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Bist du auf der Suche nach einem Fotorucksack? In diesem Artikel erkläre ich dir, worauf du beim Kauf achten musst und stelle dir meine persönlichen Fotorucksack-Empfehlungen vor.

Mit dem Auto auf Fototour
Mit dem Auto auf Fototour – alle möglichen Rucksäcke dabei

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Meine Fotorucksack Empfehlungen im direkten Vergleich

Falls du gerade keine Zeit oder Lust hast den ganzen Artikel zu lesen, habe ich dir in der folgenden Tabelle einige der wichtigsten Kaufkriterien und meine persönlichen drei Empfehlungen für einen Fotorucksack direkt gegenübergestellt. Im weiteren Verlauf gehe ich dann konkreter auf die jeweiligen Eigenschaften und Kaufkriterien der Rucksäcke ein.

K&F Concept Kamerarucksack
Kleiner Fotorucksack
Kurze Touren, Wanderungen und Städtetrips
1 Kamera + 2 Objektive + Zubehör
Extra Laptopfach: ja (15,6")
Stativhalterung: steitlich
Beckengurt: nein
Wetterfest: ja
Abmaße: 29 x 17 x 44 cm, 21 Liter
Gewicht: 1,03 kg
Farbe: blau
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Lowepro Flipside 500 AW II
Mittel großer Fotorucksack
Allrounder für Wanderungen und Flugreisen
2 Kameras + mehrere Objektive + Zubehör
Extra Laptopfach: ja (15")
Stativhalterung: mittig
Beckengurt: ja
Wetterfest: mit Cover
Abmaße: 32 x 30 x 55 cm, 27 Liter
Gewicht: 2,05 kg
Farbe: schwarz
aktuellen Preis anzeigen
Deuter Quantum 60 + 10 SL + ICU
Sehr großer Rucksack
Ausgedehnte Trekkingtouren und Expeditionen
1 Kamera + 2 Objektive + Zubehör (je nach ICU)
Extra Laptopfach: nein
Stativhalterung: nein
Beckengurt: ja
Wetterfest: ja
Abmaße: 30 x 23 x 80 cm, 70 Liter
Gewicht: 2,79 kg
Farbe: schwarz
aktuellen Preis anzeigen

⚠️ Dieser Artikel und die Fotorucksack-Empfehlungen werden regelmäßig von mir aktualisiert.

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K&F Concept Kamerarucksack: Amazon | Calumet | Foto Erhardt | Otto
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Deuter Quantum 60 + 10 SL + ICU: Amazon | Calumet | Foto Erhardt | Otto

Warum überhaupt einen extra Fotorucksack

Warum ist ein Fotorucksack eigentlich besser für den Transport deiner Ausrüstung geeignet als z.B. ein normaler 08/15 Rucksack oder eine Tasche? Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen schützt der Fotorucksack deine Kamera, Objektive, Filter und Akkus effektiver vor Wettereinflüssen wie Kälte und Nässe. Zum anderen bietet ein extra Fotorucksack deutlich mehr Tragekomfort und einen einfacheren Zugang zu deiner Ausrüstung, als es herkömmliche Rucksäcke können.

Eine komplette Fotoausrüstung ist im Allgemeinen nicht dafür bekannt, besonders billig zu sein. Daher wäre es doch schade, wenn das teure Equipment in einer normalen Tasche oder einem Rucksack ohne spezielle Fächer zerkratzt, nass wird oder Schaden durch zu wenig Polsterung nimmt.

Durch die anpassbaren extra Fächer verrutscht deine Ausrüstung im Fotorucksack nicht beim Wandern, wodurch er nicht nur mehr Schutz vor Schaden, sondern auch deutlich mehr Tragekomfort bietet, da jedes Teil der Fotoausrüstung fest sitzt und bleibt, wo es hingehört.

In den meisten Fotorucksäcken kannst du die Fächer komplett frei aufteilen und so der Größe deiner aktuellen Ausrüstung anpassen und dann fixieren, damit beim Transport nichts verrutscht und störend hin- und her wackelt. Dadurch hat bei mir jedes Teil meiner Ausrüstung seinen festen Platz und ich brauche nicht mehr lange danach herumkramen, wenn es mal schnell gehen muss.

