bayern | Zum Bild

Technische Daten: F/5.6 | 1/5 Sekunde | ISO 100 Ausrüstung: DJI Phantom 4 Pro+ & Polfilter für die Drohne

🔎 Hinweis: In meinem Artikel über die Drohnenfotografie gibt es viele Tipps und Tricks zum Fotografieren aus der Luft sowie Empfehlungen und die zu beachtenden Vorschriften.

Es bleibt aber Geschmackssache. Wenn du sowieso schon fest in der Apple Welt verwurzelt, mit den Produkten vertraut bist und dir deine Abläufe entsprechend eingerichtet hast, macht es wahrscheinlich Sinn, bei einem Apple Computer zu bleiben. Als Neueinsteiger oder wenn du einfach mehr Freiheit magst, dann empfehle ich dir einen Windows-PC. Die Bildbearbeitung klappt mit beiden Betriebssystemen problemlos.

Was ist sonst noch wichtig?

Die oben beschriebenen Komponenten sind die, welche die Leistung des Computers maßgeblich bestimmen. Sie werden deshalb auch von den Herstellern in den Beschreibungen und Prospekten beworben. Es gibt aber, praktisch hinter den Kulissen, noch mehr Bauteile, die ebenfalls wichtig sind.

Eins davon ist das Mainboard, welches für das reibungslose Zusammenspiel aller Komponenten im PC zuständig ist und ein gemeinsames Funktionieren als Ganzes erst möglich macht. Ebenso stellt es alle notwendigen Steckplätze und Anschlüsse für Peripheriegeräte bereit.

PC für Bildbearbeitung - Motherboard
PC für Bildbearbeitung – Abb. Gigabyte Motherboard

Damit alle Komponenten gleichbleibend und auch unter Last mit ausreichend Strom versorgt werden können, ist ein entsprechendes Netzteil notwendig.

Wenn du einen Komplett PC für Bildbearbeitung kaufst, brauchst du dir darüber natürlich keine Gedanken zu machen. Der Anbieter muss sich darum kümmern, dass die Komponenten wie Mainboard und Netzteil zum Rest des Computers passen. Wenn du dir einen PC und seine Komponenten selbst zusammen stellst, ist das natürlich etwas anderes. Dazu weiter unten dann mehr.

PC für Bildbearbeitung – Zubehör

Selbst der beste PC für Bildbearbeitung nützt dir nicht viel ohne das passende Zubehör. Was du über den PC an sich hinaus noch brauchst, erkläre dir kurz in den folgenden Abschnitten.

Monitor für Bildbearbeitung

Der richtige Monitor für Bildbearbeitung ist ein absolutes Muss. Nur mit einem geeigneten, farbechten Monitor ist ein verbindliches Farbmanagement und eine korrekte Bildbearbeitung überhaupt möglich. Die einzelnen Kriterien für solch einen Monitor stelle ich im unten verlinkten Artikel detailliert vor und gebe dort ebenfalls drei konkrete Empfehlungen für jeden Geldbeutel.

🔎 Bonus: Im Artikel Monitor für Bildbearbeitung gehe ich auf die Besonderheiten eines Bildschirms für Fotografen ein, erkläre die Kriterien und worauf du beim Kauf achten musst.

PC für Bildbearbeitung - Monitor
Monitor für Bildbearbeitung – Regelmäßig Kalibrieren nicht vergessen

💡 Hinweis: Auch hochwertige Bildschirme müssen regelmäßig kalibriert werden, damit ihre Farbechtheit nicht leidet. Welche Tools du dafür brauchst und wie das genau geht, kannst du im Beitrag Monitor kalibrieren nachlesen.

Maus und Tastatur für Bildbearbeitung

Für die Bildbearbeitung am PC empfehle ich dir unbedingt auf eine ergonomische Maus und Tastatur zu achten. Ich nutze mittlerweile nur noch beleuchtete Tastaturen. Beim Arbeiten in der „digitalen Dunkelkammer“ macht das sehr viel aus, wie ich finde.