Welche Eigenschaften muss ein Fotorucksack haben

Welche Eigenschaften muss dein neuer Fotorucksack haben und worauf musst du beim Kauf achten? Das hängt natürlich vor allem vom Umfang, der Größe und dem Gewicht deiner aktuellen Fotoausrüstung und deiner eigenen Körperstatur und Fitness ab.

Ein weiterer Entscheidungsfaktor ist, für welche Art Foto-Touren du den Rucksack benutzen willst. Kleinere Ausflüge und Städtetrips, Flugreisen oder ausgedehnte Wanderungen? Davon hängt dann maßgeblich die Größe, verwendete Materialien und der benötigte Tragekomfort ab.

Fotoexpedition mit dem Auto
Fotoexpedition mit dem Auto – Ausrüstung laden

Am Ende ist die Entscheidung für ein bestimmtes Modell immer ein Kompromiss aus Tragekomfort, Größe und Preis und natürlich etwaigen besonderen Features, die dir darüber hinaus wichtig sind.

Tragekomfort des Fotorucksacks

Für mich ist das Wichtigste am Fotorucksack überhaupt der Tragekomfort. Dabei geht es nicht einfach nur um Bequemlichkeit, sondern auch um gesundheitliche Aspekte. Du willst auf Dauer ja nicht die Gesundheit deines Rückens zugunsten der Fotografie opfern. Wenn du weniger erschöpft und schmerzfrei am Motiv ankommst, hast du zudem mehr Energie und kannst dich besser aufs Fotografieren und eine gezielte Bildkomposition konzentrieren.

Tragekomfort durch Ergonomie und gepolsterte Schultergurte
Fotorucksack – Tragekomfort durch Ergonomie und gepolsterte Schultergurte

Ein hoher Tragekomfort zeichnet sich z.B. durch zusätzliche Polster und breite Schultergurte aus. Ab einer mittleren Größe ist für mich auch ein Beckengurt zur Entlastung des Rückens praktisch Pflicht. Durch ihn zerrt das Gros des Gewichts nicht mehr an deinen Schultern, sondern liegt entspannt auf der Hüfte. Das ist um einiges leichter und angenehmer zu tragen. Ein Brustgurt hält zusätzlich die beiden Schultergurte zusammen und verhindert so, dass diese beim Bewegen nach außen rutschen und damit wiederum die Schultern belasten würden.

Die Rückseite des Rucksacks sollte ergonomisch geformt sein und zu deiner Anatomie passen. Da hilft nur ausprobieren! Hilfreich sind außerdem sogenannte Lageverstellriemen, mit denen du den Rucksack auf deine individuelle Körpergröße anpassen kannst. Je mehr Einstellmöglichkeiten der Rucksack hat, umso besser. Denn damit kannst du ihn so anpassen, dass das Gewicht des Fotoequipments so nah wie möglich am Rücken liegt und angenehm fest sitzt.

Flexibler Stauraum und Fächer für Zubehör

Das herausstechende und besondere Merkmal eines Fotorucksacks gegenüber einem normalen Modell ist, dass es im Inneren flexiblen Stauraum und mehrere Fächer für einzelne Komponenten deiner Ausrüstung gibt. Am besten ist es natürlich, wenn du die Fächer je nach Tour und benötigter Ausrüstung individuell und flexibel anpassen kannst. Viele Hersteller arbeiten deshalb mit variablen Raumteilern, die du mithilfe von Klettverschlüssen so aufteilen und fixieren kannst, wie du es möchtest.

Flexible Aufteilung im Inneren des Fotorucksacks
Flexible Aufteilung im Inneren des Fotorucksacks

Das Bild oberhalb zeigt eine bei mir typische Aufteilung. Ganz oben liegt die Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Das größte Objektiv liegt direkt darunter, damit die schwersten Teile der Ausrüstung in der Mitte platziert sind und der Rucksack beim Tragen nicht zu einer Seite neigt. Der Rest der Ausrüstung wird dann gleichmäßig in die linken und rechten Fächer aufgeteilt. Ganz unten ist Platz für eine Regenjacke oder Ähnliches.

Du könntest die Fächer natürlich auch komplett anders anordnen und dann z.B. zwei Kameragehäuse oder mehrere Objektive oder wahlweise mehr Wechselkleidung oder Verpflegung einpacken. Beim Wandern wirst du meistens auch keinen Laptop dabei haben, sodass du das Fach ebenfalls für Kleidung nutzen kannst.

Größe des Fotorucksacks

Was hast du mit dem Fotorucksack vorrangig vor und wie viel Ausrüstung willst dabei mitnehmen? Das ist die primäre Frage, wenn es um die Entscheidung für die Größe des Rucksacks geht. Bedenke aber, dass du nicht nur Platz für die Fotoausrüstung und eventuell ein Laptop für Bildbearbeitung brauchst, sondern auch etwas zusätzliche Reserve. Damit meine ich extra Fächer für Wechselkleidung, Regenjacke, Mütze, Handschuhe und natürlich Verpflegung, allen voran die obligatorische Notfallboulette.

Fotorucksack Vergleich - Größe des Fotorucksacks
Fotorucksack Vergleich – Größe des Fotorucksacks

🔎 Hinweis: Bei längeren Wanderungen oder Flugreisen ist weniger oft mehr. Das Gewicht auf dem Rücken kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Besonders bei Bergtouren kommt es praktisch auf jedes Gramm an. Überlege dir also im Vorfeld immer gut, welche Teile der Ausrüstung du unbedingt bei einer Tour dabei haben musst.

Fotorucksack zum Wandern

Die meisten Fotografen kaufen sich nicht für jede Eventualität einen speziellen Fotorucksack, sondern suchen nach einem Allrounder, den sie sowohl für kurze Touren, auf Flugreisen und natürlich zum Wandern benutzen können.

Fototour in den Bergen
Sächsische Schweiz zum Sonnenaufgang im Sommer | Zum Bild

Einstellungen: F/11, 1/25 Sekunde, ISO100 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 14-24mm + Polfilter + Stativ

Gerade als Natur- und Landschaftsfotograf oder auch als Travel Blogger nehmen wir häufig Fotos auf, wo es (glücklicherweise) nicht direkt am Motiv einen Parkplatz gibt. Das bedeutet, wir müssen laufen und die Ausrüstung selbst dorthin tragen. Mein Rat ist deshalb, auf jeden Fall auf einen breiten Beckengurt und gut gepolsterte Schultergurte zu achten. Darüber hinaus musst du nur schauen, dass es im Rucksack neben dem Fotoequipment auch ausreichend Platz für Proviant und Kleidung bleibt.

Fotorucksack mit Daypack

Damit neben der Kamera, Objektiven und Co. noch Platz für die Wandersachen ist, suchen viele nach einem Fotorucksack mit Daypack. Eigentlich ist ein „echter“ Daypack ein kleiner extra Rucksack am großen Treckingrucksack, wie in der Abbildung unterhalb. Beim Fotorucksack mit Daypack ist im Allgemeinen eher ein extra Fach für Alltagsgegenstände wie das Portemonnaie, Handy oder Sonnenbrille gemeint.

Fotorucksack mit Daypack
Fotorucksack mit Daypack

Meiner Erfahrung nach ist in den meisten Fällen gar kein Fotorucksack mit einem extra ausgewiesenem Daypack nötig, da so gut wie alle Fotorucksäcke ohnehin zusätzliche Fächer und Taschen haben und / oder der Innenraum eben flexibel aufteilbar ist. Ich bin jedenfalls während der letzten 15 Jahre beim Wandern und Fotografieren auf Tagestouren auch ohne extra Daypack wunderbar zurechtgekommen.

Wanderrucksack mit ICU

Falls du einen Rucksack für Mehrtages-Touren und Trekking suchst, ist eine ICU (internal camera unit) genau das Richtige für dich. Sie ist eine kleine separate Tasche, in der du, wie bei einem richtigen Fotorucksack auch, die Fächer im Inneren individuell an deine Ausrüstung anpassen kannst.

Somit hast du deine komplette Fotoausrüstung in der ICU geordnet zusammen. Dort ist sie zusätzlich geschützt und Kamera sowie Objektive flattern nicht wild im großen Trekkingrucksack umher. Die Tasche kannst du dann im großen Outdoor- oder Trekkingrucksack oben auf Schlafsack, Isomatte, Zelt und Kleidung legen, damit du bei Bedarf schnell rankommst, sollte das Licht plötzlich episch werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. Ich habe die kleinste Variante und bin damit echt zufrieden. Mehr Fotoausrüstung als da hineinpasst, solltest du auf so eine Tour ohnehin nicht mitnehmen.