PC für Bildbearbeitung - Tastatur und Maus
Beleuchtete Tastatur und ergonomische, einstellbare Maus

Bei der Maus ist mir wichtig, dass eine Möglichkeit gibt, die Empfindlichkeit auf Knopfdruck anzupassen. So kann ich z.B. die Sensibilität der Maus beim Bearbeiten eines Fotos mit dem Zeigfinger ad hoc halbieren und so bei Bedarf sehr genau arbeiten. Das ist z.B. wichtig beim manuellen Überblenden mehrerer Belichtungen oder beim Erstellen von Masken in der Bildbearbeitung. Mit so einer Maus sparst du dir außerdem das zusätzliche Grafiktablett auf dem Schreibtisch. Ein sogenanntes Mausbungee, ein Kabelhalter für das Mauskabel, sorgt zusätzlich für mehr Ergonomie beim Arbeiten mit der Maus.

Lesegerät für Speicherkarten

Um Daten von deiner Kamera auf den PC zu kopieren, brauchst du entweder einen intern verbauten Kartenleser oder ein externes Gerät, was du über einen USB-Port mit dem Computer verbindest. Dafür musst du nicht viel Geld ausgeben. Ein einfaches Gerät, wie das verlinkte von Hama für die verschiedensten Kartenformate, reicht da völlig aus.

📸 Bonus: Bist du auf der Suche nach der besten Kamera für Landschaftsfotografie? Der verlinkte Artikel verrät dir, worauf du beim Kauf achten musst und welche die aktuellen Top-Modelle auf dem Markt sind.

Die drei PC Empfehlungen hier im Artikel haben alle bereits von Haus aus ein Kartenlesegerät im Gehäuse integriert.

Software für Bildbearbeitung

Es steht dir natürlich völlig frei, welche Software du für deine Bildbearbeitung nutzt. Die gängigsten Kombinationen sind allerdings Mac oder Windows und Photoshop, dazu wahlweise Adobe Camera Raw, Bridge (kostenlos) oder Lightroom. Die Rechner funktionieren natürlich aber auch mit den gängigen Alternativen wie z.B. Gimp, inPixio, Paint oder den üblichen Kamerahersteller spezifischen Programmen.

inPixio Photo Studio
inPixio Photo Studio

Windows ist dabei das universellste Betriebssystem. Damit lassen sich die meisten Applikationen sorgenfrei verwenden und kombinieren. Obendrein kannst du den Computer dann, die richtige Grafikkarte vorausgesetzt, auch als Gaming PC benutzen.

Unterschied: PC für Bildbearbeitung vs. Gaming PC

Damit komme ich direkt zum Unterschied zwischen einem PC für Bildbearbeitung und einem Gaming PC.

Die meisten Kernkomponenten wie der Prozessor, der Arbeitsspeicher und die Festplatte sind recht ähnlich. Es gilt grundsätzlich: je leistungsfähiger der Computer im Allgemeinen ist, umso besser ist er auch für anspruchsvolle digitale Abenteuer gerüstet. Der Hauptunterschied besteht in der verbauten Grafikkarte. Diese sollte selbst über möglichst viel Arbeitsspeicher und Leistung der GPU verfügen. Die Top Modelle unter den Grafikkarten kosten allerdings allein so viel, wie ein guter kompletter PC für Bildbearbeitung.

Der beste PC für Bildbearbeitung

In den folgenden Abschnitten stelle ich dir meine drei Empfehlungen für einen PC für Bildbearbeitung noch einmal etwas genauer vor. Falls du als Fotograf auf der Suche nach einem mobilen Gerät für Fototouren oder Kundenbesuche bist, schau mal bei meinem Artikel Laptop für Bildbearbeitung vorbei.

Der Artikel und die Empfehlungen werden regelmäßig von mir überarbeitet und aktualisiert.

Vergleich – PC für Bildbearbeitung

Die Tabelle gibt dir eine kompakte Übersicht über die verbauten Komponenten und deren Eigenschaften und stellt die drei Modelle direkt gegenüber, damit du sie leichter vergleichen kannst.