Fotorucksack für Flugreisen

Wenn du deinen neuen Fotorucksack auf Flugreisen problemlos mit ins Handgepäck nehmen möchtest, musst du vor allem auf die Abmaße und das Gewicht des Rucksacks plus Ausrüstung achten. Das Stativ packe ich bei Flugreisen immer in das normale Gepäck, schön eingewickelt in irgendwelche Kleidungsstücke. Die Akkus (von Kamera und eventuell Drohne) müssen hingegen ins Handgepäck. Dabei musst du auch den Ladezustand (am besten halb voll) und die Kapazitätsobergrenze der Airline beachten. Du kannst z.B. – übertrieben ausgedrückt – nicht ohne Weiteres 20 voll-geladene Drohnen-Akkus mit ins Handgepäck nehmen.

Die erlaubten äußeren Abmaße des Handgepäcks variieren je nach Fluglinie. Sie sind aber nicht komplett unterschiedlich. Als generelle Richtlinie kannst du zur Orientierung ungefähr die maximalen Abmaße 55 cm × 40 cm × 20 cm und ein Maximalgewicht von ungefähr 8 kg ansetzen. Das entspricht grob auch den diversen Metallboxen beim Check-in am Flughafen, in die du dein Handgepäckstück im Zweifelsfall stellen musst.

Fotorucksack für Flugreisen
Fotorucksack für Flugreisen

Falls du auf Nummer sicher gehen willst, ob die Abmaße deines neuen Fotorucksacks mit einzelnen Fluggesellschaften kompatibel sind, findest du eine gute Übersicht auf Wikipedia. Allerdings ist es mir noch nie passiert, dass ich wegen der Größe oder des Gewichts meines Fotorucksacks drauf zahlen musste oder ihn nicht mitnehmen durfte. Ganz im Gegenteil, ich bin auch schon ohne Probleme mit dem großen Tamrac Expedition 8 (56 × 34 × 33 cm) mit einer „Billig-Airline“ nach Island geflogen.

Wetterfester und wasserdichter Fotorucksack

Vielleicht kennst du das Sprichwort: „Schlechtes Wetter bedeutet gute Fotos.“ Getreu diesem Motto gehen die Landschafts- und Naturfotografen unter uns ja auch mal im Regen und bei Kälte wandern. Dabei sollte die Fotoausrüstung nicht unnötigerweise schon auf dem Weg zum Fotospot kaputtgehen. Deshalb ist ein wetterfester und möglichst wasserdichter Fotorucksack für mich ebenfalls ein Muss.

Wetterfester und wasserdichter Fotorucksack
Sturm mit starkem Wind und Regen im norwegischem Fjell | Zum Bild

Einstellungen: F/8, 1/60 Sekunde, ISO64, EV-1,33 | Ausrüstung: Nikon D810 + Nikkor 16-35mm + Polfilter

Wichtig dabei sind die verwendeten äußeren Materialien und besonders die Reißverschlüsse. Um einen hohen Schutz zu gewährleisten, sollten diese nach Möglichkeit aus robustem und wasserabweisendem Material bestehen. Im Alltag eines Outdoor- und Allwetter-Fotografen ist es außerdem praktisch, wenn der Rucksack abriebfest ist und am Boden gummiert ist, sodass weder Schmutz noch Feuchtigkeit durch den Stoff ins Innere dringen können. Ein zusätzliches Regencape für den Rucksack schadet auch nie, sollte es mal richtig wie aus Eimern gießen.

Halterung für Stativ mittig am Rucksack

Ein guter Fotorucksack wird auf jeden Fall eine extra Stativhalterung mit sich bringen. Es gibt aber auch einige sehr billige Modelle, bei denen der Hersteller es dir selbst überlässt, das Stativ irgendwie an den Rucksack zu friemeln. Am besten ist die Stativhalterung mittig und nicht an einer der Seiten vorgesehen. Das einseitige Gewicht stört nämlich beim Tragen und du bist über kurz oder lang gezwungen, das im Inneren des Rucksacks mit Gegengewichten irgendwie Pi mal Daumen auszugleichen. Das wäre für mich keine Dauerlösung.