Einsteiger Modell
Kleines Budget
Hobby Fotografen
Prozessor: Core i5-9400F 6x
Taktfrequenz: 2.90 GHz
Arbeitsspeicher: 16 GB
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1060
Festplatte 1: 250 GB SSD
Festplatte 2: 1 TB HDD
Schnittstellen: VGA, USB, HDMI, USB-C
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: A-Dis (ELITE 906) 2x USB 3.0 in Front
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
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Preis-Leistungs-Sieger
Mittleres Budget
Ambitionierte Fotografen
Prozessor: Core i5-9600K Tray 6x
Taktfrequenz: 3.70 GHz
Arbeitsspeicher: 16 GB
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1650
Festplatte 1: 500 GB SSD
Festplatte 2: 1 TB HDD
Schnittstellen: VGA, DisplayPort, HDMI
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: Corsair Carbide Series 100R mit Sichtfenster
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
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Maximale Leistung
Großes Budget
Fortgeschritten / Profi Fotografen
Prozessor: Core i7-9700K 8x
Taktfrequenz: 3.60 GHz
Arbeitsspeicher: 32 GB
Grafik: GeForce GTX 1660 SUPER
Festplatte 1: 500 GB SSD
Festplatte 2: 2 TB HDD
Schnittstellen: VGA, DisplayPort, HDMI
Betriebssystem: Win 10 Pro
Gehäuse: be quiet! Silent Base 600 schallgedämmt
Extra: Ultron UCR 75in1 Kartenlesegerät
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Nachfolgend von einer „Platzierung“ zu sprechen ist hier eigentlich nicht richtig. Es sind im Grunde drei unterschiedliche Kategorien. Wenn du z.B. gerade mit einer Kompaktkamera (bed. kleinere Bilddaten) unterwegs bist und neu in die Bildbearbeitung einsteigst, wirst du nicht die High-End Rakete zum Bearbeiten deiner Fotos brauchen, sondern eben einen PC für genau diese Rahmenbedingungen.

Daher musst du selbst entscheiden, welche der folgenden drei Empfehlungen deinen aktuellen Bedürfnissen am besten entspricht. Mit der Rakete bist du natürlich zukunftssicher und für die kommenden Jahre auf der sicheren Seite, egal wie sich deine fotografischen Ambitionen auch entwickeln werden.

Platz 3 – Gut & Günstig – Kleines Budget

Die erste Empfehlung ist ein günstiges, aber dennoch gutes Einsteiger Modell. Der PC verfügt neben 16 GB Arbeitsspeicher über einen Intel Core i5-9400F Prozessor mit sechs Kernen und einer Taktfrequenz von 2.90 GHz. An Bord sind zwei Festplatten, eine schnelle 250 GB SSD sowie eine große 1 TB HDD für deine Fotos. Die extra Grafikkarte ist die MSI GeForce GTX 1660. Sie bietet schon eine ordentliche Leistung und vielfältige Anschlussmöglichkeiten (VGA, DVI-D, HDMI). Windows ist bereits vorinstalliert und ein Kartenleser zum Übertragen deiner Bilder ist ebenso schon im Rechner verbaut, sodass du sofort loslegen kannst.

Einsteiger PC für Bildbearbeitung
Einsteiger PC für Bildbearbeitung (Abbildung ähnlich)

Platz 2 – Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis – Mittleres Budget

Dieser PC für Bildbearbeitung liegt im mittleren Preissegment und bietet meiner Meinung nach das beste Preis-Leistung-Verhältnis. Er ist ausgestattet mit dem Intel Core i5-9600K, sechs Kernen und arbeitet bei einer Taktfrequenz von 3.70 GHz. Auch er hat 16 GB Arbeitsspeicher aber mit der 500 GB SSD eine doppelt so große primäre Festplatte verbaut. Die sekundäre Festplatte bietet 1 TB Speicherplatz für deine Fotos. Für eine beachtliche Grafikbeschleunigung sorgt die NVIDIA GeForce GTX 1650 (VGA, DisplayPort, HDMI). Das Kartenlesegerät Ultron UCR 75 ist im Gehäuse integriert und Windows bereits vorinstalliert.

Fortgeschrittener PC für Bildbearbeitung
Fortgeschrittener PC für Bildbearbeitung (Abbildung ähnlich)

Platz 1 – Profi Rakete – Großes Budget

Dieser PC ist nicht nur meine Top-Empfehlung, sondern eine richtige Rakete für die Bildbearbeitung. Der Prozessor ist der Intel Core i7 9700K mit 8 Kernen und einer Taktfrequenz von 3.60 GHz. Er hat mit seinen 32 GB Arbeitsspeicher doppelt so viel RAM wie die beiden vorherigen Empfehlungen. Die Festplatte für das Betriebssystem und die installierten Programme ist die schnelle und große 500 GB Samsung 970 EVO. Die zweite Platte ist eine 2 TB HDD und damit ebenfalls doppelt so groß wie die Sekundärplatte der beiden anderen PCs.

Mit der NVIDIA GeForce GTX 1660 SUPER OC (DVI, HDMI , DisplayPort) kannst du nicht nur sehr flüssig deine Fotos bearbeiten, sondern den Computer auch als Gaming PC oder für den Videoschnitt benutzen. Natürlich hat auch er ein integriertes Kartenlesegerät zum Übertragen deiner Fotos und ein vorinstalliertes Windows Betriebssystem. Diese Rakete liegt zwar im oberen Preissegment, bietet dafür aber auch sehr viel Leistung, sodass du dir die nächsten Jahre darüber keine Gedanken machen musst. Es ist eine gute Investition in deine Zukunft.

Profi PC für Bildbearbeitung
Profi PC für Bildbearbeitung (Abbildung ähnlich)

Wenn Geld keine Rolle spielt

Wenn Geld bei dir keine Rolle spielt oder wenn du einfach ein sehr universelles und zukunftssicheres Gerät brauchst, kannst du dir deinen ganz persönlichen PC für Bildbearbeitung individuell zusammenstellen. Dabei kannst du nahezu alle verbauten Komponenten selbst aussuchen. Das habe ich bei meinem aktuellen PC für Fotografie auch getan – mein sogenanntes Mutterschiff. Unter anderem habe ich mich dabei für eine sehr große zweite Festplatte mit 8 TB entschieden, um so den zahlreichen und großen Dateien ausreichend Platz bieten zu können.

Gaming PC
Abbildung zeigt den DCL24 Gaming PC

Das Mutterschiff ist jetzt mittlerweile schon ein paar Jahre alt, hat eine Aktualisierung des Betriebssystems von Windows 7 auf Windows 10, sowie mehrere Photoshop Versionsupdates und ein Kamera Upgrade auf die Nikon D850 mit gemacht. Da ich damals ein bisschen mehr Geld in zukunftssichere Komponenten investiert habe, läuft der Rechner auch heute noch flott und ich kann weiterhin problemlos mit der aktuellsten Software flüssig und ruckelfrei arbeiten. Die damalige Investition hat sich also mittlerweile bezahlt gemacht.

Einen individuellen PC für Bildbearbeitung stellst du am besten in einem Computerladen um die Ecke oder z.B. bei Onlineanbietern wie DCL24, Alternate, CSL Computer, Ankermann oder Computerwerk zusammen. Diese bauen die Komponenten dann auch für dich zusammen und beraten dich im Zweifelsfall. Bist du ein richtiger Nerd und kennst dich sehr gut mit der Technik aus, kannst du dir natürlich auch alles einzeln bestellen und selbst zusammen bauen. Unter Umständen kannst du so auch wieder etwas Geld sparen.