Vollgepackter kleiner Fotorucksack für Tagestour
Vollgepackter kleiner Fotorucksack für Tagestour

🔎 Tipp: Übrigens sind die 5-Cent-Stücke im Rucksack kein Wegzoll für den Waldschrat, sondern ich nutze sie zum Lockern von festsitzenden oder verklemmten Stativplatten an der Kamera. Das ersetzt dir den Schraubenzieher oder anderes Werkzeug und spart somit Platz und Gewicht.

Am besten ist also eine extra Halterung mittig am Rucksack und mindestens zwei Riemen zum Festziehen des Stativs. Dann gibt es kein unnötiges rumgewurschtel und damit verbundenes hin und her schwenken. Das kann dich nämlich beim Wandern wahnsinnig machen, glaub mir. Wichtig ist noch, dass du auch trotz Stativ bei Bedarf leicht an die Kamera herankommst, ohne vorher 15 Verschlüsse zu öffnen, diverse Riemen zu lockern oder das Stativ ganz abnehmen zu müssen.

Fotorucksack Tests

Es gibt leider wenige Fotorucksack Tests im Netz, die umfänglich und komplett unabhängig sind. Einige sind von bestimmten Herstellern gesponsert und dementsprechend nicht neutral. Aber selbst wenn ein vertrauenswürdiger Test eines Magazins oder Instituts einen Rucksack für „sehr gut“ befindet, heißt das noch nicht, dass er zu dir, deinem Körperbau und deiner Ausrüstung passt. Auch hier geht wieder Probieren über Studieren!

Fotorucksack Tests
Schwere Ausrüstung bequem im Fotorucksack die Berge hochtragen – Nikon D850

Das bedeutet, am besten gehst du mal in den Taschenladen, Outdoor-Geschäft oder Elektronikfachmarkt deines Vertrauens und probierst dort mal ein paar Rucksäcke aus und testet selbst, wie sie sich beim Tragen anfühlen. Der Rucksack muss ja schließlich zu deinem Rücken passen. Am Ende trägst du damit deine Foto-Ausrüstung und das Outdoor-Zubehör durch die Gegend.

Wenn du in einem Fotoclub, Stammtisch oder sonstigen Fotogruppe involviert bist, kannst du auch dort andere Fotografen nach ihren Erfahrungen fragen und vielleicht den ein oder anderen Rucksack mal Probe tragen.

Fotorucksack Vergleich

Bevor ich detaillierter auf meine persönlichen Fotorucksack-Empfehlungen eingehe und sie dir vorstelle, hier noch einmal der tabellarische Vergleich im Überblick.

K&F Concept Kamerarucksack
Kleiner Fotorucksack
Kurze Touren, Wanderungen und Städtetrips
1 Kamera + 2 Objektive + Zubehör
Extra Laptopfach: ja (15,6")
Stativhalterung: steitlich
Beckengurt: nein
Wetterfest: ja
Abmaße: 29 x 17 x 44 cm, 21 Liter
Gewicht: 1,03 kg
Farbe: blau
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Lowepro Flipside 500 AW II
Mittel großer Fotorucksack
Allrounder für Wanderungen und Flugreisen
2 Kameras + mehrere Objektive + Zubehör
Extra Laptopfach: ja (15")
Stativhalterung: mittig
Beckengurt: ja
Wetterfest: mit Cover
Abmaße: 32 x 30 x 55 cm, 27 Liter
Gewicht: 2,05 kg
Farbe: schwarz
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Deuter Quantum 60 + 10 SL + ICU
Sehr großer Rucksack
Ausgedehnte Trekkingtouren und Expeditionen
1 Kamera + 2 Objektive + Zubehör (je nach ICU)
Extra Laptopfach: nein
Stativhalterung: nein
Beckengurt: ja
Wetterfest: ja
Abmaße: 30 x 23 x 80 cm, 70 Liter
Gewicht: 2,79 kg
Farbe: schwarz
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Fotorucksack – meine aktuellen Empfehlungen

Je nachdem, was du für Ansprüche hast und welche Aktivitäten du mit dem neuen Fotorucksack vorhast, habe ich dir drei komplett unterschiedliche Modelle herausgesucht. Vom kleinen Rucksack für kurze Tagestouren über den Allrounder bis zum Trekkingrucksack ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Auswahl spiegelt natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen und meinen Geschmack wider.

Kleiner Fotorucksack (Kurze Touren & Städtetrips)

Der K&F Concept Kamerarucksack ist der ideale Begleiter für Tagestouren und Städtetrips. Er fällt in die Kategorie Fotorucksack mit Daypack, denn er bietet über dem Fach für die Fotoausrüstung genügend Platz für zusätzliche Wanderausrüstung oder andere Alltagsgegenstände wie Geldbörse, Handy oder Regenjacke.

Das Fotofach hat Platz für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera und bis zu drei Objektive. Filter, Akkus und anderes kleines Zubehör bekommst du ebenfalls bequem im wasserdichten Rucksack unter. Davor gibt es ein gepolstertes Fach für einen 15,6″ Laptop und ein zusätzliches Regencover ist ebenso dabei. Einziges Manko für mich ist die seitliche Stativhalterung.

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Mittlerer bis großer Fotorucksack (Allrounder für Wanderungen und Flugreisen)

Der Lowepro Flipside 500 AW II ist für mich der Fotorucksack Allrounder für Wanderungen und Flugreisen. Den Angaben des Herstellers zufolge ist er (bei aller Bescheidenheit) der weltweit beliebteste Fotorucksack. Der Flipside bietet sehr viel Stauraum für deine Fotoausrüstung und natürlich ein flexibles Einteilsystem für die einzelnen Komponenten. Du kannst mit dem Rucksack je nach Aufteilung ein bis zwei Kameras (oder eine Drohne) und bis zu vier Objektive plus das ganze Zubehör transportieren.

Auch er hat ein zusätzliches Fach für ein 15″ Notebook sowie ein extra Regencover. Für lange oder anstrengende Wanderungen ist der Rucksack mit seinen gut gepolsterten Schultergurten und dem breiten Beckengurt bestens gerüstet. Für den schnellen Zugriff gibt es an den Seiten kleine Fächer für Trinkflaschen und Snacks und die Stativhalterung ist mittig platziert, was einer ausgewogenen Gewichtsverteilung beim Wandern sehr entgegenkommt.

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Sehr großer Fotorucksack (Trekking mit Daypack und ICU)

Der Deuter Quantum 60 + 10 SL ist der Trekkingrucksack schlechthin für echte Outdoor-Enthusiasten. Mit diesem Rucksack kannst du problemlos tagelang durch die Wildnis streifen und es wird dir an nichts fehlen. Der 60 Liter Rucksack bietet im Inneren genügend Stauraum für Isomatte, Zelt, Schlafsack sowie Kleidung, Nahrung und Gaskocher. Der Rucksack ist mit seinen breiten und sehr gut gepolsterten Schultergurten und dem breiten Beckengurt sehr gut individuell an deinen Körper anpassbar. Auch er hat ein zusätzliches Regencover im Lieferumfang und hat links und rechts elastische Seitentaschen für einen schnellen Zugriff auf z.B. Wasserflaschen.

Der echte extra Daypack bietet genug Platz und extra Fächer für deine Alltagsgegenstände wie Handy, Ladekabel, Sonnenbrille und Geldbeutel. Für deine Fotoausrüstung musst du allerdings eine extra ICU (internal camera unit) dazu kaufen, damit du deine Ausrüstung geordnet und sicher im großen Wanderrucksack tragen kannst. Ein Nachteil ist für mich die fehlende Stativhalterung, da der Quantum ja kein dedizierter Fotorucksack ist. Das bedeutet, du musst dein Stativ, wenn du überhaupt eins mitnehmen willst, selbst außen befestigen oder direkt mit in den Rucksack packen. Das hat für mich so weit auch gut funktioniert. Verlinkt ist die Damenversion des Modells, es gibt aber natürlich auch eine Variante für die Herren der Schöpfung.

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Günstiger Fotorucksack für den Anfang

Falls du Fotografie erst mal nur ausprobieren willst oder das Geld gerade nicht so locker sitzt, habe ich auch einen guten, aber günstigen Fotorucksack für dich. Mehr als 20.000 positive Bewertungen bei Amazon können sich nicht irren und grundsätzlich falsch liegen. Der Amazon Basics Fotorucksack bietet eine flexible Aufteilung und ausreichend Platz für eine große System- oder Spiegelreflexkamera sowie bis zu vier Objektive und das sonstige übliche Foto-Zubehör. Darüber hinaus hat er zusätzliche Fächer für all deine Alltagsgegenstände und eine seitliche Stativhalterung.