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Zusammenfassung und Fazit

Ein guter PC für Bildbearbeitung muss nicht unbedingt teuer sein. Er sollte viel mehr auf deine aktuellen Bedürfnisse und deine restliche Ausrüstung abgestimmt sein. Die benötige Leistung und der Speicherbedarf hängen dabei unter anderem von der Größe der Fotos deiner verwendeten Kamera sowie der Anzahl der produzierten Fotos pro Jahr ab.

Wenn du initial etwas mehr Geld in Hand nimmst und gleich in einen etwas höherwertigen PC investierst, hast du als Gegenleistung viele Jahre etwas von der neuen Hardware und musst dich nicht nach wenigen Jahren wieder auf die Suche nach einem neuen PC für Bildbearbeitung begeben.

Sonnenaufgang Heringstein
Sonnenaufgang in der Sächsischen Schweiz | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/25 Sekunde, ISO100 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter + Stativ

Ich persönlich finde es nämlich viel interessanter sich mit neuen Dingen zu beschäftigen, als ständig mit dem Erhalt vom Status Quo beschäftigt zu sein. Wie du dich auch entscheidest, ich hoffe, du hast viel Spaß mit dem neuen Gerät bei der Entwicklung deiner Fotos und darüber hinaus.

Was sind deine Erfahrungen einem PC für Bildbearbeitung? Bevorzugst du andere Geräte oder hast noch Fragen? Dann schreib es mir gern in den Kommentaren!

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Ich bin Dave und seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Landschafts- und Architekturfotograf. Meine Erfahrungen und mein über die Jahre zusammengetragenes Wissen in diesen Bereichen der Fotografie gebe ich gern hier auf diesen Seiten in den Rubriken Tutorials, Ausrüstung und Reisen an dich weiter. Um zukünftig keinen dieser Beiträge mehr zu verpassen, kannst Du einfach meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder den ebenso kostenlosen RSS Feed benutzen. Eine kleine Auswahl meiner Landschaftsfotos findest du hier in der Galerie und auf meiner persönlichen Foto Webseite.

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1 Kommentar

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  1. Hallo Dave,

    ich habe mir im April einen neuen PC gekauft, dessen Standardkonfiguration ich etwas modifiziert habe. Meine Überlegungen möchte ich kurz schildern. Ziel war, auch in 5 Jahren einen leistungsfähigen PC zu haben, wobei ich Komponenten wie Speicher und Festplatte schon mal ergänze.
    Bei der CPU habe ich mich für den AMD Ryzen 3600 entschieden. Die Berichte in der c´t sind eindeutig. Momentan sind die AMD-Prozessoren denen von Intel in fast allen Punkten überlegen (siehe auch https://www.heise.de/news/Intel-kuendigt-Desktop-Prozessor-Rocket-Lake-fuer-2021-an-4923636.html). Bei Laptops ist die Situation nicht so eindeutig (siehe auch https://www.heise.de/news/heiseshow-AMD-vs-Intel-auch-bei-Notebooks-leicht-ausdauernd-mehr-Leistung-4928000.html). Dieser Prozessor ist der Preis-Leistung-Sieger und kostet weniger als 200 €.
    16 GB Speicher sind momentan ausreichend. Als SSD habe ich eine mit 500 GB im Format M.2. gewählt. Die sind nur geringfügig teurer, viel schneller und ein Laufwerksanschluss bleibt frei.
    Bei der Festplatte habe ich mich für 4 TB entschieden (4-mal so viel Platz bei guter Verdoppelung der Kosten). 1 TB sind schnell gefüllt, wenn ich jährlich 10 000 Fotos mache (und viele lösche).
    Da ich keine Spiele mache, habe ich mich für eine einfache Grafikkarte entschieden, die HDMI- und DisplayPort-Ausgänge hat, aber eine 4K-Auflösung noch schafft.
    Gesamtkosten für den PC: 750 €.

    Ein Profi, der sehr viel Bildbearbeitung macht, wird bei vielen Komponenten noch eine Etage höher einsteigen. Für einen Amateur ist dieser PC wohl leistungsfähig genug. Ich bin sehr zufrieden.

    Gruß Bernd

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