Packliste für den Fotorucksack

Was ist nun üblicherweise drin im Fotorucksack? Je nach Art der Tour bzw. des Auftrags ist das natürlich unterschiedlich. Die folgende Liste beinhaltet meine Fotoausrüstung bei einer normalen Tageswanderung, z.B. im Harz oder der Sächsischen Schweiz. Ich nehme eigentlich nie meine komplette Fotoausrüstung mit auf eine Fototour, sondern nur die Teile, die ich wahrscheinlich auch brauchen werde. Das Laptop habe ich dabei (abgesehen von Flugreisen) z.B. fast nie im Fotorucksack.

Fotorucksack Packliste
Fotorucksack – Gepackt für Tagestour in der Sächsischen Schweiz

Kameraausrüstung im Fotorucksack:

  • Kameragehäuse mit montiertem Objektiv (Weitwinkel z.B. 16 – 35 mm)
  • Zweites Objektiv mittlerer Brennweite (z.B. 24 – 70 mm)
  • Bei Bedarf ein drittes Objektiv für den Tele Brennweitenbereich (z.B. 70 – 300 mm)
  • Polfilter, Graufilter, Fernauslöser, zusätzliche Speicherkarten, Ersatz-Akkus
  • Stativ und Stativplatte für die Kamera
  • Reinigungsset für Kamera, Objektive und Filter (inkl. Tuch und Lenspen)

🔎 Hinweis: Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du bei Meinen Empfehlungen und natürlich im Bereich Fotoausrüstung.

Wanderausrüstung für den Rucksack:

  • Ausreichend zu Trinken und Verpflegung (Stichwort: Notfall-Boulette!)
  • Licht in Form einer Kopflampe und einer zusätzlichen Taschenlampe
  • Wanderführer, Karte der Landschaft, Notizen zur Route (und mögl. Fotospots)
  • Regenjacke, Fleece, Wechselkleidung
  • Je nach Jahreszeit: Mütze, Handschuhe, zusätzliches Paar Socken, Regenschirm
  • Mobiltelefon für den Notfall (und maximal um die Wettervorhersage zu überprüfen)

Fotorucksack – Tipps zum Packen

Egal für welches Modell du dich letztendlich entschieden hast, diese Tipps zum Packen gelten grundsätzlich für jeden Rucksack. Für die Ergonomie und einen möglichst hohen Tragekomfort ist es am besten, die Teile der Ausrüstung mit dem größten Gewicht dicht am Rücken und auf Schulterhöhe zu packen. Dadurch liegt das Gewicht über dem Körperschwerpunkt und der Rucksack zieht beim Tragen nicht nach hinten. Wenn möglich, befestige das Stativ lieber mittig am Rucksack als an einer der Seiten. Nutze die Möglichkeiten zum Einstellen des Rucksacks und passe ihn an deinen Körper an.

Fotorucksack - Tipps zum Packen
Mit dem großen Fotorucksack auf Fototour im Harz

Die Grundregeln zum Packen des Rucksacks kurz zusammengefasst:

  • schwere Gegenstände auf Schulterhöhe und möglichst nah an den Rücken
  • leichte Dinge wie die Filter und Jacke weiter unten verstauen
  • keine Ungleichverteilung des Gewichts nach links oder rechts, Stativ mittig
  • alle Teile gut fixieren damit beim Laufen nichts hin und her wackelt
  • nutze die Einstellmöglichkeiten und ziehe alle Gurte und Riemen fest an
  • wenn vorhanden, nutze den Beckengurt, um deine Schultern zu entlasten

Mit diesen Tipps solltest du beim Wandern den maximalen Tragekomfort aus deinem Fotorucksack herausholen können. Denke immer daran: „Gut gepackt ist leicht getragen“.

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Fotorucksack – Fazit

Für den bequemen und sicheren Transport deiner Fotoausrüstung gibt es nichts Besseres als einen wetterfesten Fotorucksack. Du hast die Qual der Wahl zwischen einem Fotorucksack mit Daypack für mehrtägige Trekking Touren, einem leichten Modell für anspruchsvolle Bergtouren oder einem kompakten Fotorucksack für Städtetrips.

Fotorucksack - Ratgeber und Empfehlungen - Fazit
Fotorucksack – Ratgeber und Empfehlungen – Fazit

Wofür du dich letztendlich auch entscheidest, achte auch den flexiblen Stauraum im Inneren des Rucksacks, wenigstens einen Wetterschutz in Form einer Regenhülle und breite Schultergurte für hohen Tragekomfort. Dann steht dem bequemen und sicheren Transport deiner Fotoausrüstung nichts mehr im Wege.

Welches Fotorucksack-Modell oder welche Variante eines anderen Rucksacks benutzt du und womit hast du positive wie auch negative Erfahrungen gemacht? Schreib es mir gern in den Kommentaren!

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Ich bin Dave und seit über 15 Jahren leidenschaftlicher Landschafts- und Architekturfotograf. Meine Erfahrungen und mein über die Jahre zusammengetragenes Wissen in diesen Bereichen der Fotografie gebe ich gern hier auf diesen Seiten in den Rubriken Tutorials, Ausrüstung und Reisen an dich weiter. Um zukünftig keinen dieser Beiträge mehr zu verpassen, kannst Du einfach meinen kostenlosen Newsletter abonnieren oder den ebenso kostenlosen RSS Feed benutzen. Eine kleine Auswahl meiner Landschaftsfotos findest du hier in der Galerie und auf meiner persönlichen Foto Webseite.

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2 Kommentare

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  1. Hallo Dave,

    das ist wieder ein lesenswerter und konstruktiver Artikel von Dir. Ich selber verwende mehrere Rücksäcke (ein einfacher ohne Unterteilung, wenn ich sehr wenige Objektive mitnehme, bei Radtouren den Lowepro MiniTrekker AW und im Urlaub den PhotoTrekker).

    Ich mache die gleichen Erfahrungen wie Du: Hungergefühl ist nicht angenehm, aber es gibt mehrere Optionen um dies zu vermeiden. Ich nehme immer 3 – 4 Äpfel in den Jackentaschen mit. Andere bevorzugen Bananen. Ich habe immer 2 Müsliriegel oder PowerSnacks dabei, um wieder Power für 30 Minuten aufzutanken. Selbst Hustenbonbons mit Eukalyptus und dem Zucker können helfen.
    Aber das Schlimmste ist Durst und die Trinkflasche ist leer. Deshalb habe ich lieber 1/2 Liter zu viel als 3 Schluck zu wenig dabei. Gegen Durst hilft nur Trinken.

    Beim Test eines Rucksack sollte man ihn auch beschweren. Leicht trägt sich jeder Rucksack gut. Ab 5 oder 10 Kilo trennt sich die Spreu vom Weizen.

    Nachteil der Fahrradtaschen ist der Dreck, der beim Fahren aufgewirbelt wird und an den Taschen haftet. Wenn man nicht aufpasst, ist man bald ähnlich verschmutzt. Dabei kann ich beim Radfahren auch kleine versteckte und zauberhafte Wege am Waldrand entdecken, die jedem Autofahrer verborgen bleiben. Mit E-Bike machen auch die Steigungen wieder Spaß.

    Ich freue mich auf Deinen nächsten Beitrag.

    Schöne Foto- unf Frühlingsgrüße von
    Bernd

    1. Hallo Bernd,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Das freut mich. 🙂

      Ja, das kenne ich auch gut. Über die Jahre sammeln sich einfach mehrere Rucksäcke und Taschen für die unterschiedlichen Einsatzzwecke an.

      Wenn ich mit dem Fahrrad und nur einer Kompaktkamera unterwegs bin, nehme ich seit einer Weile die wasserdichte und sehr praktische Rockbros Fahrrad-Satteltasche und bin sehr zufrieden damit. Langsam wird es auch wieder grün draußen und die Foto-Saison startet für mich mit dem blühenden Bärlauch hier in den Wäldern ringsum.. da werde ich auch wieder viel mit dem Rad unterwegs sein.

      Das stimmt wohl, ausreichend Trinken dabei zu haben ist beim Wandern mit das Wichtigste. Sogar wichtiger als die Notfall-Boulette und ihre Alternativen.. 😛

      Gut Licht und sonnige Grüße aus Leipzig,
      Dave

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